"Öko-Test"

Heißklebepistolen eignen sich nur für kleine Flächen

Heißklebepistolen gelten als effektive Hilfsmittel - allerdings nicht immer. Bei großen Flächen ist ihr Nutzen gering, wie ein neuer Test ergeben hat. Außerdem weisen die meisten Produkte mindestens einen Mangel auf.

Schmelzkleber aus der Heißklebepistole setzt man am besten für punktuelle Verbindungen ein.

Schmelzkleber aus der Heißklebepistole setzt man am besten für punktuelle Verbindungen ein.

Foto: dpa

Köln. Man kann es ahnen: Mit Heißklebepistolen lassen sich gut punktuelle und kleinflächige Verbindungen herstellen. Aber für größere Flächen sind sie ungeeignet.

Der Schmelzkleber trocknet einfach zu schnell. Das bestätigten die Ergebnisse aller acht aktuell getesteten Produkte der Zeitschrift "Öko-Test" (Ausgabe 2/2018). Der Rat der Tester: Glatte Oberflächen leicht anschleifen, dann haftet der Kleber besser.

Die Bewertungen für die Klebefestigkeit waren durchwachsen, und alle Produkte zeigten mindestens eine Auffälligkeit oder einen Mangel. So ziehen viele Kleber Fäden oder sind für Styropor ungeeignet. Teils wird auch das Gehäuse sehr heiß.

Die in der Regel aus dem Kunststoff Ethylen-Vinylacetat bestehenden Klebestoffe sind lösemittelfrei. Das Testlabor bestätigte, dass von der Stichprobe keine bedenklichen Stoffe freigesetzt werden.

Dennoch rät "Öko-Test" zum guten Lüften, da es bei intensivem Gebrauch kurzzeitig zu einer hohen Belastung mit flüchtigen organischen Verbindungen im Raum kommen kann. Diese werden bei hohen Temperaturen aus den Klebestoffen freigesetzt. Empfindliche Menschen könnten daraufhin Unwohlsein verspüren. Als intensiven Gebrauch werten die Tester einen Verbrauch von 40 Gramm Kleber in zwei bis drei Minuten.

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