Handball

Die neue Mannschaft der Füchse macht schon Lust auf mehr

Der erste Härtetest beim Turnier in Esslingen hat gezeigt, dass die Zugänge beim Berliner Handball-Bundesligisten schon gut integriert sind

Füchse-Trainer Erlingur Richardsson (Mitte) mit den neuen Spielern im Berliner Team: Kent Robin Tönnesen, Jakov Gojun, Drago Vukovic und Bjarki Elisson.

Füchse-Trainer Erlingur Richardsson (Mitte) mit den neuen Spielern im Berliner Team: Kent Robin Tönnesen, Jakov Gojun, Drago Vukovic und Bjarki Elisson.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Berlin –.  Petar Nenadic besorgte den Rest. Nachdem Torhüter Silvio Heinevetter einen Siebenmeter des Hamburgers Adrian Pfahl gehalten hatte, versenkte der serbische Rückraumspieler seinen Wurf. Damit hatten die Füchse Berlin das Finale des Handball-Turniers in Esslingen am Fuße der Schwäbischen Alb gegen den HSV Handball nach Siebenmeterschießen gewonnen.

Ein guter Abschluss des ersten wirklichen Härtetests für den Bundesligisten, nachdem es zuvor Siege gegen Frisch Auf Göppingen (30:28) und Dinamo Bukarest (24:18) gegeben hatte. „Gute Ansätze“ habe er gesehen, erklärte Volker Zerbe, der Sportkoordinator der Füchse. „In vielen Dingen sind wir auf dem richtigen Weg“, meinte Geschäftsführer Bob Hanning. Die Füchse machen Lust auf mehr.

Wobei niemand den Turniererfolg überbewertet. Die Berliner profitierten nämlich auch davon, dass das Finale wegen eines aufziehenden Gewitters kurz nach der Halbzeit – die Berliner lagen zu diesem Zeitpunkt 8:13 in Rückstand – abgebrochen wurde. Man einigte sich auf ein Siebenmeterschießen.

Trainer Richardsson lässt neue Abwehrformation üben

Unter dem Strich blieb jedoch: „Da passt schon einiges. Erwarten konnte man das zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt“, wie Hanning sagte. Schließlich hat es bei den Füchsen einen Umbruch gegeben. Vier der fünf Neuen kamen am Wochenende zum Einsatz. „Sie haben sich schon gut integriert“, hat Zerbe festgestellt. Es gibt aber auch taktische Varianten, die noch Zeit brauchen, bevor sie richtig greifen. So lässt der neue Trainer Erlingur Richardsson nicht nur mit einem 6:0-Abwehrverbund spielen, sondern stellt auch immer mal auf 5:1 um.

Für den wegen einer schweren Schulterverletzung ein halbes Jahr lang fehlenden Paul Drux agierten Petar Nenadic und Drago Vukovic abwechselnd auf der Position Rückraum Mitte. Auch der etatmäßige Linksaußen Fredrik Petersen half ein paar Mal auf dieser Position aus.

Starke Leistung von Nachwuchsmann Willy Weyhrauch

Dauerzustand kann und wird dies allerdings nicht sein. Für Drux und den ebenfalls lange ausfallenden Rechtsaußen Mattias Zachrisson suchen die Berliner bekanntlich auf dem Spielermarkt Ersatz.

Wobei Willy Weyhrauch, einer der Nachwuchsspieler, seine Chance in Esslingen nutzte. Er wäre zweiter Mann hinter Zachrisson gewesen. „Er hat seine Aufgabe sehr gut gelöst“, lobte Zerbe. Auch Hanning freute sich über die Leistung des 21-Jährigen: „Er hat deutlich gezeigt: ,Ich bin da’.“