Finanzkrise

Gabriel fordert Ende des "Prinzips der Gier"

Foto: ddp / DDP

Umweltminister Sigmar Gabriel sieht neokonservative Politik als mitverantwortlich an der Finanzkrise. Deshalb soll die SPD schon bei den Europawahlen deutlich machen, dass sie für einen klaren Kurs gegen "Neokonservative" und "Neoliberale"steht, fordert er in einem Zeitungsinterview.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel will die Finanzkrise zum Wahlkampfthema machen. Bereits in den Europawahlkampf vor der Bundestagswahl sollten die Sozialdemokraten mit einem klaren Kurs gegen „Neokonservative„ und „Neoliberale“ ziehen, sagte der SPD-Politiker der "Financial Times Deutschland“.

„Mit der Finanzmarktkrise ist der Tanz um das Goldene Kalb des Neoliberalismus des Friedrich Merz und seiner CDU/CSU und der FDP des Guido Westerwelle vorbei“, sagte Gabriel. „Wer über Jahre hinweg das Prinzip der Gier zum obersten Prinzip der Marktwirtschaft erklärt hat und das mit Leistung verwechselt, der erlebt jetzt das Ergebnis.“

Die Neokonservativen hätten zu verantworten, dass die Finanzmärkte nicht ausreichend verbindliche Spielregeln bekommen hätten. „Diese Erfahrung sollten wir zum Gegenstand der Europawahl machen“, forderte der Umweltminister.

Neueste Politik Videos

Neueste Politik Videos
Beschreibung anzeigen