Golfgeflüster

Wer den ersten Abschlag verpasst

Petra Götze über Handicaps und Häppchen beim Fliegel Wäschecup auf dem Palmer-Platz im Arosa Resort am Scharmützelsee.

Katrin Buller, Thomas Kurt, Petra Götze (v.l.) beim Golfturnier im Arosa Resort

Katrin Buller, Thomas Kurt, Petra Götze (v.l.) beim Golfturnier im Arosa Resort

Foto: Petra Götze

Am Herd ist jeder von ihnen ein Könner, beim Golfen sind sie auf der Suche nach dem richtigen Rezept: die Spitzenköche Josef Eder, Herbert Beltle und Thomas Kurt traten in der vergangenen Woche im Arosa Resort in Bad Saarow auf dem Arnold-Palmer-Platz an. Eingeladen hatte der Hotel- und Gastronomie-Textilservice Fliegel zum 7. Wäschecup.

Modisch ganz weit vorn lag Thomas Kurt, Küchendirektor in den Laggner-Restaurants, mit karierten Golfhosen in Dreiviertellänge. Auf den ersten neun Bahnen lief es für ihn sehr gut, besonders beim Putten. „Ganz kurz ausholen, dann lang Richtung Loch schwingen. Ein Sportpsychologe hat mir geraten, dabei zu denken: Tikki-Pow!“ erklärte er. Klingt komisch, aber bei ihm hat es funktioniert.

Richtiges Tee, falscher Platz

Nach der Currywurst an der Verpflegungsstation starteten einige richtig durch: Herbert Beltle, Chef im „Aigner“ und „Alten Zollhaus“, siegte in seiner Handicap-Klasse im Stechen über Josef Eder, der sich mit ebenfalls 38 Punkten mit dem zweiten Platz zufrieden geben musste. Dafür punktete er in der Öko-Bilanz: morgens um 6 Uhr hatte er sein Golfbag in Seeburg (hinter Gatow) geschultert und war mit Bus- und U-Bahn nach Kreuzberg gefahren, wo ihn ein Mitspieler im Auto zum Scharmützelsee mitnahm.

Zu den Überraschungssiegern in der zweiten Spielklasse gehörte Frucht-Großhändler Marcus Fuhrmann, der für seinen Vater Dieter eingesprungen war. „Dabei spiel’ ich nur zweimal im Jahr!“, freute er sich. Vielleicht auch ein Erfolgsrezept.

Die erstaunlichste Leistung kam von Neu-Golfer Paul Rachvoll, der eigentlich am ersten Abschlag mit Dehoga-Präsident Christian Andresen starten sollte. Auf der weitläufigen Anlage verwechselte er allerdings die Plätze, schlug am Tee 1 des Nick-Faldo-Courses ab und kämpfte sich mutterseelenallein über einen der schwierigsten Plätze Deutschlands – bis ihn ein Marshall einfing. „Ich hab mich auch gewundert, dass keiner gekommen ist“, erklärte er bei der Siegerehrung. Als Trostpreis gab es für ihn eine Flasche Nick-Faldo-Wein.

Das Startgeld der Turnier-Teilnehmer ging als Spende an die Freundesgesellschaft des Deutschen Herzzentrums.