Kriminalität

Frankfurter leben am gefährlichsten

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Frankfurt ist die gefährlichste Stadt Deutschlands. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Kriminalitätsstatistik, die Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Dienstag vorstellte. Am sichersten leben hingegen die Bewohner von Bergisch Gladbach.

In Frankfurt ist das Risiko, Opfer von Gewalt oder Diebstahl zu werden, am größten. Laut aktueller Kriminalstatistik wurden in der hessischen Metropole im vergangenen Jahr ingesamt 16.378 Straftaten pro 100.000 Einwohner begangen.

Auf den weiteren Plätzen folgen Hannover mit 16.163 Straftaten, Düsseldorf (15.181) und Bremen (14.719). Ein wenig aufatmen können die Hauptstädter: In Berlin sank die Zahl der Straftaten im Vergleich zu 2005 um 2,4 Prozent. 2006 wurden hier 14.632 Straftaten je 100.000 Einwohner registriert. Damit liegt die Stadt in der Statistik der gefährlichsten Städte nur noch auf dem fünften Platz; im Vorjahr war es noch Platz 3 gewesen. Auch die Zahl der Fälle von Mord und Totschlag sank um 9,6 Prozent auf 727. Rückläufig ist der Statistik zufolge auch die Straßenkriminalität. Die gefährlichste Stadt im Osten Deutschlands ist - von Berlin abgesehen - Magdeburg: Mit 14.094 registrierten Delikten je 100.000 Einwohnern liegt sie auf Platz 7.

Am sichersten leben die Bewohner von Bergisch Gladbach in Nordrhein-Westfalen. Hier wurden 2006 nur 5.704 Straftaten pro 100.000 Einwohner verzeichnet. Auch in Remscheid (5.840 Delikte) und Solingen (6.124) geht es vergleichsweise ruhig zu. Danach folgen Salzgitter, Reutlingen, Heilbronn und Fürth. Einzige ostdeutsche Stadt ist Jena mit 7.758 Straftaten pro 100.000 Einwohner.

Deutschlandweit wurden 2006 insgesamt rund 6,3 Millionen Straftaten registriert, ein Rückgang von 1,4 Prozent. Während die so genannte "Gewaltkriminalität" anstieg, sank die Zahl der Diebstahl- und Rauschgiftdelikte. Über jede zweite Straftat (55,4 Prozent) wurde aufgeklärt, 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

( mir )