Revuetheater

Und abends in die Scala...

Foto: pa/akg-images/akg

Martin-Luther-Straße 22-24/Ecke Augsburger Straße (heute: Martin-Luther-Straße 12-14/Ecke Fuggerstraße)

“Und abends in die Scala“... so lautete ein Werbeslogan der Zeit. Das Revuetheater in Schöneberg gehörte in den 20er-Jahren zu den bekanntesten in ganz Deutschland. International berühmte Varieté-Künstler wie der Jongleur Enrico Rastelli oder der Clown Grock traten dort auf.

1920 wurde die Scala von mehreren, meist jüdischen Geschäftsleuten gegründet. Unter den Investoren waren aber auch so illustere Persönlichkeiten wie der niederländische Flugzeugbauer Anton Herman Gerard Fokker. Nach der Machtergreifung der Nazis 1933 kündigte der Kreditgeber, die Dresdner Bank, die Zusammenarbeit, „arische“ Geschäftsleute übernahmen die Scala.

Auch in der Zeit des Nationalsozialismus war das Varieté sehr erfolgreich. 1941 galt die Scala als Deutschlands größtes Varieté- und Revuetheater. Doch wenige Jahre später kam das Aus: Im August 1944 verbot Reichspropagandaminister Joseph Goebbels alle Vernügungsveranstaltungen ohne kriegswichtigen Bezug.

Das Gebäude an der Martin-Luther-Straße 22/24, Ecke Augsburger Straße (heute: Martin-Luther-Straße 12/14, Ecke Fuggerstraße) wurde 1943 weitgehend zerstört.

( mim )

Foto: picture-alliance / akg-images