City West

Die Veränderungen am Kudamm sind bitter nötig

In Zeiten des Online-Shoppings müssen sich Einkaufsstraßen etwas einfallen lassen, meint Jens Anker.

Jens Anker

Jens Anker

Foto: Reto Klar

Noch bestehen viele Baustellen und Planungen, aber es wird immer sichtbarer: Der Kurfürstendamm und die City West stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Das ist auch bitter nötig. In Zeiten, in denen der Einzelhandel immer mehr im Internet stattfindet, müssen sich die Einkaufsstraßen etwas einfallen lassen, um weiter die Kunden in großer Zahl anzulocken. Das gilt auch für Berlins erfolgreichste Einkaufsstraße, den Kurfürstendamm samt Tauentzien.

Ob neue Geschäftshäuser oder eine Umgestaltung des Mittelstreifens, vielleicht sogar die Einrichtung einer Fußgängerzone – alle Ideen sind willkommen. Dazu gehört auch der Plan des Bezirksbürgermeisters von Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinhard Naumann, einen kostenlosen Shuttle-Bus-Verkehr zwischen Wittenbergplatz und Halensee einzurichten. So könnten Besucher der City West bequem von einem zum anderen Ende der Einkaufsstraße fahren und an verschiedenen Stellen ein- oder aussteigen. Wie immer in solchen Fällen hängt die Realisierung an der Finanzierung.

Der Kurfürstendamm ist auf dem richtigen Weg

Aber mit dem neu eingerichteten Business Improvement District (BID) am Kurfürstendamm wäre dafür ein erster Ansatzpunkt gefunden. Acht Millionen Euro stehen dem Projekt für fünf Jahre zur Verfügung, im Erfolgsfall kann es verlängert werden. Für die BVG sollte das Betreiben dieser Shopping-Linie kein Problem darstellen – vorausgesetzt, jemand bezahlt dafür.

Schon jetzt sind erste Veränderungen sichtbar. Am Standort des alten KaDeWe-Parkhauses entsteht ein Geschäftshaus, in dem künftig Internethändler ihre Waren analog anbieten werden, und das Kudamm-Karree erfindet sich nach Jahren des Stillstands neu. Dazu kommen die Umbaupläne für Karstadt und den Hardenbergplatz. Der Wandel ist in vollem Gang – und der Kurfürstendamm auf dem richtigen Weg.

Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann.