Kommentar

Schluss mit dem Flickwerk am Dreieck Funkturm

Das Dreieck Funkturm muss möglichst bald saniert werden, schreibt Carolin Brühl. Die Autobahn ist so nicht mehr zeitgemäß.

Mit dem Flickwerk am Funkturm muss es ein Ende haben, meint Carolin Brühl

Mit dem Flickwerk am Funkturm muss es ein Ende haben, meint Carolin Brühl

Foto: Amin Akthar; Reto Klar (Montage)

Dass die Sanierung des Autobahndreiecks Funkturm in Angriff genommen werden muss, daran besteht für niemanden ein Zweifel, der mehr als einmal unversehens in einer Tankstelle statt auf der Autobahnauffahrt gelandet ist. Der Knotenpunkt mag in den 60er-Jahren einmal modern gewesen sein, als ihn noch 20.000 Autos täglich frequentierten, heute, wo ihn täglich weit mehr als 200.000 Fahrzeuge passieren, ist er es nicht mehr. Er ist unübersichtlich, die kurzen Abfahrten bergen zu viele Gefahren – die ganze Konstruktion ist schlicht verschlissen.

Die Umbauarbeiten will der Autobahn-Projektentwickler Deges bei vollem Betrieb durchführen. Das ist ein sportliches Vorhaben, und es wird über viele Jahre für Behinderungen sorgen. Aber wer den Knotenpunkt nutzt, muss zugeben, dass es schon seit Jahren Engpässe gibt, wo geflickt wird, was eigentlich kaum noch zu flicken ist.

Dennoch ist es gut, dass die Deges allen Betroffenen und Beteiligten umfangreiche Beteiligungsmöglichkeiten in Informationsveranstaltungen und sogenannten Themenworkshops anbietet. Das kostet Zeit. Noch besser wird es sein, wenn berechtigte Wünsche, dann auch tatsächlich in die Entwürfe einfließen würden. Das schafft Vertrauen und fördert die Bereitschaft die Belastungen hinzunehmen.

Doch die Deges ist nicht der einzige Spieler auf diesem Feld. Auch Bezirk und Senat wollen mitreden. Wenn es sich aber bewahrheitet, dass die Senatsbauverwaltung die neue Autobahnzufahrt Messedamm mit einer Brücke entwickeln möchte, um das alte Güterbahnhofsgelände zu erschließen, wäre das ein schlimmer Schlag für die ohnehin schon belastete Siedlung Eichkamp. Dann könnten mehr Sicherheit und Übersicht auf dem Autobahndreieck Funkturm noch lange auf sich warten lassen.