Gepresst

Die optischen Ausfälle der drallen Jessica Simpson

Kerstin Teuber

Die blonde Sängerin Jessica Simpson fällt in letzter Zeit eher durch modische Fehltritte als durch ihr Gesangstalent auf.

Gestatten, Soulsängerin Mariah Carey mit neuer blonder Haarfarbe. Nein, die Dame auf dem Bild ist natürlich nicht Mariah Carey, sondern Kollegin Jessica Simpson. Obwohl die Ähnlichkeit bei der Eröffnung eines Hotel-Casinos ziemlich frappierend war. Gut, es war eine Veranstaltung in West-Virginia, wo eine Tonne Geschmeide zum Dresscode gehört. Dennoch fällt die Sängerin seit Längerem eher durch modische Fehlgriffe als durch Gesangstalent auf.

Wie Mariah Carey bevorzugt Simpson neuerdings hautenge Abendkleider mit viel Glitzer, die die Aufmerksamkeit auf ihre kurvenreiche Figur lenken. Diese vermarktet Simpson für ihre neue Show „The Price of Beauty“ gerade ziemlich erfolgreich. Seitdem die Klatschpresse sie vergangenes Jahr nach einem Auftritt als „fett“ betitelte, ist die texanische Blondine auf Kriegszug gegen das magere Schönheitsideal in Hollywood.

In ihrer Sendung besucht sie Frauen aus der ganzen Welt, stattet unter anderem einer „Fetthütte“ in Uganda einen Besuch ab. In dieser Lehmhütte werden die Bräute des afrikanischen Hima-Stammes eingeschlossen und so lang gemästet, bis sie etwa 30 Kilo für die Hochzeit an Gewicht zugelegt haben.

Ihr Engagement gegen den Magerwahn in allen Ehren, jedoch sollte sich Simpson vielleicht selbst eingestehen, dass in diesem Fall die Garderobe, die sie getragen hat, als sie noch zehn Kilo leichter und dem verhassten Schlankheitsdruck verfallen war, nicht mehr so ganz passt. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Bleibt zu hoffen, dass Simpson auf ihrem Mariah Carey Gedächtnistrip nicht die sonderbare Anzieh-Methode der Sängerin aufgreift: Carey lässt sich mit Vorliebe in ihre Kleider für Events einnähen.