Das Fashion-Week-Blog

Barfuß oder Lackschuh

Alexandra Maschewski und Cordula Schmitz kennen sich vor und hinter den Kulissen der Fashion Week Berlin aus. In ihrem Blog "Barfuß oder Lackschuh" berichten die Stil-Reporterinnen für Morgenpost Online von Deutschlands größtem und wichtigstem Mode-Event.

So, das war es. Der Mode-Zirkus verlässt Berlin, es geht weiter nach London. Auf müden Füßen haben wir uns gestern noch Mal in die Redaktion geschleppt und Bilanz gezogen. Im Auge behalten sollte man für die kommende Herbst/Winter-Saison Leder, Fell, glänzende Seidenstoffe. Die Abendmode ist lang und flatterig. Die Anzüge bei den Herrn bleiben eng und schmal geschnitten. Ob sich Pluderhosen bei den beiden Geschlechtern als Alternative zu Bleistiftrock oder enger Hose durchsetzen, ist fraglich (Wir hoffen nicht!).

Bei den Accessoires bleiben die Taschen groß und geräumig und sind aus luxuriösem Material. Das Amulett am Lederband feiert sein Comeback. Hingucker sind aufwendig verarbeite Armreifen, zum Warmhalten Pulswärmer aus Fell. Schwarz ist immer noch die Farbe des Winters. Nicht tot zu kriegen sind Lila und Kobaltblau, die immer Mal wieder zur Auflockerung beitrugen. Und eine Bitte: Wir wollen keine Nerd-Brillen mehr auf den Nasen sehen! Wäre rund nicht eine alternative Brillenform? Hoch lebe die Nickelbrille! Wir hoffen, wir sehen uns im Juli wieder. Bis dahin viel Spaß mit der Mode und ihren Spielarten.

Das sind die Klamotten und Accessoires, die uns besonders gut gefallen haben.

Rock Chicks die Groupie-Mode entwerfen, so könnte man die Zwillinge von „Felder Felder“ beschreiben. Die beiden Deutschen, die in London leben, sehen selbst wie gemacht für ihre Sachen aus: blond, groß und extrem dünn. Die Klamotten der beiden sind cool. Viel schwarzes Leder, goldene Nieten, kurze Röcke und durchsichtige Leggins für drunter. Eben das richtige Outfit, um auch noch mit selbst gedrehter Kippe und Dosenbier auf einer wilden Party glamourös auszusehen. In der ersten Reihe sitzt dann auch fast die gesamte Berliner Clubprominenz.

Dunkle Augenringe passen bestimmt auch zu dieser Mode. Die meisten Journalisten, PR-Leute und sonstigen Mode-Leute haben nach vier Tagen Mode-Party-Terror auf jeden Fall welche. Müde grüßt man sich. Viel zu erzählen gibt es nach dem ständigen „Über-den-Weg-laufen“ nämlich nicht mehr. Fast sind alle ein bisschen froh, dass es jetzt erst Mal wieder dauert, bis zum nächsten Termin. Und eins ist klar: in den nächsten Tage sind Turnschuhe und Schlabberpulli angesagt!

Vor der letzten Show gibt es auch noch einen letzten wichtigen Termin: Interview mit Bei Bernhard Willhelm . Die wichtigste Frage die geklärt werden muss: Was hat die Bananenschale im Skelett des Dinosauriers zu suchen?

Bei Willhelm ist es nach seiner „Show“ ziemlich spät geworden. Erst um acht Uhr morgens war der Designer im Bett. Trotzdem wirkt er beim Interview-Termin im Cafe Einstein erstaunlich fit. In seinem Gesicht und den Haaren findet sich immer noch Glitter von seiner Präsentation. „Das Zeug bekommt man nicht weg, das geht in jede kleinste Körperöffnung.“

Der Designer hat es sich nämlich nicht nehmen lassen, sich selbst auch zum Teil der Installation zu machen. Und das hieß: schminken lassen, wie die Models. Den Dinosaurier („Ich habe es leider nicht mehr geschafft, ihn neonfarben anzusprühen.“) und das Pferd, die im Postbahnhof zu sehen waren, hat er sich übrigens bei der Deutschen Oper ausleihen dürfen.

Das Label c.neeon ist bekannt für seine ausgefallenen grafischen Muster und verrückten Schnitte. In Japan sind die beiden Designerinnen Clara Leskovar und Doreen Schulz sind mit ihren Klamotten echte Stars. Kein Wunder also, dass in der ersten Reihe ihrer Show auch ein bekannter Einkäufer für den japanischen Markt sitzt. Fleißig macht er Fotos mit seinem (natürlich) iphone. Hoffentlich nicht, um die Sachen in irgendeiner Schneiderei kopieren zu lassen.

Das Label überrascht in diesem Jahr mit fast verspielten Blumendrucken, ganz anders als die strengen grafischen Muster der letzten Jahre. Trotzdem bleiben die beiden ihrem Stil treu. Immer noch gibt es klare und strenge Schnitte, die trotzdem bei jeder Bewegung der Models mitschwingen.

Das kann doch nicht sein, dass hier schon wieder so ein Gedrängel herrscht. Nach der überfüllten Party von Michalsky am Vorabend ist der Eingang zum Postbahnhof am Ostbahnhof noch so ein Ort, an dem sich die Modefans auf den Füßen stehen. So ist es wenigstens ein bisschen warm in der eisigen Nacht. Rein kommt nur, wer mit seiner Einladung für Bernhard Willhelm über dem Kopf wedelt. Die ist neon-gelb auf einer Seite, dazu auch noch ganz schön groß, ein „halber Bauzaun“, wie jemand bemerkt.

Die Seitentür wird geöffnet, irgendwann findet man drinnen seine Begleitung wieder. Nach dreimaligem Vorzeigen der Rieseneinladung landet man dann oben und der Anblick tröstet. Willhelm, der deutsche Designer mit Sitz in Paris, hat statt Show viele kleine Installationen vorbereitet. Das Motto hängt in einzelnen Buchstaben an einer Art Wäscheleine quer durch den Raum: „Meet and greet im Skigebiet“.

Die meisten männlichen Models tragen Ski, sitzen damit auf dem Bett, im Häusl, schaukeln auch mal. Tätowierte Männer, Männer mit goldenen Bärten, einer im Boot, einer klettert am Eiffelturm hoch. So viel zu sehen. Mode und Kunst bilden eine Einheit. Alle sind begeistert. Unter den Gästen auch Designer-Kollegen wie Dirk Schönberger von Joop! und Johanna Kühl von Kaviar Gauche . Absolut tolle Abwechslung zu den anderen Modenschauen.

Als das letzte Abendkleid bei der Show von Guido Maria Kretschmer über den Laufsteg schwebt, geht ein kollektiver Seufzer durch die Reihen des Publikums. Die Kreation ist ein orientalischer Traum aus creme- und goldfarbenen Stoffen, über und über mit Glitzerplättchen bestickt. Schon vorher zeigt Kretschmer abseits von Trend und Avantgarde genau das, was er will. Und auch perfekt beherrscht: großen Roben für den Roten Teppich. Samt, Federn, Pelz und Seide sind seine Materialien.

„Er mag die Frauen einfach“, bemerkt die Sitznachbarin. Casting-Topmodel Lena Gehrke lässt er mit zwei Afgahnen an der Seite über den Laufsteg stolzieren. In der ersten Reihe: Simone Thomalla und Udo Walz .

So sieht er also aus, der unglamouröse Teil des Fashion-Week-Zeltes auf dem Bebelplatz. Auf dem Weg zu einem Interview mit der Designerin Andrea Karg von Allude in den Backstage-Bereich sieht es aus wie hinter einem Bierzelt beim Oktoberfest. In hässlichen weißen Containern sind die Büros untergebracht, überall liegen Kabel rum und es wird geräumt. Auf den Stufen vor dem Bereich sitzen zwei sehr junge Models. Sie sind schon fertig geschminkt und sehen mit ihren schicken Gesichtern und den normalen Alltagsklamotten reichlich komisch aus. Gesprochen wird übrigens unter den Models vornehmlich russisch oder andere östliche Sprachen.

Im Schmink- und Ankleidebereich herrscht Chaos. Zumindest in den Augen des Besuchers. Überall wird gefummelt, gezerrt, geschickt und gesucht. Andrea Karg bleibt wenige Minuten vor der Show erstaunlich locker und antwortet breitwillig auf alle Fragen. Gerade aus Paris angekommen meint sie: „Ich liebe Berlin. Es klingt zwar etwas abgedroschen, aber es gibt sie wirklich, die spezielle Luft in dieser Stadt“. Und das aus dem Mund einer Münchnerin. Wow.

Hatten uns schon sehr gefreut, denn im Sommer war die Show von Scherer González super. Auch wenn die Models wegen der Mega-Plateau-Schuhe und der schweren Kleider ins Stolpern gerieten.

Diesmal war es auch nicht ganz einfach, aber dafür eine Show, die ihresgleichen sucht. Jedes Mädchen ein Gesamtkunstwerk mit einer Haarpracht, die mitunter an Rokoko oder Fin de Siecle erinnerte und geziert war mit Blumen oder Obst oder Zweigen oder Seesternen. Kokett flirteten sie mit den Objektiven der Fotografen, nahmen dazu einen Spiegel, ein Spitzentüchlein oder Augengläser. Die Farben: ganz anders als im Sommer. Der Stil insofern unverkennbar, als das Scherer González weibliche Formen lieben und bei ihren Kreationen nicht an Stoff und Mühe sparen. Das was sie an Abendkleidern zeigen ist längst Haute Couture und braucht den Vergleich mit Pariser Designern nicht mehr zu scheuen.

Wer ist bloß dieser affige Typ gegenüber mit der Schlagmütze und der Fliegerbrille, der einen auf Brad Pitt macht. Nach näherer Betrachtung des jungen Mannes (und dem Ins-Gedächtnis-Rufen der Gästeliste) würden wir sagen - Vinzenz Kiefer . Übertriebener ist auf männlicher Seite dann nur noch der allgegenwärtige Hubertus Regout (und man erinnert sich an Manuel Cortez im vergangenen Sommer, mit Schoßhündchen-Accessoire). Soll er. Sonnenbrille ist ok, die Scheinwerfer sind ja auch mächtig hell. Begleitet wird die Killian Kerner Show von der Band Splinter X. Und die beweisen, dass sie richtig laut sein können. Manchen Gästen zu laut. Und die Besucher der Fashion Week sind bestimmt nicht zimperlich, was den Lärmpegel betrifft. Ständig wird man vollen allen Seiten mit Musik beschallt. Unterhalten kann man sich über die Kreationen eigentlich nur mit seinem direkten Nachbarn. Oder man überwindet den Catwalk-Graben von Block A nach Block D einfach mit dem Handy. Man muss sich vorher nur mit wildem Fuchteln bemerkbar machen. Meist wird der Treffpunkt nach der Show ausgemacht: die Sekt-Bar in der Halle.

Ebenfalls im Publikum, und den würden trotz Pelzmantel, in dem er gekommen ist, wenige Frauen als übertrieben bezeichnen, der (Super-) Geiger David Garrett .

Der musste sich vorher draußen von einigen Damen ansprechen lassen (von mir ja auch), wirkte gelangweilt oder einfach müde. Denn ER war auf der Michalsky-Party. Garrett bewunderte seine Freundin, die für Kerner auf dem Laufsteg war. Besonders hübsch die Kleidchen in Rosentönen. Favorit bei den Männern: die schwarze Lederjacke mit Kapuze. Details wie überlange Ärmel und zu viele Falten in der Hose nerven langsam ein bisschen.

Einen besonderen Bezug zu Berlin haben sich die Designer von „Firma“ überlegt. Sie widmen ihre Kollektion den Frauen und Männern, die beim Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren dabei waren. Für die Frauen laufen die Entwürfe unter „Kettenreaktion“. Sie beinhaltet Etui-Kleider, Wickel-Röcke und Cutaway-Mäntel. Für die Herren gibt es unter dem Motto „Essenz“ Jogging-Jacken aus japanischem Baumwoll-Jersey, das so lange gekocht wird, bis ein Konzentrat entsteht. Hätte es die Sachen damals schon gegeben, wäre es vermutlich auch noch eine stylische Revolution geworden.

Freitag, 30. Januar, 22.50 Uhr: Wie die Party von Michael Michalsky im Stadtbad Oderberger Straße ist? Keine Ahnung, man kommt nämlich nicht rein. Schon vorher bekam man mit, dass anscheinend vielen, die keine Karte für die Show bekommen hatten, ein Besuch der Party versprochen worden war. Schön und gut, aber die Menschentraube, die gegen 23 Uhr vor dem Eingang friert, bewegt sich einfach überhaupt nicht. Ein erboster Herr bahnt sich mit einer weinenden Blondine den Weg zurück auf den Gehweg, seine silberne Einladungskarte segelt entzweigerissen über die Köpfe der anderen Wartenden. Der ist richtig sauer? Auch Armin Morbach kommt trotz resoluten Versuchen, sich einen Weg durch die Menge zu bahnen keinen Schritt vorwärts. Viele geben auf, wir auch. Schauen dann um 0.30 Uhr noch mal. Dasselbe Bild. Dann eben nicht. Später erzählt eine Kollegin es sei wie in einer Sardinenbüchse gewesen, die im Kühlschrank steht: voll und eine extrem kühle Atmosphäre.

Freitag, 30. Januar, 21 Uhr: Eigentlich geht es ja auch um die Show und die war mal wieder typisch Michalsky, nämlich spektakulär. Nicht neu ist es, Mode in der Kirche zu zeigen. Sieht trotzdem cool aus, wie sich zu Klängen von Depeche Modes „Personal Jesus“ eine schwarze Schiebetür öffnet und das Model im gleißenden Scheinwerferlicht auf den Catwalk kommt. Schon die Einladungskarte glich einem mittelalterlichen Kirchenfenster. Der bunte Druck fand sich auf Jeans besetzt mit funkelnden Kristallen genauso wie auf bodenlangen Abendkleidern. Die Roben, die Michael Michalsky zeigte, waren ohnehin von gewohnter lässiger Eleganz. Bewundernde Blicke auch von Sarah Connor, die ein Modell aus der kommenden Michalsky-Sommer-Kollektion trug, und von Jenny Elvers-Elbertzhagen. Für die Damen auf der gegenüberliegenden Seite war auch Star-Geiger David Garrett ein schöner Anblick. Am Schluss ließ sich Michalsky glücklich vom Applaus tragen, als er mit wiegendem Gang auf den Laufsteg kam – und sich schließlich umdrehte. Auf der Rückseite seiner Jacke prangte: „Jesus loves you“.

Freitag, 30. Januar, 12.30 Uhr: Marcel Ostertag überraschte mit einer eleganten, absolut tragbaren Kollektion. Ein toller Materialmix aus Kaschmir, Leder, Seide und Chiffon. Besondere Hingucker waren Leggins mit goldenen Plättchen besetzt. Diese Kombination gab es auch noch Mal in schwarz, da hat man garantiert den großen Auftritt. Ebenfalls besonders schick: Ein Ledermantel mit glitzernden Schnüren. Der Effekt bei dem ausgefallenen Teil: Die Trägerin ist beim Gehen eingehüllt in Sternschnuppen. In der ersten Reihe: Jenny Elvers-Elbertzhagen, ganz in weiß (ohne Socken, bibber!).

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Freitag, 30. Januar, 11.30 Uhr: Der „Designer for Tomorrow“ -Award ist der Nachwuchspreis der Fashion Week und wird in diesem Jahr extrem professionell vom Modehaus Peek und Cloppenburg aus Düsseldorf ausgerichtet. Keine Frage, die acht Absolventen der Modeschule haben es drauf. Natürlich sind Eltern und Freunde der Designer dabei und unterstützen lautstark. Auch mal eine angenehme Abwechslung zu dem sonst so kühlem, abgeklärten Publikum. Dafür waren die Models absolut professionell. Besonders auffällig: Ein junger Mann, der aussah wie der wiedergeborene Klaus Kinski. Inklusive dem irren Blick.

Verdient gewonnen hat den Preis Julia Knüpfer , die nach der Show noch völlig benommen mit ihrer Auszeichnung auf dem Empfang im Hotel de Rome herumlief. Das gute Teil konnte sie niemandem so recht in die Hand drücken, also musste er auch mit auf die Toilette. Ähnlich macht sie es auch mit ihrer aussergewöhnlichen Strickmode, die sie nicht nur selbst entwirft, sondern auch strickt. Das Handwerkszeug für ihre Sachen nimmt sie überall mit hin.

Der männliche Preisträger Joel Horwitz entwirft Mode, die Mitte-Herzen höher schlagen lässt. Coole Streetwear mit Zebra-Prints, tolle Streifenanzüge und Jacken mit Berglandschaften im Pixel-Stil.

Natascha Ochsenknecht war übrigens mit einem ihrer Söhne auch da. Nicht wenige Besucher verwechselten sie (wirklich nicht böswillig) mit der frisch operierten Brigitte Nielsen. Das macht wohl ihre wasserstoffblonde Frisur und die gut gebräunte Gesichtsfarbe.

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Freitag, 30. Januar, 10.10 Uhr: Nur mal so zusammengetragen, wie man sich bei den Modenschauen besonders kundig geben kann. Gut kommt die Anmerkung, gern mit einem süffisanten Lächeln gepaart: „Das hat Designer X schon vor X Jahren gezeigt?..“ Oder auch: „Wie konnte man nur X neben Y setzen, man weiß doch, dass die sich nicht verstehen.“ Oder so? „Ach, da ist ja wieder Angelika Blechschmidt. Die Gute, sie kann einfach nicht aufhören zu arbeiten?“

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Freitag, 30. Januar, 1.10 Uhr: Auch das ist Fashion Week, die vielen Partys drumherum. 60 Jahre Adidas werden an der Torstraße 74 gefeiert, die Location ist mal wieder was für die Sparte „Das ist typisch Berlin“. Blümchentapete, Getränke in der Badewanne, herumstehende Kühlschränke. Könnte eine aus dem Ufer gelaufene Privatparty sein. Angenehm un-gestylt, das finden auch einige, die sich sonst um die Organisation der Modenschauen kümmern, und feiern ausgelassen ohne Promi-Paparazzi-Alarm. Pech hatte der Hamburger Designer Stefan Eckert. Seine Lieblingsjeans wusch er extra für die Party gegenüber im Waschsalon – sie wurde geklaut, als er Sushi essen war!

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Donnerstag, 29. Januar, 23.55 Uhr: Glamourös ist das nicht. Wie eine Touristengruppe wird man im schwarzen Bus, an dem Joop! steht, durch die Stadt gefahren, durch das Regierungsviertel gen Weekend am Alexanderplatz. So hintereinander in Sitzreihen kommen auch die tollsten Stilettos und Co. nicht zur Wirkung. Und dann geht auch noch die frauenfreundliche Deckenbeleuchtung an. Muss man durch.

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Donnerstag, 29. Januar, 21 Uhr: Sollte die Show von Joop! nicht schon anfangen? Riesengedränge im Eingangsbereich des Hamburger Bahnhofs, wieso ist das immer so schwer, die Namen auf den Listen zu finden? Wer meldet sich da bloß alles an? Einmal durchgekommen, wird es richtig voll. Dauernd zerspringen Sektgläser auf dem Boden, die armen Kellnerinnen. Sie gucken schon ganz unglücklich. Ein Blick ist zu erhaschen auf Anna-Maria Mühe , Clemens Schick ist auch da. Endlich geht es in die große Halle, endlich dann die Show gegen 22.30 Uhr – lange Wartezeit für die Fotografen? Bis die Show dann zu Ende ist, dauert es auch: der Laufsteg ist irre lang. Und Dirk Schönberger, der Creative Director, hat sich ganz schön viele (schwarze) Sachen ausgedacht. „Jetzt ist auch gut, ich hab’s kapiert“, sagt die Frau vor mir. Tosender Applaus, alle raus, weniger Gläser gehen kaputt, denn viele machen sich auf ins Weekend. Schönberger trifft da erst 23.45 Uhr ein, sichtlich müde gibt er in seiner freundlichen Art ein Interview nach dem anderen.

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Donnerstag, 29. Januar, 20.32 Uhr: Nach der Show von Kaviar Gauche . Kaum ein Platz zu bekommen auf einer der weißen Sitzgruppen. Ein paar Besucher kämpfen mit der Minisektflasche von einem der Sponsoren: da gibt es so einen Becheraufsatz, den man oben wie einen Trichter auf dem Flaschenhals anbringen kann. Sieht mehr nach Labor aus, nicht so richtig elegant. Witziger die Coke-light-Flasche mit pinken Punkten von US-Designer Zac Posen (aus Alu, also leicht genug, um als weiteren unnützen Sammelgegenstand mit nach Hause zu nehmen). Die nächste Buddel soll von Manolo Blahnik gestaltet werden, weibliche Fans also garantiert. Die Stilistin aus Kopenhagen nebenan hat sich wohl eher an die Trichterflasche gehalten, mit lauter Stimme will sie wissen, wo sie noch mit ihrem New Yorker Begleiter feiern gehen kann. Plötzlich die Lautsprecherdurchsage: „Die Venue schließt um 20.30 Uhr?“ Ist ja wie im Kaufhaus.

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Donnerstag, 29. Januar, 20.10 Uhr: Wow, nicht ganz einfach, vor allem für die Herren, sich auf die Accessoires von Kaviar Gauche zu konzentrieren. Um Kleidung ging es nämlich nicht. Die Models trugen einen Hauch von Nichts: hautfarbenes Höschen. Andere Körperpartien wurden von den künstlich verlängerten Haaren (kein Wunder, dass die Lookprobe zweimal abgehalten wurde) und glänzenden Fransen und Schnüren verdeckt. Klar, die Taschen waren auch toll. Luxuriöser irgendwie, opulent mit Goldketten und Leoprint. Und die klassische Lamella-Bag, diesmal zum Beispiel aus unterschiedlichen Lederarten in Schwarz, will man ja sowieso haben. Im Publikum saßen Michalsky, Joop und auch BB (diesmal nicht Bread & Butter), Boris Becker. Die sich alle ganz lieb begrüßten. Mit einem männlichen Kuss, wie man das so macht.

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Donnerstag, 29. Januar, 15.30 Uhr : Alle haben drauf gewartet. Aber wo war es? Das Super-Diamanten-fast-teuerste-Kleid-der-Welt des Berliner Designers von „Lac Et Mel“? 100.000 Euro ist der Fetzen für den Abend wert. Und kommt ganz unscheinbar daher. Zum Schluss kommmt es endlich: Schwarz, geschnürt und mit einer interessanten Kettenoptik. Und glitzert gar nicht. Wer es sich anschauen möchte, kann das im Showroom des Quartier 206 in der Friedrichstraße tun. Ansonsten sah man an Armeemäntel erinnernde Stücke (lang ist anscheinend wieder angesagt) für die Dame in edlen Stoffen. Die Farben Silber und Schwarz waren tonangebend. Zum Schluss gab es dann doch noch ein Abendkleid: Schwarz, geschnürt und mit einer interessanten Kettenoptik.

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Donnerstag, 29. Januar, 14.36 Uhr : Was bei Schumacher zu wenig an Leuten war, schien beim Berliner Label Lala Berlin zu viel zu sein. Drinnen eine Schlange, draußen eine Schlange. Boris Becker und und seine Freundin Lily Kerssenberg und Julia Stegner im weißen Oberteilchen (bibber!) kamen da natürlich drum herum. Bei den Briten scheint Beckers Freundin nicht besonders beliebt zu sein. Neben uns wurde fies gelästert und die Wildlederstiefel von Lily Kerssenberg wurden als zu vulgär angesehen. Durchgefallen. Wer wissen möchte, wie der typische Berlin-Style aussieht – so wie die Gäste von Designerin Leyla Piedayesh. Gefühlt jeder zweite Besucher trug auch eines der Halstücher der Marke, jeder sechste eine Nerd-Brille auf der Nase. Das neue It-Teil für Mitte-Hipster war bei der Show schon zu bewundern: Die coole Variante der Jute-Tasche ist bei Lala schwarz mit vier silbernen Dreiecken. Die Variante für den Abend ist eine Riesen-Clutch in schwarzem Leder. Edel.

Mal sehen, ob die Pullis in Ringel- und Patchworkoptik demnächst auch rund um die Mulackstraße zu sehen sein werden. Die engen Leggings in Lederoptik hoffentlich nur bei denen, die das wirklich auch tragen können... Gilt übrigens auch für die durchsichtigen Abendkleider und Overalls. Wer seinen Glamourfaktor erhöhen will, der trägt allerdings Strumpfhosen, die mit Glitzersteinchen besetzt sind. Hauptvergnügen bei einer Modenschau: Lästern über die auf der anderen Seite.

Boris Becker hielt sich nach der Show übrigens noch längere Zeit in der Mercedes-Lounge am Bebelplatz auf. Ein etwas zweifelhaftes Vergnügen, besteht dieser Bereich doch aus einer Art Glaskasten für die VIP's. Hemmungslos halten die Fotografen drauf, trotz Spiegelung. Sieht ein bisschen aus, wie die Affen im Zoo. Selbst wenn der Mann einfach mal auf die Toilette möchte, die sich genau gegenüber neben der Sponsors Lounge befindet, folgt ihm eine Horde Fotografen.

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Donnerstag, 29. Januar, 11.30 Uhr : Der Tag beginnt schon ganz in rosa: Die Hosenanzüge der hübschen Damen am Kartenschalter, die Pressemappe, die Pappblüte, die um den Hals einer kleinen Wasserfalsche drapiert ist. Fast alles ist süß bei der Show des Manheimmer Labels „Schumacher“. Komischerweise sind nicht alle Plätze bei der ersten Show am Bebelplatz belegt. Zu früh für Berlin? Zu lange gefeiert am Vorabend?

Schade eigentlich, denn die Mode, die Dorothe Schumacher auf dem Laufsteg zeigte, war tragbar und zum Glück dann doch nicht einfach NUR süß. Die vorherrschenden Farben: Rosa (natürlich), Camel und Grau. Hingucker waren lange Seidenschleifen um die Hälse der Models. Ein Accesoire, bei dem es auf die richtige Kombination ankommt, sonst sieht man schnell wie eine überdimensionierte Barbiepuppe aus.

Das fand auch Alexandra Neldel, die sich ganz begeistert zeigte. Und anscheindend noch nicht gefrühstückt hatte, den sie freute sich über das Croissant, das auf jedem Platz in einer Tüte bereit lag (Tüte war natürlich rosa, was sonst!).

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Donnerstag, 29. Januar, 9.38 Uhr: Extra für die Fashion-Week hat Ettina Berrios-Negron (29) ihren Laden „Konk“ in Mitte komplett umgestalten lassen. In einer „Retro-Perspektive“, wie es die Ladenbesitzerin nennt, werden alle bisherigen Kollektionen und die brandneuen Entwürfe von Clara Leskovar und Doreen Schulz des Berliner Labels c.neeon vorgestellt. Bisweilen zieht das auch ein etwas bizarres, internationales Publikum an: „Besonders beliebt ist das Label in Japan, das gibt es richtige Maniacs, die von Kopf bis Fuß in c.neeon gekleidet sind. Die standen schon häufiger bei mir im Laden“, sagt Berrios-Negron.

T-Shirts mit den außergewöhnlichen Prints von den Berlinern gibt es ab 45 Euro, ein aufwendig verarbeitetes Abendkleid liegt bei 870 Euro. Achtung Schnäppchenjäger: Teile aus den alten Kollektionen gibt es bei „Konk“ gerade zu reduzierten Preisen. Einigen Ärger bereitet den Besuchern der Fashion Week das verwirrende Hausnummern-Spiel im Osten der Stadt. Verzweifelte italienische Moderedakteurinnen suchten in Mitte fast vergeblich nach der richtigen Adresse. (Konk, Kleine Hamburger Straße 15, www.konk-berlin.de)

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Mittwoch, 28. Januar, 21.48 Uhr: Etwas unorganisiert wirkte die offizielle Eröffnungsparty der IMG Fashion Week. Vom Eingang in das Gebäude bis zu Eintreten in das „Cafe Palermo“ mussten Pressevertreter ständig ihren Ausweis zücken. Verständlich bei Veranstaltungen beim Bundespräsidenten oder bei Mordermittlungen, bei einem solchen Anlass wirkt es unprofessionell. Auch die Location war unglücklich gewählt. Das „Cafe “ in der Spielbank am Marlene-Dietrich-Platz hatte leider den Charme einer Großraumdisco auf einer Fähre nach Großbritannien. Da gibt es wirklich nettere Plätze in Berlin. Gefeiert wurde trotzdem.

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Mittwoch, 28. Januar, 21.05 Uhr: Der Himmel über Dahlem ist lila. Sieht großartig aus. Und von der mit Fackeln beleuchteten, herrschaftlichen Einfahrt ist sogar der Taxifahrer begeistert (der sich übrigens auch darüber freut, dass die B&B wiederkommt. Hat sich immer gelohnt?). Was für ein Glück für Boss Black, dass sie im Tropenhaus des Botanischen Gartens ihre Kollektion zeigen könne, denn das Ambiente ist im wahrsten Sinne des Wortes einmalig - nur in dieser Woche stehen keine Pflanzen in der Halle aus Glas und Stahl. Ob es aber tatsächlich nach Lavendel geduftet hat im Eingangsbereich oder ich nur völlig unter dem Eindruck der lila Beleuchtung stand, wer weiß?

Innen ein riesiges Gedrängel, gut dass die Sitzblöcke mit A1, C3 und so weiter markiert sind. Wie der „Laufsteg“ funktioniert, sieht man tatsächlich erst, als sich die Mischung aus Modeleuten und Schauspielern und so weiter setzt. Da sieht man dann auch mal David Coulthard, Boris Becker scheint aber doch nicht da zu sein. Auf dem Laufsteg dann das Gesicht der Fashion Week: Julia Stegner sieht wirklich toll aus mit ihrer blonden Wallemähne und auch Toni Garrn, Nachwuchsstar aus Hamburg, ist eine Augenweide. Gar nicht so selbstverständlich – ich erinnere mich da an sehr dünne, blasse Models, die bei der ersten Fashion Week am Brandenburger Tor für Boss über den Catwalk gelaufen sind. Klaus Wowereit ging gleich der Show. Hoffentlich nach Hause, war ein langer Tag für ihn. Hab ihn doch schon morgens kurz nach 7 Uhr im Frühstücksfernsehen gesehen.

Update: Wowereit fuhr übrigens doch nicht nach Hause, sondern direkt zur B&B-Party. Als Ehrengast gewissermaßen. Dort spielte später noch die Indie-Band The Editors auf. Das muss man Karl-Heinz Müller lassen – feiern kann er. Die nächste B&B wird bestimmt nicht langweilig.

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Mittwoch, 28. Januar, 19.12 Uhr: Vor dem Flughafen Tempelhof sind Zelte aufgebaut. Die Modemesse Bread & Butter lädt zum Dinner. Und wie es sich gehört an einem Flughafen, wird erst mal Bus gefahren, bevor es losgeht. Aber wohin? Einmal ganz um das Gelände vorbei und das dauert. Der Sinn der ganzen Aktion erschließt sich, als der Bus sich dem Rollfeld nähert. B&B-Chef Karl-Heinz Müller inszeniert für die Gäste, mit denen er die Rückkehr seiner Messe feiern will, einen Landeanflug auf Tempelhof. „Hier hinten ist der Effekt eher dunkel“, bemerkt ein Kollege, da zu viele Menschen im Bus sind, um den Panoramablick durch die Frontscheibe genießen zu können. Eindrucksvoll ist es trotzdem: die Lichter, die die Fahrbahn markieren, ein Rosinenbomber auf dem Flugfeld zur Linken und schließlich das angestrahlte Hauptgebäude. Rechts und links, auf die beiden Seitenflügel wird mit riesiger Schrift das Motto des Abends geworfen: Welcome to the future! Im ehemaligen Flughafenrestaurant schüttelt Müller Hände, lässt sich beglückwünschen. Vom Essen bekommen diejenigen, die noch zur Boss-Schau müssen, wenig mit. So zum Beispiel Sabine Christiansen und ihr Gatte Norbert Medus, die nicht einmal die Jacken ablegten. Mit Gästen, die früher gehen, hatte Müller wohl nicht gerechnet: um zum Vorplatz zu gelangen, musste man sich den Weg durch die dunkle Empfangshalle bahnen, in der fleißige Helferlein jedoch schon alles für die anschließende Party vorbereiteten.

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Mittwoch, 28. Januar, 15.23 Uhr: Promi-Alarm bei der Fashion Week. Am Abend werden Milla Jovovich, Klaus Wowereit und Boris Becker erwartet. Ebenfalls dabei Emile Hirsch aus dem Film „Milk" (läuft auf der Berlinale) – die Fotografen am roten Teppich werden den Schauspieler schon erkennen? Mischa Barton und Kim Cattrall, die sich im Sommer die Ehre gaben, waren da auffälliger. Auch bei den Labels, die Donnerstag am Bebelplatz Mode zeigen, haben sich bekannte Gesichter angekündigt. Hannah Herzsprung und Christiane Paul bei Schumacher, Heike Makatsch bei Lala Berlin, Anja Kling und (natürlich) ihre Schwester Gerit bei Lac et Mel, Jan Josef Liefers und Anna Loos sowie Ralf Möller (wie passt denn das?) bei Strenesse Blue, Martina Gedeck sowie Wolfgang Joop (!) und Michael Michalsky bei Kaviar Gauche und Natalia Avelon, Modefotografie-Ikone F.C. Gundlach sowie Künstler Neo Rauch. Könnte sich lohnen, auf Autogrammjagd zu gehen. Ab 11 Uhr geht es los.

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Mittwoch, 28. Januar, 12.48 Uhr: B&B is coming home! Nun ist es endlich offiziell, nachdem es doch vor einer Woche schon bei Morgenpost Online zu lesen war. Die Bread & Butter kommt im Juli nach Berlin, Veranstaltungsort soll der Flughafen Tempelhof sein. Nicht unbedingt zu erwarten: B&B-Chef Karl-Heinz Müller hat am Dienstagabend gleich einen Mietvertrag für zehn Jahre unterzeichnet. Die Stadt erwartet Großes von der Rückkehr der Messe: Auf der Pressekonferenz am Mittwochmorgen im Kino International saß nicht nur Klaus Wowereit neben Müller, sondern auch noch die Geschäftsführer von Berlin Tourismus Marketing GmbH, Berliner Immobilienmanagement GmbH und dem Hotel und Gaststättenverband waren anwesend. Immerhin soll die Messe der Stadt Barcelona, der sie am Freitag Tschüss gesagt hatte, 100 Millionen Euro eingebracht haben. So wurde es einmal erhoben. Und das pro Saison wohlgemerkt.

Die B&B wird vom 1. bis zum 3. Juli stattfinden – so, wie es sich für eine „Leitmesse“ gehöre. Und damit vor allem früher, als die nächste Mercedes-Benz Fashion Week eigentlich angesetzt ist. Ein Gespräch mit Mitbewerber Premium und Modewoche-Veranstalter IMG sollte im Anschluss an die Pressekonferenz klären, ob man zusammenkommt. Müller geht davon aus. Man wird sehen, ob sich die Premium genauso über die Rückkehr des verlorenen Sohnes freut, wie die Stadt Berlin.

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Dienstag, 27. Januar, 20.17: Es ist ja erst die vierte Fashion Week, die Mittwoch in Berlin beginnt. Eigentlich noch zu früh für Routine. Trotzdem gehört die Pressekonferenz zum Auftakt definitiv dazu. Veranstalter IMG, der den Standort lobt und sich artig bei allen Sponsoren bedankt. Dann Titelsponsor Mercedes-Benz selbst und ein Vertreter des Senats, alle im trauten Einklang und voll des Lobes über die Entwicklung der Modeveranstaltung. Nicht zu vergessen die latent missmutigen Fotografen, die sich ein bisschen für den anwesenden Designer (diesmal Viktoria Strehle) oder überhaupt nur für das Model interessieren, das sich selbst „Gesicht der Mercedes-Benz Fashion Week“ und dafür in einer kurzen Ansprache immer wieder auch den Namen ihres Arbeitgebers nennen darf (fünfmal, hab’s gezählt).

Eva Padberg ist passé, und es war eines der Gesprächsthemen, wer denn nun besser geeignet sei: die authentische Berlinerin oder die Neue, Julia Stegner, die international bekannter und zum Beispiel schon bei der medienwirksamen Show vom Wäschelabel „Victoria’s Secret“ mitgelaufen ist. Und im Übrigen auch sehr sympathisch wirkte. Gerade als sie als Grund für ihre Berlin-Liebe eine Freundin nannte, die hier wohnt. Erwartet man ja nicht unbedingt von jet-settenden Models.

Ein anderes Gesprächsthema – natürlich – die Rückkehr der Modemesse Bread&Butter (B&B). Alle sind gespannt, was B&B-Chef Karl-Heinz Müller morgen auf seiner Pressekonferenz verkünden wird. Tempelhof als Location scheint ja festzustehen, aber wie lange wird er sich binden? Das ist die Frage. Und wie groß ist die Gefahr, dass sich B&B und die Messe Premium gegenseitig Konkurrenz machen? Selbstbewusst genug ist Müller jedenfalls. Er lädt für den Mittwoch nach Tempelhof ein, und es stört ihn wenig, dass parallel dazu mit Boss Black im Tropenhaus die Fashion Week offiziell eröffnet wird. Zu Gast immerhin: Milla Jovovich, die Hauptdarsteller vom Oscar-nominierten Film „Milk“, und Boris Becker.