Fahrvorstellung

Geländewagen: Der Honda CR-V verabschiedet sich vom Diesel

Die neue Generation des mit am meisten verkauften SUV der Welt startet im Herbst. In den Autohäusern ist er ab 30.000 Euro zu haben.

Das neue Gesicht des Honda CR-V. Die LED-Scheinwerfer sind serienmäßig.

Das neue Gesicht des Honda CR-V. Die LED-Scheinwerfer sind serienmäßig.

Foto: Honda / sps

Frankfurt.  In den USA ist der Honda CR-V bereits seit Ende 2016 auf dem Markt, in Europa rollt das SUV in seiner neuen Generation in diesem Herbst an. Zunächst wird der Wagen ausschließlich mit einem 1,5-Liter-Turbobenziner zu haben sein. Der leistet in der Verbindung mit einer manuellen Sechsgang-Schaltung 127 kW/173 PS. In diesem Fall können die Käufer zwischen Front- und Allradantrieb wählen. Fällt die Wahl auf das CVT-Getriebe, dann leistet der Motor 142 kW/193 PS und der 4 x 4-Antrieb ist obligatorisch. Der Basispreis soll unter 30.000 Euro liegen.

Die Dieselzeiten für den CR-V scheinen endgültig vorbei. Dafür wird es 2019 eine Hybrid-Version des Autos geben. Dabei wird ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner mit einem elektrischen Antriebsmotor und einem separaten Generator kombiniert.

Die Veränderungen an der Karosserie sind an dem neuen Gesicht mit ausdrucksstarker Grafik der serienmäßigen LED-Scheinwerfer zu erkennen, aber auch an der langen Motorhaube, den muskulös ausgearbeiteten Radhäusern für 17 bis 19 Zoll große Räder sowie den kurzen Überhängen. Die A-Säule ist im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich schmaler, was die Sicht für den Fahrer verbessert. Die hinteren Säulen sind stärker geschwungen, was dem CR-V im Stand eine gewisse Dynamik verleiht.

Allradantrieb und erhöhte Bodenfreiheit helfen bei Fahrten im Gelände

Das Handling des SUV ist gut. Die Techniker haben ihr Hauptaugenmerk bei der Abstimmung eindeutig auf Komfort gelegt, dementsprechend souverän nimmt der Wagen auch arg ramponierte Straßenabschnitte. Flotte Kurvenfahrten meistert das um die 1,6 Tonnen schwere Auto ebenfalls pro­blemlos.

Und soll tatsächlich mal ein Ausflug abseits asphaltierter Strecken geplant sein, helfen Allradantrieb und die um 4 auf jetzt 20 Zentimeter erhöhte Bodenfreiheit, die Fahrt über Stock und Stein zu absolvieren. Der angegebene Normverbrauch von 6,3 Litern wurde auf einer Landstraßenrunde mit 7,1 Litern nicht weit verfehlt.

Während der CR-V in der Länge mit 4,60 Metern unverändert geblieben ist, hat er in der Breite um 3,5 Zentimeter auf 2,12 Meter (inklusive Außenspiegel) zugelegt. Der Radstand ist um vier Zentimeter gewachsen. Das schlägt sich vor allem beim Platzangebot im Fond nieder. Hier dürfen sich die ­Mitfahrer über mehr Beinfreiheit als beim Vorgänger freuen. Obwohl in der Länge nicht gewachsen, haben die Honda-Designer es geschafft, zwei ­zusätzliche Sitze in einer dritten Reihe unterzubringen, die optional im Angebot ist.

Die im Verhältnis 60:40 geteilte Sitzbank davor lässt sich beim Siebensitzer um 15 Zentimeter in der Länge verschieben. Das erleichtert zum einen das Ein- und Aussteigen für die recht beengt reisenden Passagiere ganz ­hinten. Auf der anderen Seite kann ­ihnen dadurch ein wenig mehr Luft verschafft werden.

Der Innenraum ist auf Alltagstauglichkeit ausgelegt

Beim Fünfsitzer indessen ist die zweite Reihe unverrückbar mit dem Boden verbunden, dafür gibt es eine ­variable Neigungseinstellung der Lehnen. Werden sie umgeklappt, steht auf der oberen Position des in zwei Ebenen zu justierenden Ladebodens auf einer planen Oberfläche eine maximale Länge von 1,83 Metern zur Verfügung, 25 Zentimeter mehr als beim Vorgänger.

Wegen des verstellbaren Bodens ist das Ladevolumen gegenüber dem Vorgänger um knapp 30 auf jetzt 560 Liter geschrumpft. Der maximale Stauraum allerdings ist gewachsen, beträgt mit 1756 Litern fast 90 mehr als bislang. Optional steht eine automatisch öffnende Heckklappe mit beliebig einstellbarer Öffnungshöhe zur Verfügung – besonders praktisch etwa in niedrigen Garagen.

Überhaupt ist der Innenraum auf Alltagstauglichkeit ausgelegt. Viele Ablagen, große Türfächer und eine sehr variabel zu nutzende Mittelkonsole, in der sogar ein Tablet Platz findet, gehören zur Serie. Ebenso zwei USB-Anschlüsse vorn und zwei hinten. Vor dem Fahrerplatz liegt ein neu konzipierter Instrumententräger mit einem farbigen Sieben-Zoll-TFT-LCD-Display als Hauptbildschirm, der von einer Temperatur- und Kraftstoffanzeige flankiert wird.

Zu der recht umfangreichen Serienausstattung bietet Honda eine Reihe von Assistenzsystemen an. Erstmals gibt es zudem Head-up-Display, beheizbares Lenkrad und die Möglichkeit, die Heckklappe mit einer Fußbewegung unterhalb des Stoßfängers automatisch zu öffnen.

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