Quizshow

„Wer wird Millionär?“: So spannend war die Jubiläumsshow

Zur Jubiläumsausgabe der „RTL“-Quizshow „Wer wird Millionär?“ wurde einer gleich mehrfach überrascht: der Moderator Günther Jauch.

Von Johanna Ewald
Günther Jauch: Der sympathische Quizmaster

Günther Jauch: Der sympathische Quizmaster

Günther Jauch gehört zu den bekanntesten deutschen Fernsehgesichtern. Der sympathische Moderator im Portrait.

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Berlin/Köln. 22 Jahre, 1500 Folgen und immer derselbe Moderator: Günther Jauch. Am Donnerstagabend hat die Rateshow „Wer wird Millionär?“ Jubiläum gefeiert. Dabei wurde auch Jauch selbst überrascht, er wusste nämlich weder welche Kandidatinnen und Kandidaten mitspielten, noch wie die angekündigte Spielvariante funktionierte.

Statt einer Million gab es diesmal 1,5 Millionen für die Teilnehmenden zu gewinnen. Und eine prominente Kandidatin: Evelyn Burdecki. Diese hatte bei der Quizshow „Bin ich schlauer als Evelyn Burdecki?“ besser abgeschnitten als Günther Jauch. „Das muss man auch mal durchhalten, so lange eine Show zu haben und hier zu sitzen“, gratulierte sie ihm auf die typisch Burdeck’sche Art. Mit dabei war auch ihr Vater, der im Publikum saß – „Ich habe ihn bisher versteckt“, so die 32-Jährige.

WWM-Jubiläum: Scheitert Burdecki an der Fünf-Euro-Frage?

Dass die Fragen nicht ganz einfach für sie würden, hatten viele der Twitter-User erwartet. Dass die Reality-Show-Teilnehmerin allerdings bereits an der Fünf-Euro-Frage scheitern würde, kam dann doch überraschend. „Steht die Kebekus auf das männliche Geschlecht, gefallen der …? A: Piek Könige, B: Hertz Damen, C: Caro Buben, D: Kroiz Asse“ lautete die Frage.

Abgesehen von den Rechtschreibfehlern, die ihr offensichtlich nicht auffielen, hatte die Kandidatin offenbar nicht die leiseste Ahnung, wer oder was eine Kebekus ist. „Kann man das essen?“, fragte sie Günther Jauch. „Genau, das ist die männliche Form von Kokosnuss“, antwortete dieser trocken. „Ich habe noch nie mit Menschen über eine Kebekus gesprochen“, wunderte sich Burdecki weiter. Außerdem habe sie absolut keine Ahnung von Kartenspielen. „Das brauchen Sie für die Beantwortung dieser Frage auch nicht“, stellte Jauch klar.

„Kebekus kommt mir vom Körperbau so vor wie ein Skelett oder so“, überlegte die Dschungel-Königin weiter und entschloss sich daraufhin, den Publikumsjoker zu nehmen. Diese entschieden sich einstimmig für die richtige Antwort: C: Caro Buben. Auf Twitter sorgte diese Aktion für einigen Hohn.

Evelyn Burdecki setzt Günther Jauch unter Druck

„Es gibt eine Frau, die hat sämtliche Comedypreise der letzten Jahre gewonnen“, löste Jauch schließlich auf. Dabei handele es sich um Carolin Kebekus. „Ach Kebekus, die ist total sympathisch! Die ist gut in Shape, aber Skelett würde ich jetzt nicht sagen“, konterte diese sich selbst. Stolz auf die richtige Antwort war sie trotzdem: „Papa, fünf Euro“, jubelte sie.

Dank des Telefonjokers Daniel Hartwich schaffte es Evelyn Burdecki bis zur 55.555 Euro-Frage. Allerdings tat sie sich sichtlich schwer, einzugestehen, dass sie nicht die richtige Antwort wusste und mit 15.555 Euro nachhause gehen würde, um diese zu spenden. „Tief in mir drinnen bin ich eine clevere und intelligente Frau. Wenn sie mir Recht geben, höre ich auf“, setzte sie den Moderator unter Druck, der sich zwar weigerte, den Satz zu wiederholen, aber ihr zustimmte, damit sie aufhörte.

„Wer wird Millionär?“ Zweite Teilnahme für Janos Pigerl

Mehr in der Gunst der Zuschauenden stand Janos Pigerl. Er saß diesmal eigentlich im Publikum. Bei seiner ersten Teilnahme hatte er bei der vorletzten Frage falsch gelegen – und dabei noch drei Joker übriggehabt. Damit fiel er damals auf 1000 Euro zurück.

„Das finde ich jetzt einen Knaller“, zeigte sich selbst Günther Jauch erfreut. Damit werde zurecht die Regel gebrochen, dass kein Mensch zweimal mitmachen darf. „Damit sind Sie der erste Kandidat bei ‚Wer wird Millionär?‘, der insgesamt acht Joker zur Verfügung hatte“, sagte er und schmunzelte.

„Es wäre völlig geisteskrank, das zu machen“

Der Angestellte im Online-Handel schaffte es auch diesmal wieder bis zur vorletzten Frage. Mit dem einzigen Unterschied, dass ihm diesmal kein Joker blieb, der ihn beraten konnte. Günther Jauch wollte von ihm wissen: „Gegen Ende welchen Filmklassikers fällt der legendäre Satz 'Irgendeiner wartet immer'? A: Spiel mir das Lied vom Tod, B: Vom Winde verweht, C: Citizen Kane, D: Casablanca.“

Obwohl Pigerl nach eigener Aussage nicht einen dieser Filme ganz gesehen hatte, „hat er die Inhalte gut zusammengefasst“, attestierte ihm später die Redaktion. Nach dem Ausschlussprinzip entschied er sich für A, traute sich jedoch nicht, diese Antwort einzuloggen. „Das wäre meine Tendenz, aber es wäre völlig geisteskrank, das zu machen“, offenbarte Pigerl. Damals sei er vielleicht der sympathische Pechvogel gewesen, aber diesmal wäre er einfach nur noch der Volltrottel – läge er falsch. „Ich belasse es dabei und will mein Glück nicht überstrapazieren.“

Somit ging der Kandidat diesmal mit 133.333 Euro nach Hause und der nicht ganz ironischen Erkenntnis, dass seine Antwort diesmal richtig gewesen wäre.