Champions League

Bayern München im Viertelfinale gegen Marseille

In der Runde der letzten Acht trifft der FC Bayern München auf den französischen Klub Olympique Marseille. Im Halbfinale könnte dann ein Knaller warten.

Foto: picture-alliance / dpa / picture-alliance / dpa/dpa

Paul Breitner hat sich wieder einmal um seinen FC Bayern München verdient gemacht. Der Weltmeister von 1974 rührte bei der Auslosung des Champions-League-Viertelfinals in Nyon mit der rechten Hand in einer Glasschüssel, dann griff er die Loskugel und bescherte seinem Klub den französischen Vizemeister Olympique Marseille als Gegner. Ein Glückslos. Im Hinspiel am 28. März reisen die Münchner zunächst nach Südfrankreich, im Rückspiel (3. April) haben sie Heimrecht. Es hätte viel, viel schlimmer kommen können.

Entsprechend glücklich schaute Finanzvorstand Karl Hopfner der Auslosung zu und quittierte die Aktion seines Vereinskameraden Breitner mit einem breiten Grinsen. Im Halbfinale (17./18.4. und 24./25.4.) könnten die Bayern dann auf die Superstartruppe von Real Madrid um Mesut Özil und Ronaldo treffen. Einziger Wermutstropfen dabei: Schon das Hinspiel würde in München stattfinden.

Neben Marseille gegen München zog Breitner die Lose Apoel Nikosia gegen Madrid, Benfica Lissabon gegen FC Chelsea und AC Mailand gegen Titelverteidiger FC Barcelona, die sich bereits in der Gruppenphase gegenüberstanden. Im zweiten Halbfinale hat der Sieger zwischen Lissabon und Chelsea zunächst Heimrecht. Das Endspiel findet am 19. Mai in München statt. „Da müssen wir dabei sein“, hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß schon vor längerem gefordert.

Die Chance dazu ist dank Breitners glücklicher Hand durchaus realistisch. Allerdings hat Olympique Marseille in der Vorrunde gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund gezeigt, wie stark sie sind. Die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps setzte sich glatt mit 3:0 und 3:2 gegen den Tabellenführer der Bundesliga durch. Im Hinspiel gegen Bayern fehlt den Franzosen jedoch der starke Kapitän und Nationaltorwart Steve Mandanda.

„Ich warne davor, den Gegner zu unterschätzen“, sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, „wir werden versuchen, in Marseille schon ein gutes Ergebnis zu erzielen. Es wäre schön, wenn wir die Tür dort schon ein wenig aufmachen können.“ Marseille hatte sich im Achtelfinale gegen den italienischen Pokalsieger Inter Mailand durchgesetzt. Nach dem 1:0-Hinspielsieg reichte den Franzosen im Rückspiel in einem dramatischen Match eine 1:2-Niederlage aufgrund der Auswärtstorregelung. „Sie haben sich gegen Inter durchgesetzt, wir sind gewarnt“, so Rummenigge.

Weit weniger glücklich waren die Franzosen mit dem Los. „Bayern ist eines der drei Teams, die wir gefürchtet haben. Sie sind offensiv sehr stark, aber wir glauben an unsere Chance“, sagte Marseilles Präsident Vincent Labrune, „wir haben zwei große Spiele vor uns und in Franck Ribery treffen wir einen alten Bekannten.“ Ribery war 2007 für 25 Millionen Euro von Olympique an die Isar gewechselt.

Die Top-Partie des Viertelfinals ist natürlich das Duell zwischen Mailand und Barcelona. Die Katalanen streben als erstes Team in der Champions League eine erfolgreiche Titelverteidigung an. In der Gruppenphase musste sich Barca mit einem 2:2 gegen Milan begnügen, das Rückspiel in Mailand gewann die Mannschaft um Lionel Messi dann mit 3:2.