Golfgeflüster

Sterneküche nach der Runde

Beim Euref-Cup in Wannsee stehen Thomas Kammeier, Josef Eder und Thomas Kurt an den Grillstationen für die Golfer.

Thomas Kurt, Thomas Kammeier, Reinhard Müller und Josef Eder (v.l.)

Thomas Kurt, Thomas Kammeier, Reinhard Müller und Josef Eder (v.l.)

Foto: Petra Götze

Fragt man Golfer nach einem Turnier, wie denn die Runde war, fängt regelmäßig das große Wehklagen an – über die knapp am Loch vorbeigeschobenen Putts, die verzogenen Drives oder die misslungenen kurzen Schläge.

Das große Jammern über das Spiel

Für diese übliche Jammerei hat Reinhard Müller, begeisterter Golfer und Gründer des Euref-Technologie-Campus in Schöneberg, eigens Beileidskarten drucken lassen, die er mit großer Freude überreicht. Darauf steht: „Noch nie zuvor habe ich von einem so unglaublichen Missgeschick auf einem Golfplatz gehört. Bitte nehmen Sie den Ausdruck meines tiefen Mitgefühls entgegen.“ Spätestens dann ist Schluss mit dem Golf-Gejammer. Dazu bestand bei seinem Euref-Cup im Golfclub Wannsee auch überhaupt kein Grund – egal wie gut oder schlecht das eigene Spiel war.

Gourmet Verpflegung am Halfway-Haus

Denn nach dem vorgabewirksamen Wettspiel wartete auf die Teilnehmer darunter Klaus Wowereit, Vattenfall-Chef Tuomo-Hatakka und Dehoga-Ehrenpräsident Willy Weiland ein Gourmet-Barbecue unter freiem Himmel. Am Halfway-Haus servierten Meisterkoch Thomas Kammeier und seine Freunde und Kollegen Josef Eder und Thomas Kurt köstliche Fleischspezialitäten vom Grill, von Mr. Hai gab es frischen Lachs und zum Nachtisch das in Spandau CO2-neutral produzierte Florida Eis.

Preis der Goldenen Mitte

Auch das bei Turnieren übliche Umziehen und Aufbrezeln entfiel zur Freude der Gäste. Gastgeber Müller hatte als Teegeschenk weiße und dunkelgraue Polohemden ausgegeben, die alle Teilnehmer brav anzogen.

Die Sieger wurden an langen Tischen mit Champagner gefeiert, wobei es nicht nur Preise für die sehr guten Golfer, die Immobilienmakler Alexander Behrendt, Andreas Cramer und Sushi-Meister Van Hai Tran gab, sondern auch für durchschnittliche Spieler. „Damit nicht immer nur die Besten belohnt werden“, meinte Reinhard Müller.

Der Preis der Goldenen Mitte ging an Helga Pippert und Hans Richard Schmitz. Den größten Applaus gab es für das exzellente Essen und den heimlichen Sieger des Turniers: Thomas Kammeier spielte außer Konkurrenz eine sehr gute Runde und verbesserte sein Handicap auf 19,5.