Feueralarm im Cockpit

Lufthansa-Maschine auf Malta notgelandet

Nur elf Minuten nach dem Start musste eine Lufthansa-Maschine auf Malta notlanden. Im Frachtraum des Airbus A300-600 soll es gebrannt haben, Instrumente im Cockpit hatten Alarm geschlagen. Nach der Landung wurden die 205 Fluggäste unverletzt in Sicherheit gebracht. Sie waren auf dem Weg nach Frankfurt.

Augenzeugen berichteten, das Flugzeug sei sicher auf dem Malta International Airport in Valletta gelandet. Es habe keine Verletzten gegeben. Von außen sei kein Feuer erkennbar gewesen. "Die Feuerwehr untersucht momentan das Flugzeug", sagte der Lufthansa-Sprecher Thomas Jachnow Morgenpost Online. Bislang jedoch ohne Befund. "Ob sich tatsächlich Hitze oder sogar ein Feuer entwickelt hat, wird nun genau geklärt". Die Instrumente seien sehr empfindlich, deshalb könne auch ein Fehlalarm nicht ausgeschlossen werden. Die Notlandung gehöre jedoch zur Standardprozedur, wenn Alarm im Cockpit ausgelöst werde.

Der Airbus 300-600 mit der Flugnummer LH 4129 war mit 205 Fluggästen besetzt und unterwegs von Malta nach Frankfurt am Main und sollte dort um 16 Uhr landen. Ob die Maschine heute wieder starten wird, wenn es tatsächlich um einen Fehlalarm handelte, ist noch unklar. "Wir schauen uns die Maschine jetzt erst einmal ganz genau an, bevor sie wieder eingesetzt wird", sagte Lufthansa-Sprecher Jachnow. Dann werde auch geklärt, wie die Passagiere nach Deutschland gebracht werden.

Erst vor zwei Tagen war ein Airbus der Lufthansa mit 97 Passagieren an Bord wegen eines defekten Generators auf dem Budapester Flughafen Ferihegy außerplanmäßig gelandet. Es wurde niemand verletzt, es habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden, teilte das Unternehmen am Sonntagabend mit.

Auch mit dem ausgefallenen Generator hätte der A 319 weiterfliegen können, doch wie in den Vorschriften vorgesehen, sei eine „technische Ausweichlandung“ vorgenommen worden. Die Maschine, die sich auf dem Flug von München nach Bukarest befand, werde in Budapest repariert.

Einige der Passagiere konnten mit anderen Flugzeugen die Reise in die rumänische Hauptstadt Bukarest fortsetzen, andere mussten die Nacht in Hotels der ungarischen Hauptstadt Budapest verbringen, wie die Lufthansa weiter mitteilte.