IG Metall verlangt Lösung für Druckmaschinen-Branche

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Frankfurt/Main - Nach der Insolvenz von Manroland verlangt die IG Metall eine umfassende Lösung für die gesamte deutsche Druckmaschinenindustrie. «Die Gesellschafter und der Bundeswirtschaftsminister müssen jetzt schnell im Interesse der Beschäftigten und Arbeitsplätze handeln».

Das erklärte Vorstandsmitglied Jürgen Kerner in Frankfurt laut Mitteilung. Für den angestrebten Massekredit müssten die Altgesellschafter MAN und Allianz bürgen, verlangte der Gewerkschafter. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende von Manroland forderte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) auf, umgehend einen runden Tisch mit dem Ziel eines industriepolitischen Konzepts für die gesamte Branche einzuberufen.

«Eine nachhaltige Lösung ist nur mit den beiden anderen großen Druckmaschinenherstellern gemeinsam möglich», meinte Kerner. Neben Manroland sind mit Heidelberger Druck sowie Koenig&Bauer in Deutschland zwei weitere weltweit führende Hersteller von Druckmaschinen vertreten.