Nachwuchs im Tierpark

Berlin drückt die Daumen für das Eisbärenbaby

Das sechs Tage alte Eisbärenbaby im Berliner Tierpark ist weiter wohlauf.

Das Eisbärenbaby ist weiter wohlauf

Das Eisbärenbaby ist weiter wohlauf

Foto: © 2018 Tierpark Berlin

Berlin. Schlafen, schnarchen, aufwachen, strecken, schreien – der kleine Eisbär setzt seine Forderungen nach Milch lautstark durch. Das ist auf den neuen Bildern aus der Wurfhöhle zu sehen. Mittlerweile hat das Jungtier eine richtige Fangemeinde in der Stadt. Jetzt können nicht nur die Tierpark-Mitarbeiter an ihren Handys und Laptops live bei Eisbärenmutter Tonja und Minibären dabei sein. Die Videos mit Bildern aus der Wurfhöhle sind auch in den sozialen Netzwerken vom Tierpark zu sehen.

Die Bilder haben eine Welle der Sympathie und Begeisterung ausgelöst. „Ich drücke ganz doll die Daumen“ – ist einer der häufigsten Kommentare und „hoffentlich geht diesmal alles gut“. Auch das Entzücken über das „kleine süße Fellbüschel“, den „Winzling“ und das „Würmchen“ ist groß. Bei so vielen guten Wünschen sollte eigentlich nichts mehr schief gehen. Optimistisch sind auch am Donnerstag die Neuigkeiten aus dem Tierpark.

Zwar sei das Eisbären-Jungtier noch taub und blind, aber einen ordentlichen Appetit habe das sechs Tage alte Tier. Die meiste Zeit des Tages verbringe der Nachwuchs „dicht in Mutter Tonjas wärmendes Fell gekuschelt“, so Maximilian Jäger, Mitarbeiter der Pressestelle von Zoo und Tierpark.

Dabei komme glücklicherweise das Trinken nicht zu kurz. Dank neuer Kameratechnik sei es den Experten möglich, mit einer Zoom-Funktion das Trinkverhalten des Nachwuchses genau zu kontrollieren. „Bisher sind wir mit der Entwicklung sehr zufrieden“, ergänzt Eisbären-Kurator Florian Sicks. Tonja kümmere sich, wie auch in den vergangenen Jahren, hervorragend um ihren Nachwuchs.

Der sieben Jahre alte Eisbären-Vater Wolodja kriegt von all dem nichts mit. Er ist bereits im Sommer in den Zoo gezogen, damit Tonja größtmögliche Ruhe bei der Aufzucht hat. Auch im natürlichen Lebensraum leben Eisbären als Einzelgänger und die Männchen sind nicht in die Aufzucht der Jungtiere beteiligt. Bis zum Frühjahr bleiben Mutter und Kind in der Wurfhöhle und sind für Besucher nicht zu sehen.

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