Strom sparen durch intelligentes Netz

Berlin - Um bis zu 23 Prozent könnte man die Nutzung von regenerativen Energien in Berlin durch ein intelligentes Stromnetz erhöhen, berichtet eine neue Studie der Technischen Universität Berlin. Die Stadt könnte damit den Anteil seiner CO2-freien Stromversorgung von 25 Prozent auf knapp 60 Prozent steigern.

Die Einführung eines sogenannten Smart Grids, eines intelligenten Stromnetzes, könnte Leistungsschwankungen von Wind- und Solarkraft besser ausgleichen, teilte die TU Berlin am Montag mit. Smart Grids sollen eine Vielzahl von Stromverbrauchern und -erzeugern miteinander verbinden und die Energienachfrage effizienter steuern. Bislang müssten Windanlagen bei starkem Wind und zugleich geringer Stromnachfrage gedrosselt werden und die saubere Energie bliebe ungenutzt.

Dezentrale Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung wie zum Beispiel Solaranlagen, Kleinstkraftwerke oder Brennstoffzellen, die gemeinsam als Einheit agieren, sollten außerdem mögliche Schwankungen in einem der Bereiche der Stromerzeugung auffangen. Intelligente Elektrogeräte und -anlagen in Gebäuden könnten den Effekt durch die bessere Abstimmung des Energiebedarfs von Gebäuden sogar noch verstärken.

( dpa-info.com GmbH )