US-Vorwahlen

Obama erhält doppelt soviel Spenden wie Clinton

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Foto: AFP/REUTER

Im US-Wahlkampf liegt Barrack Obama nicht mehr nur in Umfragen vor seiner Konkurrentin Clinton. Auch den finanziellen Vorsprung hat er ausgebaut. Allein im März sammelte Obama 40 Millionen Dollar an Spenden. Hillary Clinton nahm die Hälfte ein und musste dazu noch falsche Aussagen im Wahlkampf einräumen.

Wahlkampf-Berater Tom Daschle hatte erst kürzlich bekannt gegeben, das Team von Barrack Obama erhalte pro Tag eine Million Dollar Spenden. Jetzt bestätigte der demokratische Präsidentschaftsbewerber, er habe alleine im März 40 Millionen Dollar an Geldern für seinen Wahlkampf erhalten. Seine Konkurrentin Hillary Clinton meldete für den vergangenen Monat Einnahmen von 20 Millionen Dollar. Damit konnte Obama seinen finanziellen Vorsprung weiter ausbauen. Insgesamt konnte dieser seit Beginn des Jahres fast das Doppelte an Spenden eintreiben wie Clinton. Während diese seit Januar knapp 70 Millionen Dollar an Spenden verbuchte, konnte sich der Senator über 131 Millionen Dollar freuen.

Nicht nur in finanzieller Hinsicht liegt Obama vorne, sondern auch in der Wählergunst: In einer aktuellen Umfrage rangiert er mit 46 Prozent drei Punkte vor Clinton. Die nächste Vorwahl der Demokraten findet am 22. April in Pennsylvania statt. Clinton führt dabei in den Umfragen, zuletzt war ihr Vorsprung aber etwas geschrumpft. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP hat Obama bislang 1.634 Delegierte hinter sich, Clinton kommt auf 1.500.


Die Präsidentschaftsbewerberin musste unterdessen falsche Aussagen bezüglich eines früheren Bosnien-Besuches einräumen. Bei einem Auftritt in der Show von Late-Night-Talker Jay Leno bewies sie Sinn für Selbstironie: „Es ist wunderbar hier zu sein. Ich hatte Sorge, dass ich es nicht schaffen würde. Ich wurde von Heckenschützen aufgehalten“, scherzte Clinton am Donnerstag mit Blick auf ihren peinlichen Lapsus im vergangenen Monat. Sie hatte damals öffentlich erklärt, dass sie in ihrer Zeit als First Lady bei einer Landung in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo im März 1996 von Heckenschützen attackiert worden sei. Daraufhin habe sie geduckten Hauptes zum wartenden Wagen rennen müssen.


Ein Sprecher Clintons erklärte später, die New Yorker Senatorin habe sich irreführend geäußert. Sie habe das Privileg gehabt, die USA als First Lady in mehr als 80 Staaten und vielen Kriegsgebieten vertreten zu haben, sagte Clinton in Lenos „Tonight Show“. „Ich habe darüber in meinem Buch geschrieben und offensichtlich ist mir ein Lapsus unterlaufen.“

In der vom Sender CBS und der „New York Times“ veröffentlichten Umfrage zur Beliebtheit der Kandidaten äußerten sich die Befragten außerdem skeptisch zur Lage ihrer Nation. 81 Prozent der Amerikaner sind demnach der Meinung, die Dinge in den USA liefen zurzeit gründlich falsch. Vor einem Jahr waren 69 Prozent dieser Meinung, Anfang 2002 nur 35 Prozent.

( AP/joff )

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