Tarifkonflikt

Lokführer beschließen Warnstreiks bei der Bahn

Die Gewerkschaft der Lokführer hat eine Urabstimmung und Warnstreiks beschlossen. Bahnfahrer sollen rechtzeitig informiert werden.

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Bahnfahrer müssen sich in den nächsten Wochen auf Streiks einstellen. Die Tarifkommission der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat in Frankfurt Arbeitskampfmaßnahmen gegen verschiedene Bahnunternehmen beschlossen.

Der geschäftsführende Vorstand wurde zudem aufgefordert, „erforderlichenfalls eine Urabstimmung einzuleiten“, wie die GDL nach einer Sitzung der Bundestarifkommission mitteilte. Die Tarifverhandlungen werden am 9. Februar fortgesetzt. Die GDL werde Streiks rechtzeitig ankündigen, hieß es weiter.

Die GDL fordert für rund 26.000 Lokführer im Fern-, Nah- und Güterverkehr einen einheitlichen Tarifvertrag. Den im Januar zwischen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), der Deutschen Bahn (DB) und den sechs größten privaten Eisenbahnunternehmen ausgehandelten Branchentarifvertrag lehnt sie aber als unzureichend ab. Am 31. Januar hatte die Lokführergewerkschaft die Tarifverhandlungen mit der Bahn für gescheitert erklärt.