Gewerkschaft GDL

Streikbeginn der Lokführer steht noch nicht fest

Die Lokführer wollen sich noch nicht auf einen konkreten Zeitpunkt für ihre Warnstreiks festlegen. Laut Gewerkschaft ist jeder Termin möglich.

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Die Lokführer-Gewerkschaft GDL hat nach eigenen Angaben noch keine Entscheidung über den Beginn der angekündigten Warnstreiks getroffen. Es gebe keinerlei Festlegung, sagte GDL-Chef Claus Weselsky und widersprach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. Diese berichtet aus nicht näher genannter Quelle, die Lokomotivführer wollten erst ab nächster Woche streiken. Erwartet wurde bislang, dass die GDL schon an diesem Donnerstag mit Arbeitsniederlegungen beginnt – unmittelbar nach einem Protesttag, der für Mittwoch vorgesehen war.

Mit der Verschiebung auf kommende Woche solle vermieden werden, dass die Lokführer-Streiks die Ski-Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen beeinträchtigen und damit die Münchner Olympia-Bewerbung beschädigen könnten, berichtet die Zeitung weiter. Darüber hinaus wolle die GDL ihre Mitglieder zu einer Urabstimmung aufrufen, um im März unbefristete Streiks zu ermöglichen. Mit dem Arbeitskampf will die GDL einen Branchentarifvertrag für alle Lokführer in Deutschland erzwingen, egal ob sie bei der Deutschen Bahn oder deren Konkurrenten arbeiten oder ob sie im Fern-, Nah- oder Güterverkehr eingesetzt sind.

Den im Januar zwischen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), der Deutschen Bahn und den sechs größten privaten Eisenbahnunternehmen ausgehandelten Branchentarifvertrag lehnt die GDL als unzureichend ab.