SUV

Facelifting - Porsche macht den Cayenne sparsamer

Der Cayenne wird in Zukunft sparsamer. Ab Oktober wird es Porsches schweren Geländewagen auch als Plug-in-Hybrid geben, der die konventionelle Hybridversion ablöst.

Foto: Porsche

Wenn Klimaschützer ein einzelnes Modell als Hassobjekt betrachten – es könnte der Cayenne sein, Porsches schwerer Geländewagen mit dem martialischen Äußeren. In Zukunft wird sich das SUV ein Stück weit weniger für derlei Projektionen eignen, denn Porsche hat den Allradler sparsamer gemacht.

Durch die Bank weg sind die Motoren genügsamer geworden. Größte Neuerung in dieser Hinsicht ist aber: Ab dem Marktstart im Oktober wird es den Cayenne auch als Plug-in-Hybrid geben, der die konventionelle Hybridversion ablöst.

Der steht dann mit einem Normwert von 3,4 Litern und einem CO2-Ausstoß von 79 Gramm pro Kilometer im Datenblatt. Die Bilanz auf 100 Kilometer Fahrt wird dadurch aufgehübscht, dass der Cayenne in dieser Spielart zwischen 18 und 36 Kilometer rein elektrisch fahren kann. Das schafft bis dato keiner seiner Konkurrenten.

Technisch war der Plug-in-Hybrid für Porsche eine leichte Übung. Denn im Grunde übernimmt der Cayenne einfach den Antriebsstrang aus dem Panamera S E-Hybrid: Auch im Geländewagen kommt die Kombination aus dem 333 PS starken V6-Kompressor und der E-Maschine mit 95 PS zum Einsatz.

Mit vereinten Kräften kommen die beiden Motoren auf eine Systemleistung von 416 PS, beschleunigen den Cayenne in 5,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und ermöglichen ein Spitzentempo von 243 km/h. Und wenn der Stromer allein das Sagen hat, ist der Cayenne bis zu 125 km/h schnell. Den Saft bezieht er aus einem 10,9 Kilowattstunden (kWh) großen Lithium-Ionen-Akku.

Das Design des Cayenne wurde nur dezent aufgefrischt. Im Innenraum gibt es ein neues Multifunktionslenkrad, und die elektrische Heckklappe wird nun serienmäßig eingebaut. Insgesamt lässt sich Porsche die Modellpflege teuer bezahlen: Die Preise für die konventionellen Motorvarianten – die alle mehr Power haben und gleichzeitig weniger verbrauchen – steigen um bis zu 5000 Euro, sodass der Diesel als günstigstes Modell mit 66.260 Euro und der Turbo mit 128.378 Euro als teuerster Cayenne den Rahmen abstecken.

Nur beim Plug-in-Hybrid geben sich die Schwaben zurückhaltend: Weil der Erfolg des Teilzeitstromers Pflicht ist, damit Porsche die von der EU vorgegebenen CO2-Ziele erfüllen kann, senkt der Hersteller den Preis des Hybrids zur Ankurbelung des Absatzes trotz teurer Plug-in-Technik. Der noch aktuelle Hybrid ohne Steckdose steht derzeit mit 83.039 Euro in der Liste, der Neue wird für knapp 1000 Euro weniger zu haben sein.