Krisensitzung

Cameron will notfalls Armee bei Krawallen einsetzen

David Cameron will die Jugendgewalt bekämpfen und schließt den Einsatz der Armee nicht aus. Zudem soll die Polizei Vermummte leichter zum Abnehmen der Masken zwingen können.

Der britische Premierminister David Cameron will bei künftigen Krawallen notfalls auch die Armee einsetzen, um der Polizei den Rücken freizuhalten. Die Regierung werde einen Militäreinsatz im Landesinneren prüfen, damit die Polizei ihre Kräfte künftig verstärkt „an der Front" einsetzen könne, sagte Cameron in einer Sondersitzung des Unterhauses.

Die Regierung wolle es der Polizei zudem erleichtern, Vermummte zum Ablegen ihrer Maskierung zu zwingen. Für die Besitzer von beschädigten Geschäften und Wohnungen versprach Cameron eine rasche und unkomplizierte Entschädigung, auch wenn die Betroffenen keine Versicherung abgeschlossen hätten.

Der Premierminister kündigte eine kompromisslose Verfolgung und Bestrafung von Randalierern an: „Ihr werdet dafür zahlen, was ihr angerichtet habt.“ Die auf 16.000 Polizisten verstärkte Einsatztruppe in London solle über das Wochenende unverändert bleiben, um ein Wiederaufflammen der Krawalle in der Hauptstadt zu verhindern.

Als Konsequenz aus den Ausschreitungen erwäge die britische Regierung, soziale Netzwerke wie Twitter und Blackberry Messenger während Bürgerunruhen still zu legen, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Regierungsquellen.

Der Polizei zufolge waren soziale Netzwerke von den Randalierern genutzt worden, um Plünderzüge zu koordinieren. Es würden Gespräche mit der den Betreibern und Geheimdiensten geführt, noch gebe es aber keinen Gesetzesvorschlag.

Als Konsequenz aus den Ausschreitungen erwäge die britische Regierung auch, soziale Netzwerke wie Twitter und Blackberry Messenger während Bürgerunruhen still zu legen, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Regierungsquellen.

Der Polizei zufolge waren soziale Netzwerke von den Randalierern genutzt worden, um Plünderzüge zu koordinieren. Es würden Gespräche mit der den Betreibern und Geheimdiensten geführt, noch gebe es aber keinen Gesetzesvorschlag.

Cameron war wegen der Krawalle unter Druck geraten, den von seiner konservativ-liberalen Koalition eingeschlagenen Sparkurs bei Jugend- und Arbeitsmarktprogrammen zu lockern. Die Opposition sieht in den Einschnitten auch einen Grund für den jüngsten Gewaltausbruch.