Fahruntersätze

Das sind die neuen Funsport-Fahrzeuge

Monsterroller, Sommerrodel, Skorpion-Skates: Mit den neuen Trendsport-Geräten für unwegsames Gelände kann jeder gefahrlos vom Weg abkommen.

Kaum ist der Schnee geschmolzen, holen Fun-Sportler ganz seltsame, neuartige Fahruntersätze aus dem Keller – oder erstehen sie jetzt in den Fachgeschäften. Mit ihnen kann man recht komfortabel im Sitzen oder recht wackelig im Stehen auf Touren kommen – und abseits von Straßen und eingeebneter Pisten die Berge hinunterjagen oder durch Wald und Flur rollen. Die neuen Vehikel haben gemeinsam, dass Unebenheiten der Pisten ausgeglichen werden. Dafür sorgen eine besonders gute Bereifung oder Federung oder aber eine besonders „gelenkige“ Bauweise, die flexibel auf Stock und Stein reagiert, ohne dass etwas zu Bruch geht.

Zu den bequemeren Fahrgestellen gehören Gokarts mit Ballonreifen, zum Beispiel Stanley Rider. Die voluminösen Reifen schlucken fast jede Unebenheit. Die Steuerung stammt aus dem Leichtflugzeug-Sport und ist narrensicher: Sie erfolgt ganz einfach über ein Fußpedal.

Schon ein wenig robuster geht es mit den Sbykes zu. Sie sind von vorn betrachtet eher Fahrrad, das Heck erinnert hingegen eher an ein Skateboard. Der Fahrer hat einen sicheren Stand und kann gleichzeitig über den Lenker das Fahrzeug recht flott durchs Gelände steuern, zumal das Kugellager bis zu 50 Grad flexibel ist.

Ebenfalls leicht und beweglich ist der Skyver-Roller, der auf Flachstrecken wie ein herkömmlicher Tretroller gefahren wird. Bei Abfahrten steht der Fahrer auf zwei seitlich ausklappbaren Trittflächen, die je nach benötigter Bodenfreiheit höhenverstellbar sind. Stehen müssen Fahrer auch auf den wuchtigen Monsterrollern, die immerhin knapp 20 Kilogramm wiegen und auch für wenig Risikobereite geeignet sind: Die breiten Reifen halten den Roller auch bei größeren Hindernissen auf der Wegstrecke ruhig. Ein wenig mehr Geschick sollten Fahrer von Skikes aufbringen. Geübte können damit auch abseits der Straße bergab fahren. Über eine Bremse, die der Fahrer in der Hand hält, lässt sich die Geschwindigkeit regulieren. Beim Rollen über 1,5 Zentimeter dicke Äste soll der Fahrer keine Unebenheit spüren, verspricht der Hersteller.

Besonders beliebt und vielfältig ist das Angebot an fahrbaren Offroad-Untersätzen, deren Grundmodell ein Skateboard ist. Unerschrockene Fahrer können damit gut 70 Kilometer pro Stunde erreichen. Vor allem mit rutschigem Rasen und Schotterpisten soll das Rockboard Descender klarkommen: Die gummierten Laufflächen unter dem knapp 80 Zentimeter langen Brett kommen nur bei sehr steilem Anstellwinkel ins Rutschen. Wer es noch wackeliger mag, für den gibt es die Skorpion Skates. Sie sind nichts anderes als mit vier Pneus ausgestattete Rollschuhe, mit denen Fahrer durchs Gelände brettern können sollen.

Wie das allerdings Wanderer und Spaziergänger finden, steht auf einem anderen Blatt. Die sind oft schon von Mountain Bikern gehörig genervt.

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