Quizsendung

1500. Sendung: „Wer wird Millionär?“ feiert großes Jubiläum

Die Quizshow „Wer wird Millionär?“ feiert am Donnerstag großes Jubiläum. Bei der 1500. Ausgabe soll es einige Überraschungen geben.

Günther Jauch: Der sympathische Quizmaster

Günther Jauch: Der sympathische Quizmaster

Günther Jauch gehört zu den bekanntesten deutschen Fernsehgesichtern. Der sympathische Moderator im Portrait.

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Berlin. 
  • Am Donnerstag feiert „Wer wird Millionär?“ ein Jubiläum
  • RTL zeigt die 1500. Folge
  • In der Show soll es deshalb Überraschungen geben

„Wer wird Millionär?“ („WWM“) feiert am 3. Juni die 1500. Sendung. Wie RTL verriet, wird es in der Jubiläumsfolge der Quizshow einige Überraschungen geben. So sollen etwa Ausschnitte aus älteren Sendungen gezeigt werden.

Günther Jauch stellt seit 1999 Wissensfragen an seine Kandidaten und hat in dieser Zeit bereits einige außergewöhnliche Dinge erlebt. Eine Quizkandidatin servierte ihm beispielsweise mal vor der Millionenfrage einen Mohnkuchen. Ein anderer Teilnehmer jubelte nach dem 16.000-Euro-Gewinn, dass er jetzt endlich den Job im Getränkemarkt kündigen kann.

Ein Lehrer interessierte sich nicht so sehr für die Fragen – er suchte mit E-Mail-Adresse auf dem T-Shirt nach einer Frau fürs Leben. Ein weiterer Kandidat machte seiner Freundin vor laufender Kamera einen Heiratsantrag.

„Wer wird Millionär?“: 16 Menschen haben die Million gewonnen

Bisher gab es laut RTL 2950 Kandidaten, fast 38.000 Fragen und knapp 9100 Joker in der Show. Nur 16 Menschen haben bei dem Quiz bisher den Wissens-Jackpot geknackt und die Million gewonnen. Und Günther Jauch denkt noch nicht ans Aufhören. Er will nach eigenen Worten die Sendung moderieren „solange es den Zuschauern, aber auch mir selbst noch Freude macht“.

Harald Valder ist Fragen-Entwickler bei dem Quotenhit. „Den Prototyp der perfekten Millionenfrage gibt es nicht“, beteuert er im RTL-Interview. „Ein gutes Beispiel ist aber die Millionenfrage unseres letzten Millionärs – gefragt wurde nach der Anzahl der Bretter, aus denen eine Europalette besteht.“

Die Europalette sei ein Alltagsgegenstand, den jeder kenne, sagt Valder. „Trotzdem können auch viele Menschen, die tagtäglich mit Paletten herumhantieren, nicht auf Anhieb sagen, ob es nun neun, zehn, elf oder zwölf Bretter sind. Das Schöne: Jeder kann mitraten und sowohl im Studio als auch auf dem heimischen Sofa wird leidenschaftlich diskutiert.“

Rund 38.000 Fragen wurden bei „Wer wird Millionär?“ schon gestellt

Um sicher zu gehen, dass die Lösung stimmt, stützt sich Valder auf Standardwerke wie Brockhaus oder Encyclopaedia Britannica, auf Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes, aber auch die Homepages von Firmen. Sein Job sei heute „definitiv“ schwerer als zu Beginn der Sendung 1999.

„Nach rund 38.000 gestellten "WWM"-Fragen immer noch etwas Neues auszutüfteln, wird in der Tat immer schwieriger.“ Der Pool der möglichen Fragen werde „kontinuierlich aufgefüllt“, erläutert Valder. „Wir konzipieren und produzieren permanent Fragen.“ Es könne vorkommen, dass eine Frage, die dienstags entstanden ist, am Montag darauf ausgestrahlt wird. „Umgekehrt gibt es aber auch Fragen, die seit 15 Jahren auf ihren Einsatz warten.“

Einige Fragen sind bei der Ausstrahlung der Sendung nicht mehr aktuell

Sehr selten passiere es dann auch, dass sich eine Frage zwischen der Aufzeichnung und der Ausstrahlung überholt hat. „Konkret kann ich mich an einen Fall erinnern: Wir haben im November 2009 nach dem Durchschnittsalter der neuen Bundesregierung gefragt. Das betrug zum Zeitpunkt der Aufzeichnung 51,5 Jahre.

Kurz darauf trat Franz Josef Jung von seinem Amt als Arbeitsminister zurück und die fast 30 Jahre jüngere Kristina Schröder rückte noch vor der Ausstrahlung der Sendung ins Bundeskabinett nach.“ Als die Folge ausgestrahlt wurde, blendete RTL einen entsprechenden Hinweis für die Zuschauer ein.

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(msb/dpa)