Golfgeflüster

Spiel mit der Schwarzen Mamba

Beim ersten Ladies Business Cup am Seddiner See ging es um mentale Stärke beim Golfen und ein starkes Netzwerk

Stephanie Bschorr, Karin Leski-Koschik, Petra Götze, Sandy Hoppe und Grit Kompf (v.l.)

Stephanie Bschorr, Karin Leski-Koschik, Petra Götze, Sandy Hoppe und Grit Kompf (v.l.)

Foto: Petra Götze

Die Zeiten von „No Dogs, no Ladies“ sind schon lange vorbei – der Anteil weiblicher Golfer liegt in Deutschland bei 40 Prozent, höher als in jedem anderen europäischen Land – aber Golfevents für Frauen sind selten. „Männer haben kein Problem damit, Golf und Geschäftliches zu verbinden. Wir müssen uns da noch besser vernetzen“, findet Stephanie Bschorr vom Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU), der die Interessen von 1700 weiblich geführten Unternehmen mit 500.000 Angestellten vertritt. Mit den Golf-Expertinnen Petra Himmel und Vanessa Herbon hat der Unternehmerinnen-Verband eine neue Turnierserie gestartet, den Ladies Business Cup.

Profi-Tipps von Nicole Gögele

Zum Auftakt im Golfclub Seddiner See gab es am Sonnabend bei strahlendem Sonnenschein das Frühstück auf der Driving Range und dazu Tipps von Nicole Gögele, Co-Trainerin der Golf-Nationalmannschaft der Damen. „Jeden Tag fühlt sich unser Körper ein bisschen anders an. Wichtig ist, das richtige Gefühl für Rhythmus, Balance und Anspannung zu finden“. Leichter gesagt als getan, wenn einem auf dem schwierigen Südplatz Bunker oder starker Gegenwind in die Quere kommen. Gut, wenn man sich da auf einen Lieblingsschläger wie die „Schwarze Mamba“ verlassen kann.

Achtung, Schlange auf dem Faiway!

So nennt Sandy Hoppe, Verkaufsleiterin bei Mercedes, ihren Hybrid-Schläger, mit dem sie den Ball selbst aus dem Bunker 150 Meter weit schlägt. Die Mitspielerinnen staunten, besonders als ihnen auf Bahn neun eine echte Schlange begegnete – zum Glück keine schwarze Mamba. Der Vorteil eines reinen Damen-Turniers: die geplante Rundenzeit von fünf Stunden – inklusive Halfway-Pause mit geeisten Gurkensüppchen und Nordseekrabben – wird exakt eingehalten, da die Sucherei nach ins Rough verzogenen Bällen entfällt. Ladies lieben das Fairway.

Golf-Reisen zu gewinnen

Beim Cremant Rose auf der Terrasse wurden anschließend Visitenkarten getaucht. Die häufigste Antwort auf die Frage nach dem Spielergebnis lautete: „Es war ein herrlicher Golftag...“. Vor dem Dinner erläuterte Unternehmerin und Beraterin Christine Walker, die als Sekretärin begann und heute ihre eigene Zeitarbeitsfirma führt, wie Frauen in Führungspositionen mit einer 30-Stunden-Woche auskommen. Ihren Vortrag schloss sie mit einem selbst geschriebenen Rap.

Originell auch die Rede der Siegerin des Turniers, Leonie von Kleist: Die Kölnerin bedankte sich bei den Teilnehmerinnen, „dass ihr alle noch schlechter gespielt habt als ich!“. Als Sonderpreise gab es Reisen nach Schottland und Irland zu gewinnen. Eine Mauritius-Reise wurde verlost, da keine Spielerin ein Hole-in-One schaffte.