Rollentausch

George Clooney würde gerne Angela Merkel spielen

Dürfte er ein politisches Oberhaupt spielen, würde George Clooney nicht Obama oder Sarkozy auswählen. Denn er "wollte immer gern eine kleine deutsche Frau sein."

Foto: pa/dpa

George Clooney würde gerne einmal in die Haut der deutschen Bundeskanzlerin schlüpfen. „Wenn ich mir aussuchen dürfte, welches politische Oberhaupt ich mal spielen will, würde ich Angela Merkel wählen“, sagte der US-Schauspieler dem Frauenmagazin „Emotion“. „Ich wollte immer gern eine kleine deutsche Frau sein.“

Sich selbst bezeichnet Clooney als „politisch wachen Menschen“. Er ist derzeit mit seinem Film „Die Iden des März“ in den deutschen Kinos zu sehen . Darin geht es um den Wahlkampf eines fiktiven US-Präsidentschaftskandidaten.

Bundespräsident Wulff erwähnt Clooney nicht, gibt sich aber bei persönlichen Fehltritten von Politikern generell nachsichtig: „Fast jeder hat doch mal einen Joint oder eine Wasserpfeife geraucht. Ich glaube, es wäre am einfachsten, Politiker würden ihre Karriere mit einem General-Schuldbekenntnis beginnen: 'Ja, ich hab's getan!' Persönliche Skandale müssen raus aus der Politik, sonst gibt's bald keine Politiker mehr.“

Keine Kompromisse macht der Schauspieler, der sich viel für Pazifismus und Menschenrechte engagiert, allerdings bei den demokratischen Werten: „Polit-Moral, Meinungsfreiheit und Integrität sind Werte, an die ich fest glaube.“

Die Zukunft sieht er optimistisch: „Die Politik wird sich ändern. Die Leute wollen wieder Menschen wählen, die mehr tun, als nur ihren eigenen Job zu sichern oder reichen Minderheiten zu gefallen“, sagt der 50-Jährige.