Orientalische Akzente

Ein Hauch von 1001 Nacht fürs Eigenheim

Üppige Kissen, glänzende Messinglampen, bunte Fliesen oder Teppiche und prachtvolle Wasserpfeifen – die richtigen Wohnaccessoires führen ins orientalische Wunderland der Wohnideen.

Flackerndes Feuer in Laternen, die geheimnisvolle Muster an die Wände werfen. Mosaikverzierte Tischchen aus verschnörkeltem Metall, fantasievolle Fliesen, silberne Tabletts und bunte Teegläser. Wer einen Hauch von 1001 Nacht in den eigenen vier Wänden wünscht, ist längst nicht mehr auf Urlaubsmitbringsel angewiesen. Orientalische Wohnakzente liegen auch hier voll im Trend.

Wie beliebt orientalische Möbel und Wohnaccessoires sind, weiß auch Samir El Bargui, der seit 1999 das Geschäft „Marrakesch Art & Living“ an der Husemannstraße in Prenzlauer Berg führt. „Orientalische Stücke wie unsere von Hand bemalten Möbel oder Schränke aus massivem Zedernholz mit wunderbaren Schnitzarbeiten passen genauso zu einer modernen Einrichtung wie Sitzkissen in allen Größen.“

Bei einem Glas frischer Minze können Kunden sich inspirieren lassen von Kelims und Teppichen, die von Nomaden gefertigt wurden, können das typische Tongeschirr mit Deckelhut, Tajine, begutachten, oder sich erklären lassen, wie genau „Tadelakt“ funktioniert, die marokkanische Putztechnik auf Kalkbasis, bei der die Oberfläche mit Steinen poliert und auf Glanz gebracht wird. „Diese alte Putztechnik haben unsere Vorfahren für Sanitärräume entwickelt, weil die Wände dadurch wasserabweisend werden.“

Bunte Fliesen und Bordüren

Samir El Bargui selbst ist immer wieder beeindruckt von der Wirkung, die Mosaik-Fliesen oder Bordüren haben können. „Wer einmal die Alhambra in Granada besucht hat, der weiß, was ich meine.“

Fundgrube für Fans dieses Stils ist auch das Portal www.casa-moro.de, wo man gemusterte Stoffe genauso entdecken kann wie kunstvoll bemalte Keramik-Waschbecken oder Eisensofas. Schnell wird deutlich: Der Orient-Trend lässt sich natürlich auch ganz wunderbar ins Freie verlegen. Dazu muss gar nicht unbedingt der mosaikverzierte Wandbrunnen angeschafft werden oder gar das Marokkanische Königszelt, das es ebenfalls bei Casa Moro gibt.

In fast schon mystisches Licht wird die Terrasse von metallenen Hängeleuchten mit farbigen Einsätzen oder ausgestanzten Ornamenten getaucht, je nach Modell liegt es am Besitzer, ob elektrisches oder Kerzenlicht bevorzugt wird.

Tipps für den Outdoor-Bereich

„Natürlich ist dieser Trend auch sehr gut für den Outdoor-Bereich geeignet, schließlich wohnt ganz Nordafrika abends auf den Dächern unter dem Sternenhimmel, da es immer mild ist“, sagt auch Rudolf Geiger, Geschäftsführer des Versandhauses Mirabeau, das momentan ebenfalls orientalische Wohnakzente im Fokus hat.

Er weiß, dass dieses Thema gerade bei Frauen sehr beliebt ist. „Es ist durchaus emotional belegt durch Affinitäten zu einem bestimmten Land, aber auch zur orientalischen Weiblichkeit allgemein.“

Stilelemente, die bei Mirabeau (www.mirabeau.de) unbedingt zu diesem Wohnthema gehören, sind reich verzierte Kissen und niedrige Beistelltische. Darauf finden zum Beispiel ein Tee-Service oder gläserne Windlichter Platz, letztere gern innen im Vintage-Stil nach traditioneller Bauernsilber-Technik verspiegelt.

Und weil ja auch der Geruchssinn eine wichtige Rolle spielt, passen zu diesem Ambiente Räucherstäbchen oder entsprechende Raumdüfte wie die der französischen Firma Estéban, die „Légendes d'Orient“ oder „Cèdre“ anbietet (www.raumduftshop.de). Das i-Tüpfelchen findet sich übrigens ebenfalls bei Mirabeau: die Wunderlampe „Kamalia“ aus Messing. Ob sie wirklich drei Wünsche erfüllen kann?