Gesundheit

Was in Berlin trotz Coronavirus noch geöffnet ist

Viele Parks und Gärten in Berlin bleiben vorerst geöffnet. Auch einige private Museen und Freizeitanlagen kann man noch besuchen.

Besucher spazieren blühenden Narzissen vorbei durch die Gärten der Welt. (Archivbild)

Besucher spazieren blühenden Narzissen vorbei durch die Gärten der Welt. (Archivbild)

Foto: Soeren Stache / dpa

Wohin in Berlin? Noch vor Tagen gab es die Qual der Wahl. Jetzt haben viele Museen und Galerien geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzuschränken. Einzelne Einrichtungen öffnen weiterhin, stehen aber vor einer ungewissen Zukunft. Hier eine Auswahl.

Parks und Gartenanlagen

Spaziergehen bleibt möglich. Die Grün Berlin GmbH teilte mit, dass ihre Parks und Gartenanlagen geöffnet bleiben.

Dazu gehören

  • der Britzer Garten in Neukölln
  • die Gärten der Welt in Marzahn
  • der Naturpark Südgelände in Schöneberg
  • das Tempelhofer Feld
  • der Botanische Volkspark Blankenfelde

Abgesagt sind Veranstaltungen der kommenden Wochen, darunter die Saisoneröffnung im Britzer Garten am 5. April und das Kirschblütenfest in den Gärten der Welt am 19. April.

Zoo und Tierpark

Einen Besuch im Zoologischen Garten und im Tierpark kann man noch unternehmen. Sie sind weiterhin regulär geöffnet. In der Nebensaison könnten sich die Besucher unter freiem Himmel in den beiden weitläufigen Parks auf eine Fläche von insgesamt knapp 200 Hektar verteilen, teilt der Zoo mit.

Geschlossen bleibt jedoch das Schloss Friedrichsfelde. Das Aquarium an der Budapester Straße öffnet ebenfalls. Allerdings ist der Zugang reglementiert. Höchstens 500 Besucher dürfen sich gleichzeitig im Gebäude aufhalten. Erfahrungsgemäß ist der Andrang in den Vormittagsstunden besonders groß. Daher kann es zu Wartezeiten kommen.

Publikumsbetrieb im Botanischen Garten eingeschränkt

Auch der Botanische Garten in Dahlem will den Publikumsbetrieb einschränken, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Freianlagen seien weiterhin regulär geöffnet, teilte die Einrichtung mit. „Bis auf weiteres bleiben die Gewächshäuser und die Bibliothek geschlossen.“ Vorerst finden zudem keine Veranstaltungen, Führungen, Vorträge und Pilzberatungen statt.

Parks und Gärten der Stiftung preußischer Schlösser und Gärten geöffnet

Wie die Stiftung preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg mitteilte, bleiben ihre Schlösser in Berlin, Potsdam und Brandenburg zunächst bis 19. April zu. Auch die Veranstaltungen in den Häusern fallen aus.

Geöffnet bleiben dagegen die Parks und Gärten, darunter der Park Sanssouci, der Neue Garten, der Park Sacrow und der Park Babelsberg, ebenso die Gärten der Schlösser Charlottenburg und Schönhausen. Das Schloss Belvedere auf dem Pfingstberg in Potsdam bleibt zugänglich. Nicht zugänglich ist jedoch die Pfaueninsel.

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Die Stiftung Berliner Mauer schließt ebenfalls ihre Häuser. Zunächst bis 19. April. Betroffen sind das Dokumentations- und Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer sowie die Kapelle der Versöhnung an der Bernauer Straße. Auch die Gedenkstätte Günter Litfin und die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde bleiben zu.

Das Museum Barberini am Alten Markt in Potsdam schließt zunächst bis 17. März. Dann werde man nach Prüfung der aktuellen Lage neu entscheiden, teilte das Haus mit.

Geschlossen bleibt das Alliierten-Museum an der Clayallee in Dahlem. Bis 29. März ist das Berlin Story Museum im Bunker an der Schöneberger Straße zu.

Deutsche Spionage-Museum vorerst geöffnet

Geöffnet ist vorerst das Deutsche Spionage-Museum am Leipziger Platz 9 in Mitte. Auch die Hologramme, die Magische Box und Puzzle im Illuseum Berlin, Karl-Liebknecht-Straße 9 in Mitte, kann man sich zunächst weiterhin anschauen.

Das Museum Magicum Berlin, Große Hamburger Straße 17 in Mitte, gewährt ebenfalls noch den Zutritt zu seiner interaktiven Ausstellung. „Auf jeden Fall noch am Sonntag,15. März“, sagte ein Mitarbeiter. „Was nächste Woche wird, müssen wir abwarten.“

Ausstellung Körperwelten kann noch besucht werden

Die Ausstellung Körperwelten am Fernsehturm ist bis auf weiteres geöffnet. Man beobachte die aktuelle Entwicklung und befolge die Empfehlungen des Gesundheitsamtes, heißt es auf der Website. Das Mauermuseum am Checkpoint Charlie, Friedrichstraße 43-45, ist ebenfalls weiterhin geöffnet.

Auch private Kunstsammlungen sind derzeit eingeschränkt. Aufgrund der aktuellen Situation könne man ab 14. März für mindestens zwei Wochen keine Gäste empfangen, teilte die Sammlung Boros mit. Sie befindet sich im Bunker an der Reinhardtstraße in Mitte. „Take Care. See you soon“, schreibt die C/O-Galerie im Amerika-Haus an der Hardenbergstraße auf ihrer Internetseite. Die Galerie bleibt bis auf weiteres geschlossen. „Angekündigte Begleitveranstaltungen sowie Workshops finden nicht statt und werden nach Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Domäne Dahlem kann besucht werden

Das weitläufige Areal der Domäne Dahlem öffnet weiterhin täglich. Geschlossen bleiben jedoch die Ausstellungen im Herrenhaus und im Culinarium, vorerst bis 19. April.

Die Liebermann-Villa am Wannsee ist ebenfalls bis 19. April zu. Alle Veranstaltungen und Führungen seien abgesagt. Schon gebuchte Tickets könnten umgetauscht oder rückerstattet werden, so die Einrichtung auf ihrer Internetseite. Geschlossen ist die Ausstellung im Tränenpalast am Reichstagsufer in Mitte, ebenfalls die im Willy-Brandt-Haus an der Stresemannstraße.

Noch Workshops in der Skatehalle in Friedrichshain

In der Skatehalle an der Revaler Straße 99, auf dem weitläufigen RAW-Gelände in Friedrichshain, kann man am heutigen Sonntag, 15. März, noch mit dem Board über Rampen und Halfpipe rollen. Am Vormittag finden Workshops statt, von 14 bis 20 Uhr ist öffentlicher Betrieb. „Was nächste Woche wird, wissen wir noch nicht“, sagte eine Mitarbeiterin auf Anfrage der Berliner Morgenpost. Schon am Sonnabend sei die Zahl der Besucher deutlich geringer gewesen als üblich.

Klettern in der Boulderhalle

Geöffnet hat auch die Boulderhalle Ostbloc Berlin an der Hauptstraße 13 in Lichtenberg, direkt an der Rummelsburger Bucht. „Sobald eine behördliche Schließung angeordnet wird, geben wir es hier bekannt“, heißt es auf ostbloc.de.

Auch Bergwerk.Berlin, die Indoor-Kletterhalle an der Stendaler Straße 25 in Hellersdorf, ist geöffnet. „Wir treffen Vorsorge und desinfizieren die Ausrüstung und die Flächen, die Kollegen tragen Handschuhe“, sagte ein Mitarbeiter am Sonnabend. „Die Besucher haben beim Klettern ohnehin Abstand voneinander.“ Sollte eine amtliche Anordnung kommen, die Kletterhalle zu schließen, werde man das tun.