Essen

Sieben schräge Fakten zum "Welttag der italienischen Küche"

Pizzalieferservice ins All und Spaghetti aus China: Wir haben ungewöhnliche Fakten zu Margherita, Carbonara und Co. gesammelt.

Die Kunst des neapolitanischen Pizzabäckers ist von der Unseco in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden

Die Kunst des neapolitanischen Pizzabäckers ist von der Unseco in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden

Foto: dpa

Am Mittwoch (17. Januar) ist "Welttag der italienischen Küche". Die ist in Deutschland außerordentlich beliebt - in einer Forsa-Umfrage 2012 gab gar die Mehrheit der Befragten die italienische Küche als ihre kulinarische Lieblingsrichtung aus - damit rangierte sie sogar vor der landeseigenen deutschen. Als der Online-Bestellservice "Lieferheld" zwei Jahre später nach den häufigsten Lieferessen fragte, ging die Pizza als klarer Gewinner hervor.

Anlässlich des "Welttags" haben wir sieben schräge Fakten zu Pizza und Pasta gesammelt:

1. Es gab schon eine Pizzalieferung ins All

Nach fast einem Jahr intensiver Zusammenarbeit mit russischen Weltraum-Ernährungsforschern schickte Pizza Hut im Jahr 2001 die erste Salami-Pizza ins All. Diese war speziell dafür ausgelegt, den physischen Bedingungen während des Transports in Weltall standzuhalten. Genießen durften diese spezielle Kreation die Astronauten auf der Raumstation ISS.

2. Die Tomatensauce kam erst spät zu Nudeln

Auch wenn die Menschheit bereits großer Fan der Pasta war (das erste bestätigte Pasta-Rezept wurde um das Jahr 1000 nach Christus in einem Sizilianischen Kochbuch verewigt) – die klassische Italo-Kombi mit Tomatensauce konnte erst im 16. Jahrhundert ihren Siegeszug antreten. Davor war die Tomate in Europa nämlich noch unbekannt – erst die spanischen Eroberer brachten die Pflanze aus Mexiko nach Europa.

3. Vielseitige Nudel

Nach Angaben der "National Pasta Association" soll es weltweit rund 600 Formen und Arten von Nudeln geben.

4. Die Amerikaner lieben die Pizza ganz besonders

Auch wenn das Heimatland der runden Köstlichkeit in Europa liegt: Die wohl größten Pizza-Liebhaber sind die USA: Sie haben der Pizza nicht nur einen Tag, sondern gleich einen ganzen Monat gewidmet. Seit 1987 ist der Oktober eingetragener Pizza-Monat. Ungefähr drei Milliarden Pizzas werden jedes Jahr in den Vereinigten Staaten verkauft. Hinzu kommt eine weitere Milliarde Tiefkühlpizzas. So viel wie nirgendwo sonst.

5. Pasta macht glücklich

Tatsächlich, Pasta macht glücklich. Und nicht nur im übertragenen Sinn: Die Kohlenhydrate in Nudeln erhöhen die körpereigene Produktion von Serotonin. Dieser Neurotransmitter löst Gefühle von Glück und Wohlbefinden aus.

6. Leckeres Weltkulturerbe

Mehrere Praktiken der italienischen Regionalküche werden in der Liste der Unesco als „Immaterielles Kulturerbe“ geführt. Seit 2017 gehört auch das neapolitanische "Pizzaiuolo", die Kunst der Pizzabäcker aus Neapel, dazu.

7. Die Nudel kommt aus China

Ein Fakt, den die Italiener wohl nicht allzu gerne hören: Der älteste Fund einer Nudelspeise wurde nicht bei Ausgrabungen in Italien gemacht – sondern in China. 2005 entdeckten Forscher einen etwa 4000 Jahre alten Topf, in dem sich konservierte Rückstände von Nudeln befanden, die in ihrer ursprünglichen Form der heutigen Spaghetti vermutlich sehr ähnlich waren.