"Auto des Jahres 2011"

Elektro-Nissan siegt, SUV von Dacia wird Letzter

Ein Stromer hat die Wahl zum Auto des Jahres 2011 gewonnen. Den Wagen kann man aber noch lange nicht kaufen.

Bei der traditionsreichen Expertenwahl setzte sich der Nissan Leaf unter anderem gegen Alfa Romeo Giulietta, Citroen C3, Dacia Duster, Ford C-Max, Opel Meriva und Volvo S60 durch. Die internationale Jury würdigte vor allem die Tatsache, dass es der Leaf in vielen Bereichen mit konventionell angetriebenen Fahrzeugen aufnehmen kann. Zuletzt hatte der VW Polo die werbewirksame Auszeichnung erringen können. Der letzte Sieg eines asiatischen Herstellers datiert von 2005, als der Toyota Prius die Konkurrenz abhängte.

Der Werbeeffekt für den Nissan Leaf dürfte in Deutschland jedoch zunächst nur gering ausfallen. Denn vor Anfang 2012 kommt der kompakte und alltagstaugliche Fünfsitzer hierzulande nicht auf den Markt. Grund ist unter anderem das Fehlen von staatlichen Kaufanreizen. Nissan will zuerst die Märkte bedienen, auf denen derartige Regelungen existieren. Portugal und Irland erhalten den Leaf daher bereits Anfang 2011.

Der eigens und ausschließlich als Vollelektro-Auto entwickelte Leaf wird von einem 109 PS starken Elektromotor angetrieben. Die Lithium-Ionen-Batterie soll eine Reichweite von 175 Kilometern erlauben. Das 4,45 Meter lange Fahrzeug beschleunigt in 11,3 Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis auf maximal 140 km/h. Anders als der gerade auf den Markt gekommene Mitsubishi i-MiEV und seine französischen Schwestermodelle Peugeot iOn und Citroen C-Zero ist der Leaf kein Kleinwagen, sondern ein Kompaktauto mit drei Sitzplätzen hinten und 330 Liter Kofferraumvolumen. Die Preise in Deutschland werden voraussichtlich bei rund 35.000 Euro liegen.