Automesse

Essen Motor Show – Pilgerstätte der PS-Verrückten

Sie blickt zurück auf eine 40-jährige Geschichte und ist nach der IAA die populärste Automesse in Deutschland: Die Essen Motor Show präsentiert sich zwar im Jahr von Autokrise und Abwrackprämie etwas geschrumpft. Trotzdem bleibt sie ein Mekka für Tuner und Sammler, Bastler und Biker.

Eine abgespeckte Messefläche und ein leicht gesunkener Eintrittspreis: Auch an Deutschlands größter Messe für Auto- und Motorradspezialisten geht die schwierige wirtschaftliche Lage nicht spurlos vorüber.

Trotzdem gibt sich der Veranstalter Messe Essen optimistisch: „Wir haben das Angebot auf einer Fläche von knapp 80.000 Quadratmetern komprimiert und neu strukturiert, sodass unsere Besucher wie bisher intensiv und hautnah das ‚Erlebnis Auto‘ genießen können“, sagt Geschäftsführer Frank Thorwirth und hofft, an die Besucherzahlen der beiden Vorjahre (rund 350.000) anknüpfen zu können. Dieses Erlebnis fächert sich in Essen in viele automobilistische Teilbereiche auf.

Tuning, Oldtimer, Motorsport und Showcars gehören traditionell zum Programm. Dabei gibt man sich in diesem Jahr etwas konservativ und besinnt sich auf die Geschichte der Show, die 1968 als internationale Sport- und Rennwagenausstellung ins Leben gerufen wurde.

Dafür wurde die Motorsport-Arena samt Tribüne vergrößert und bietet nun auf dem Indoor-Rennkurs Trainings, Testfahrten und Rennen wie die „Drift Challenge“, bei der der beste Kurvenfahrer gekürt wird und Besucher als Beifahrer ihre Abenteuerlust befriedigen können. Auch die „Boxengasse“ wurde erweitert und beherbergt über 30 Rennclubs und -verbände, Rennstrecken und Motorsport-Veranstalter.

Hersteller, Tuner, Erstausrüster und Händler präsentieren ihre Trends und Neuheiten vom Reifen bis zu Car-Multimedia. Für Sammler-Automobile und Automobilsammler ist Essen seit jeher Forum und Markt zugleich – inklusive Oldtimer-Ersatzteilen und -Zubehör.

Elf deutsche Universitäten präsentieren in diesem Jahr die von ihren Studenten für den internationalen Wettbewerb „Formula Student“ gebauten Formel-Rennwagen: Prototypen, deren Konstruktion und Gesamtkonzept speziell auf den nicht-professionellen Wochenend-Rennfahrer zugeschnitten sind. Dazu passend zeigen Designstudios und die Design-Abteilungen der Automobilhersteller ihre jüngsten Designstudien.

Der „Dream-Car-Boulevard“ ist fest in italienischer Hand: Renn-Boliden, exklusive Straßen-Sportwagen und Prototypen werden in der Sonderschau „Mythos Ferrari gezeigt. Besonderes Highlight ist der 365 Pininfarina Berlinetta Special aus dem Jahr 1967

Premiere feiert in diesem Jahr die „Speed Bike Show“ im neuen Motorrad-Pavillon, wo schwer amerikanisch geprägt Superbikes, Chopper, Zweirad-Klassiker und Scooter gezeigt werden. Mehr US-Flair werden neben der Sonderausstellung von Hot Rods, hochgetunten amerikanischen Autos der 30er und 40er Jahre, auch Dragster, die ultraschnellen Viertelmeilensprinter, und unikate, handgefertigte Show-Bikes verbreiten

Die Essen Motor Show beginnt am 27. November (Preview-Tag, Eintritt: 25 Euro) und dauert bis zum 6. Dezember (Tagesticket:15 Euro). Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr.