Jubiläum

50 Jahre Minirock - auf den Spuren einer Legende

Er gehört zu den Lieblingsstücken im weiblichen Kleiderschrank: Der Modeklassiker Minirock wird 50.

Es gib ihn mit und ohne Muster, in schwarz oder knalligen Farben, oft in Jeans oder griffigem Baumwollstoff und immer unverschämt kurz: der Minirock. Als die britische Modedesignerin Mary Quant Anfang der 60er-Jahre für die Frauen und Mädchen auf Londons Straßen die ersten Stücke schneiderte, sah die weibliche Welt noch anders aus.

Die Emanzipation schwappte kaum über den Tellerrand. Wer den Modetrend seiner langen Schwester, dem Maxirock, vorzog, setzte damit ein Zeichen für politische und persönliche Freiheit.

Neue Weiblichkeit durch Beinfreiheit

So galt der Mini vorerst als Mittel zum gesellschaftspolitischen Zweck: Man wollte die „neue Weiblichkeit“ durch neue Beinfreiheit unterstreichen und so die gesellschaftlichen Zwänge und Fesseln auch im Kopf lösen. 1962 stellte das Modemagazin „Vogue“ erstmals einen Minirock vor. Bald danach flanierten Models mit dem Hingucker über die Laufstege.

Innerhalb weniger Jahre wurde das Stück Stoff zum Symbol eines neuen weiblichen Selbstbewusstseins - und für viele Frauen wie das britische Magermodel Twiggy oder Brigitte Bardot zum Markenzeichen.

Die britische Queen zeichnete Mary Quant 1966 für ihre revolutionäre Erfindung sogar mit dem britischen Verdienstorden aus.

In der Kürze liegt die Würze

Ursprünglich sollte das Kleidungsstück nicht sieben Zentimeter über Kniehöhe überschreiten. Heute beschreibt das Motto „In der Kürze liegt die Würze“ die Selbstverständlichkeit und Sinnlichkeit des Minirocks.

Inspiriert durch die Vergangenheit und die unterschiedlichen Designer erlebt der Mini immer wieder seine Renaissance. Sogar Bücher werden über ihn geschrieben. So berichtet Autorin Bianca Lang in ihrem Buch „Der Minirock“ über die tiefgründige Bedeutung und Geschichte des Kleidungsstückes.