Luxusklasse

Maserati Gran Cabrio – ein Maßanzug in XXL

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Fast zehn Jahre ist es her, dass Maserati ein neues Cabrio auf den Markt gebracht hat. Nun aber kommt ein Freiluftfreund, dessen Besonderheit schon im Namen steckt. Denn nicht das elegante Design oder der Achtzylinder unter der Haube sind seine Hauptmerkmale, sondern schlicht seine Dimensionen.

Seit 1950 baut die italienische Fiat-Tochter Maserati rassige Cabriolets. Alle trugen bislang die Bezeichnung Spider und standen für italienischen Lebensstil und Sportlichkeit – und alle waren klassische Zweisitzer mit meist dürftiger Hinterbank für etwaige Fondsinsassen. Das wird sich nun mit dem neuen Gran Cabrio ändern. Mit 4,88 Meter Länge und einem Radstand von fast drei Metern bietet es genügend Platz für vier vollwertige Sitze und ist eines der längsten Cabrios überhaupt.

Für die Eleganz des Lulatsch hat einmal mehr Italiens Design-Ikone Pininfarina gesorgt und dem gediegenen Sportwagen einen weit aufgerissenen Kühlergrill-Schlund, gewölbte Kotflügel und aggressiv blickende Scheinwerfer verpasst.

Der Achtzylinder wird von einem 4,7-Liter-Motor mit 440 PS angetrieben. Der große Radstand soll zudem für gute Straßenlage und Stabilität des Autos sorgen, das trotz Motorhaube und Querstreben aus Aluminium fast 1,9 Tonnen wiegt.

Die Hauptlast ruht beim Gran Cabrio auf der Hinterachse, was das Fahrverhalten verbessern soll. Für Sicherheit sorgen der hydraulische Brems-Assistent sowie Überrollbügel hinter den Rücksitzen, die bei Bedarf ausgefahren werden.

Das Stoffdach mit dreilagiger Baumwoll-Abdeckung öffnet sich in 28 Sekunden, bis zu einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern auch während der Fahrt. Dabei soll das Material selbst dem Ganzjahreseinsatz trotzen.

Wer zur Höchstgeschwindigkeit beschleunigt, sollte die Leinwand allerdings besser ausfahren. 283 Stundenkilometer schafft das Gran Cabrio bei geschlossenem Verdeck, von 0 auf 100 benötigt es 5,4 Sekunden.

Der Neue steht übrigens in einer langen Tradition. Urvater mit Verdeck war der A6G Frua Spyder von 1950, berühmtester älter Bruder der 1968er A6G Ghibli Spyder. Ab Februar steht nun das jüngste Familienmitglied beim Händler. Der Preis beginnt bei nicht unbescheidenen 132.770 Euro.

( mv )