Kommentar

Die Berliner Parks sind bei der BSR in guten Händen

Es spricht nichts dagegen, weitere Parks in die Hände der BSR zu legen, um sie attraktiv zu erhalten, kommentiert Jens Anker.

Foto: dpa/Jörg Krauthöfer/BM Montage

Berlin. Gerade in Pandemie-Zeiten, in denen ein Spaziergang oft die einzige Abwechslung vom häuslichen Alltag darstellt, zeichnet es sich aus, dass Berlin eine grüne Stadt ist. Kaum eine Metropole verfügt über so viele Grünflächen und Parks, in denen es sich erholen lässt.

Doch leider würdigen die Nutzer diesen Umstand nicht immer entsprechend. Müllberge ragen mancherorts bereits am frühen Nachmittag neben den überfüllten Papierkörben in den Himmel. Es war eine gute und richtige Entscheidung, vor fünf Jahren damit zu beginnen, das Säubern der Parks in die Hände der Berliner Stadtreinigung (BSR) zu geben, die ja ohnehin in Sachen Reinigung fast rund um die Uhr in der ganzen Stadt unterwegs ist. 79 Grünflächen sind es künftig.

Die Stadtreinigung kann nach lauen Sommerabenden flexibel mehr Personal in die vermüllten Parks schicken, im Winter dafür weniger. In den Bezirken war es leider häufig üblich, das eigentlich für die Parks vorgesehene Geld für andere, vermeintlich dringende Aufgaben zu nutzen. Die Verwaltungen erhalten vom Land sogenannte Globalsummen, in denen zwar auch Mittel für die Reinigung der Grünanlagen enthalten waren, aber eben nicht zweckgebunden.

Das ist mit der BSR als Ansprechpartner anders. Hier ist klar geregelt, welche Aufgaben sie genau zu erfüllen hat. Der Aufwand lohnt sich. Umfragen unter Parknutzern haben gezeigt, dass sich die Zufriedenheit mit den von der BSR gereinigten Parks deutlich verbessert, an manchen Orten hat sie sich sogar verdoppelt. Es spricht also nichts dagegen, mittelfristig weitere Parks in die Hände der BSR zu legen, um die Grünanlagen attraktiv und lebenswert zu erhalten. Eines sollte man allerdings dabei nicht vergessen: Der Steuerzahler kommt nun für die Reinigung auf – mit zusätzlich 14 Millionen Euro.

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