Bilanz 2011

Hohe Benzinpreise verderben Autokäufern die Laune

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Klaus Lockschen

Foto: Daimler

Die deutschen Autohersteller blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Nur die Privatkunden bleiben als Kunden zögerlich. Wegen ständig steigender Treibstoffpreise.

Das Automobiljahr 2011wird ein Rekordjahr. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erwartet anhand der Zahlen der ersten elf Monate für das Gesamtjahr neue Bestwerte bei Export und Produktion.

Der Pkw-Inlandsmarkt wird 2011 nach Angaben von VDA-Präsident Matthias Wissmann mit 3,1 Millionen verkauften Autos um rund acht Prozent über dem Vorjahresabsatz und damit auf dem Niveau von 2007 und 2008 liegen. Besonders die Nachfrage nach Firmenwagen ist um rund 20 Prozent höher als im Vorjahr.

Bei privaten Käufern liegt die Steigerung wegen der Verunsicherung an den Finanzmärkten bei nur vier Prozent. Zur Zurückhaltung trugen auch die steigende Spritpreise bei. Nach einem Anstieg der Treibstoffkosten im Vorjahr um elf Prozent, legten Benzin und Diesel in den ersten zehn Monaten dieses Jahres um weitere zwölf Prozent zu.

Auch bei den Exporten meldet der Verband lebhafte Geschäfte. Mit 4,55 Millionen Pkw können die deutschen Autobauer sieben Prozent zulegen und damit ein Rekordergebnis verbuchen. Gegenüber dem Krisenjahr 2009 haben sich die Exporte damit um ein Drittel erhöht. Die Exportquote bei Pkw liegt bei 77 Prozent. Damit finden drei von vier in Deutschland produzierten Autos ihre Käufer im Ausland.

Ebenfalls einen neuen Höchststand verbucht der VDA in der Inlandsproduktion von Pkw. Mit gut 5,9 Millionen Einheiten bedeutet das ein Plus von sieben Prozent. Gegenüber 2009 ist die Produktion damit um eine Million Einheiten angestiegen.

Im Ausland haben deutsche Autobauer im laufenden Jahr rund sieben Millionen Pkw von den Bändern rollen lassen. Das ist ein Zuwachs um 15 Prozent. Insgesamt wird der Weltautomobilmarkt 2011 gut 65 Millionen Fahrzeuge aufnehmen. Davon wird Wissmann zufolge jedes fünfte Auto ein deutsches Markenzeichen tragen.