Warnstreiks

Berliner S-Bahn bittet die Lokführer um Gnade

Die S-Bahn Berlin hat die GDL gebeten, sie von Streiks zu verschonen. Ihre Lage sei durch die technischen Probleme schon schwierig genug.

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Die Geschäftsführung der Berliner S-Bahn hat an die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) appelliert, die S-Bahn in der Hauptstadt vom Arbeitskampf auszunehmen. In einem Brief an die GDL verweist die S-Bahn auf die „schwierige Situation der S-Bahn“, berichten die „Berliner Morgenpost“ und „Der Tagesspiegel“.

Angesichts des seit Sommer 2009 aufgrund technischer Probleme eingeschränkten Angebots der S-Bahn befürchtet deren Geschäftsführung, dass sich bei einem Streik das Aggressionspotenzial gegenüber den Beschäftigten noch erhöhen wird. Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky erklärte aber gegenüber dem „Tagesspiegel“, man werde die besondere Situation der S-Bahn sicherlich berücksichtigen, sie aber nicht komplett aus dem Arbeitskampf heraushalten. Ab wann sich die Fahrgäste der Berliner S-Bahn auf Warnstreiks einstellen müssen, will die GDL heute nach einer Protestveranstaltung in Berlin mitteilen.

Etwa 1000 Lokführer treffen sich im Hotel Maritim Pro Arte, um über Warnstreiks sowie das weitere Vorgehen im Tarifkonflikt der Bahn zu entscheiden. In dem Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn sowie deren Wettbewerbern im regionalen Personen- sowie im Güterverkehr verlangt die GDL einen bundesweiten Flächentarifvertrag nur für Lokführer.