Regionalverkehr

Lokführer beginnen ihren 47-Stunden-Streik

Die GDL bestreikt bis Samstag große Teile des Regionalverkehrs. Der Streik richtet sich gegen die privaten Konkurrenten der Deutschen Bahn.

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Die Lokführergewerkschaft GDL hat mit ihrem 47-Stunden-Streik bei den großen Konkurrenten der Deutschen Bahn begonnen. Bis Samstagmorgen um 2.00 Uhr sollen in ganz Deutschland bei vielen regionalen Anbietern die Züge stillstehen. Der Ausstand habe wie geplant um 3.00 Uhr in der Nacht zum Donnerstag angefangen, sagte der stellvertretende GDL-Bundesvorsitzende Norbert Quitter.

Der Streik solle deutlich machen, dass die Lokführer bereit seien, für ihre Ziele zu kämpfen. „Unsere Ziele sind nicht Streiks, unsere Ziele sind die Rahmentarifverträge.“ Betroffen sind die großen Verkehrsgesellschaften Abellio, Arriva, Benex, Veolia, Hessische Landesbahn sowie ihre Töchter – nicht aber die Deutsche Bahn AG (DB), mit der die GDL wieder verhandelt. Ein Schwerpunkt des Streiks wird nach GDL-Angaben Norddeutschland sein. Es ist die zweite Streikwelle in dieser Woche.

Die GDL fordert einen einheitlichen Tarifvertrag für die 26.000 Lokführer in Deutschland im Regional-, Fern- und Güterverkehr – egal, bei welchem Betreiber sie arbeiten. Eine Kernforderung ist eine Angleichung der Einkommen auf dem Niveau des Branchenprimus plus fünf Prozent Aufschlag.

„Das sind alles keine Forderungen, die irgendeinen Arbeitgeber in diesem Land umbringen würden“, sagte Quitter. Während die Verhandlungen mit der DB am 7. April fortgesetzt werden sollen, fehlt mit den Konkurrenten, die bis zu 30 Prozent weniger zahlen, seit Wochen die Gesprächsbasis. „Es wird immer deutlicher, dass es hier einfach nur um eine Verweigerungshaltung der Arbeitgeber geht“, so Quitter.

Vom Streik ausgenommen ist auch der Bahn-Konkurrent Keolis. Das Unternehmen habe ohne Vorbedingungen die Bereitschaft zu Verhandlungen für einen inhaltsgleichen Rahmentarifvertrag für Lokführer und die dazugehörige Verknüpfung mit einem Haustarifvertrag erklärt, teilte die GDL am Mittwochabend mit. GDL-Chef Claus Weselsky sprach von einem „Dammbruch“. Quitter sagte: „Die Halsstarrigkeit der anderen Unternehmen kann eigentlich keiner mehr verstehen.“