Warenhauskette

Karstadt-Eigentümer Berggruen bietet für Kaufhof

Nicolas Berggruen hat den Traum einer "Deutschen Warenhaus AG" noch nicht aufgegeben. Der Karstadt-Besitzer hat Interesse an Kaufhof.

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Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen will den Konkurrenten Kaufhof übernehmen. Er legte dem Düsseldorfer Handelskonzern Metro, zu dem Galeria Kaufhof gehört, ein entsprechendes Angebot vor, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen.

Ziel sei es, Karstadt und Kaufhof unter einem Dach zu vereinen. Damit würde die Vision einer „Deutschen Warenhaus AG“, über die seit Jahren spekuliert wird, einen Schritt näher rücken. Berggruen hatte die insolvente Karstadt-Kette mit insgesamt 115 Häusern in Deutschland 2010 nach einer monatelangen Zitterpartie übernommen.

Ein Berggruen-Sprecher wollte sich zu einem möglichen Angebot für Kaufhof nicht äußern. Er sagte der dpa, Berggruen habe das Investment bei Karstadt immer als langfristig angesehen . „Wir glauben an das Geschäftsmodell Warenhaus.“ Metro bestätigte jedoch das Interesse von Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen an einer Übernahme von Galeria Kaufhof.

Wie das Unternehmen auf Anfrage sagte, ist ein Angebot vorgelegt worden. Für das operative Geschäft habe Berggruen alleine und für die Immobilien mit anderen Investoren Offerten abgegeben, hieß es aus Unternehmenskreisen. Jeder zweite Standort des Warenhauses, das seit 1996 zum Metro-Konzern gehört und seit Anfang 2008 auf der Verkaufsliste steht, befindet sich im eigenen Besitz.

Mit einer Trennung von Immobilien und operativem Geschäft sei Metro immer sehr vorsichtig gewesen und es sei fraglich, ob sie sinnvoll sei, hieß es weiter.

Der Aufsichtsrat der Metro wollte am Mittwoch in Düsseldorf zusammenkommen, am Donnerstag legt der scheidende Konzernchef Eckhard Cordes die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate vor. Nach einem Bericht des „Handelsblatt“ ist die österreichische Immobilienfirma Signa an Kaufhof interessiert. Hinter dem Unternehmen stehe der griechische Reeder und Milliardär George Economou . Kaufhof-Interessenten sollen als Mindestgebot eine Kaufsumme von 2,4 Milliarden Euro genannt haben, um Einblick in die Bücher der Metro-Tochter mit 134 Warenhäusern zu bekommen, schreibt die Zeitung.