Sex im Auto

Wenn der Straßenverkehr Paare teuer zustehen kommt

Aufgepasst alle, die mit einem Stelldichein im eigenen Fahrzeug ihr Liebesleben aufpeppen wollen: Es drohen Geld- und Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr.

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Das Liebesspiel an ausgefallenen Orten belebt bekanntlich die Beziehung. Besonders beliebt hierfür ist das Auto. Wie die Wohnung gehört es zu den persönlichsten Besitztümern eines Menschen, warum also nicht gleich auch dort intime Stunden verbringen?

Das Auto zählt in der Regel zum persönlichen Wohnraum, quasi eine rollende Sonderform der eigenen vier Wände. Und dort ist nahezu alles erlaubt. Wer sich für die „schnelle Nummer“ im eigenen Kraftfahrzeug entscheidet, muss allerdings Konsequenzen fürchten.

Entscheidend ist nämlich der Ort, an dem das Auto steht. In der eigenen Garage kann nichts passieren. Auf einem öffentlichen Parklatz oder in der Parkbucht an der Straße droht dagegen eine Strafe, wenn jemand an dem Liebesspiel Anstoß nimmt. Erregung öffentlichen Ärgernisses nennt sich dies im Fachjargon des Paragraph 183a Strafgesetzbuch. Hierauf steht eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.

Und damit ist man hierzulande noch gut bedient. In Italien beispielsweise droht jetzt einem Liebespaar eine Haftstrafe von drei Monaten bis drei Jahren, weil es laut Polizeibericht „völlig nackt, einer auf dem anderen“ in einem Fahrzeug auf einem öffentlichen Dorfplatz von den Ordnungshütern erwischt worden ist. Hierin sieht das Gericht ein strafbares Sexualdelikt.

Die schlichte Nacktheit in der Öffentlichkeit stellt in Deutschland übrigens nur eine Ordnungswidrigkeit dar. Es kommt eine Belästigung der Allgemeinheit gemäß Paragraph 118 Ordnungswidrigkeitengesetz in Betracht, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann. Meist wird jedoch nur ein Verweis ausgesprochen, der Nackte muss den öffentlichen Platz verlassen.

Als Nackter im Auto kommt man meist ganz ohne Rüge davon. Erst wenn dadurch andere gefährdet werden oder man unbekleidet aussteigt, drohen Verweis oder Strafe.