Morgenpost-Menü

„La Banca“ lädt im Juni zum Morgenpost-Menü

Jörg Behrend und sein Team laden zum Morgenpost-Menü im Juni ins „La Banca“ des „Hotel de Rome“ ein.

La Banca-Chefkoch Joerg Behrendt und Restaurant-Manager Torsten Wirth freuen sich auf ihre Gäste.

La Banca-Chefkoch Joerg Behrendt und Restaurant-Manager Torsten Wirth freuen sich auf ihre Gäste.

Foto: Amin Akhtar

Das sei ein ganz besonderer Platz, sagt Torsten Wirth. Der Restaurantleiter wiegt den Kopf und zieht die Augenbrauen in die Höhe. „Genau dort, wo Sie jetzt sitzen, da hat der George Clooney gesessen.“ „Nein, das war doch einen Tisch weiter, oder?“, fragt Direktor Peter Kienast, der neben ihm steht. „Nein, nein, ich muss es wissen, ich habe ihn schließlich bedient“, sagt Torsten Wirth. Nun nickt er heftig. „Ich hab ihn gar nicht gesehen“, sagt Jörg Behrend, der aus der Küche zum Tisch getreten ist und von Kienast fragend angesehen wird. „Ist mir aber auch egal.“ Schmecken müsse es. Wirth murmelt noch etwas von Jennifer Lawrence, auch Josh Brolin sei doch da gewesen und der Dépardieu, nein, wie nett doch auch dieser gewesen sei, dann verschwindet er in Richtung Weinregal.

Jörg Behrend ist seit 2009 für die Küche des „La Banca“ zuständig. Nachdem der heute 49-Jährige 2004 von den „St. Georgstuben“ in Limburg über das „Louis C. Jacob“ in Hamburg nach Berlin ins „Schlosshotel im Grunewald“ gekommen war, arbeitete er unter anderem für Roland Mary im „San Nicci“. 2006 wurde er als „Aufsteiger des Jahres“ bei den Berliner Meisterköchen ausgezeichnet. Zum Morgenpost-Menü hat er bereits mehrfach geladen, zuletzt im Januar 2015.

„Dieses Mal starten wir mit einem frischen Gang, ganz leicht, ganz sommerlich“, sagt Behrend und serviert den ersten Teller: Ceviche von der Lachsforelle mit Wassermelone und Szechuan-Pfeffer. Ein wenig weißes Puder liegt zusätzlich zur Creme von Cantaloupe auf der Platte. Stärke von der Yamswurzel, die den Pfeffer zu einer blumig-scharfen Komponente bindet, und die hervorragend zur in Ingwer und Minze eingelegten Wassermelone sowie dem frischen Fisch aus der Island-Region passt. Ein gelungener Start für den Monat des Sommerbeginns. Dazu reicht Torsten Wirth einen Prosecco Casa Gheller, ebenfalls leicht und frisch, spritzig-goldgelb – und direkt aus Venetien.

Tiefe und Wärme serviert Torsten Wirth zum zweiten Gang im Glas. Einen 2015er Riesling 50° feinherb von Schloss Johannisberg, der aus einer Lage auf dem 50. Längengrad stammt. „Das ist der nördlichste Zipfel, auf dem sich Riesling anbauen lässt“, sagt Torsten Wirth. Das von Jörg Behrend flach angerichtete Risotto von Spargel, Fontinakäse und Räucherbutter schmeckt wie ein Besuch auf dem Spargelhof: Die mit dem Mozzarella geräucherte Butter sorgt für einen Geschmack von geräuchertem Schinken, dazu gibt es knackige Spargelspitzen und ein perfekt sämiges Risotto.

„Das hat jetzt Bums“, sagt Jörg Behrend, und serviert im Anschluss den Hauptgang. Flanksteak, Zweierlei von Favabohnen und Kartoffelstäbchen zu einem rubinroten Nero d’Avola Branciforti 2014. Ein kräftiger Wein muss es auch sein, Sauce und Creme haben es in sich. „Pfeffer und Oregano, ist für Cowboys“, sagt Jörg Behrend. Bevor er das Dessert, fruchtiges Erdbeer-Tiramisu mit Arabica-Kaffee-Sorbet zum Moscato d’Asti Prunotto aus 2015 zubereitet, hat er sich nach dem Hauptgang noch einen Käsegang überlegt. Büffeljoghurt, Aubergine, Schokolade, serviert im Glas und abgerundet mit gerösteter Orange und Anis. „Mit dem Löffel die Schokoladenkugel zerschlagen und alles zermatschen“, rät Torsten Wirth und schenkt einen 2015er Gewürztraminer „S“ von Bassermann-Jordan ein. Exotisch und tief nach Pfirsich schmeckt der Wein zur 86-Prozent-Kakao-Schokolade mit Gemüsekern. So anders, so gut, von der Amalfiküste hat sich Behrend bei diesem Gang inspirieren lassen. Dort wird die gleiche Speise zubereitet, jedoch mit Ricotta statt Büffeljoghurt versehen. Leicht salzig, mit Bitternoten, herrlich cremig und knackig zugleich schmeckt das Gericht. „Ein Männergang“, wie Wirth, Kienast und Behrend feststellen.

Sie nicken. Ob sie diesen dem Clooney auch serviert hätten? Wie habe er sich verhalten, bei seinem „La Banca“-Besuch zur Berlinale? „Sehr, sehr nett“, sagt Torsten Wirth, „lustig und entspannt.“ „Ja, fast zu nett“, sagt Peter Kienast. „Die Damen waren geflasht – und ich ziemlich neidisch.“ Einen Salat und einen Linsenburger habe er gegessen, sagt Jörg Behrend. „Und getrunken hat er nicht mal ‘nen Espresso.“ Da freut sich der Küchenchef, den Morgenpost-Menü-Gästen etwas ganz Besonderes servieren zu können.

So können Sie teilnehmen:

Das Menü Fünf Gänge und fünf Weine sowie eine Kaffeespezialität nach Wahl gibt es zum Preis von 69,90 Euro vom 1. bis einschließlich 31. Juni 2016 im Restaurant „La Banca“ des „Hotel de Rome“ an der Behrenstraße 37 in Mitte. Zu reservieren mit dem Stichwort „Morgenpost-Menü“ und nur, solange die Plätze reichen, unter Tel.: 46 06 09 12 01. Buchbar täglich ab 18 Uhr sowie sonnabends und sonntags zusätzlich ab 12 Uhr.

Der Gewinn Wir verlosen drei mal zwei Morgenpost-Menüs bei „AboExklusiv“ am 5. und am 19. Juni 2016.