Phoenix

Doku-Reihe zeigt die Schicksalsschläge des John F. Kennedy

Der ermordete US-Präsident John F. Kennedy steht im Mittelpunkt einer mehrteiligen Doku über den Clan und seine Schicksalsschläge.

Kennedy-Fluch: Eine Chronik der unzähligen Tragödien

Der Kennedy-Clan gehört zu den prominentesten Familien Amerikas. Seit Jahrzehnten erleiden sie einen schweren Schicksalsschlag nach dem anderen. Nun ist ein weiteres trauriges Kapitel hinzugekommen.

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Essen. Die Familiengeschichte des Kennedy-Clans stand schon häufig im Mittelpunkt von Büchern, Filmen und Fernsehserien. Auch die neue US-Dokuserie „Die Kennedy-Saga“ (ab Sonntag, 12. Juli, 20.15 Uhr auf Phoenix) erzählt mit Archivaufnahmen und nachgestellten Szenen das aufregende Leben des jungen amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy und seiner Lieben.

Dabei ist zwar nichts substanziell Neues zu erfahren, der Sechsteiler von Tim Dunn und Jonathan Jones lässt aber auch nichts aus: Es geht um die Kubakrise, bei der die Welt knapp an einem Atomkrieg vorbeischlitterte, John F. Kennedys glamouröse Frau Jackie, die zur Mode-Ikone der Sechzigerjahre wurde, sein Verhältnis mit Marilyn Monroe und natürlich das Attentat auf den bis heute von vielen Amerikanern als Lichtgestalt verehrten Präsidenten 1963 in Dallas – ein spektakuläres Verbrechen, bis heute von Verschwörungstheorien umrankt.

Kennedy: So wurde die Familie reich

Den Anfang macht eine Folge über den Vater John F. Kennedys, den schillernden Patriarchen des Clans: Joseph Kennedy, der hartgesottene und clevere Abkömmling irischer Bauern, macht in den USA an der Börse und im Filmgeschäft ein Vermögen, doch das reicht dem ehrgeizigen Aufsteiger nicht.

„Joe“ Kennedy möchte auch in der Welt der großen Politik mitspielen, er träumt von der Präsidentschaft und wird 1938 zum Botschafter in London ernannt. Aber seine politische Karriere findet ein jähes Ende.

Mafia hilft John F. Kennedy im Rennen um das Präsidentenamt

Was ihm selber nicht gelungen ist, soll einem seiner Söhne gelingen, und so widmet sich Joseph Kennedy in den Fünfzigerjahren mit all seinem Einfluss der Karriere seines Zweitgeborenen John F. Kennedy, der es als demokratischer Präsident tatsächlich ins Weiße Haus schafft – nach einer 1960 ganz knapp gewonnenen Wahl gegen den Republikaner Richard Nixon, bei der mit Hilfe der Mafia Stimmen von Vater Joe Kennedy gekauft wurden, wie später herauskam.

Schon bald nach seinem Amtsantritt wurden John F. Kennedy und seine schöne Frau Jackie zum gefeierten Traumpaar, das einen Hauch von Hollywood ins Weiße Haus brachte und sein Familienleben medienwirksam inszenierte.

John F. Kennedy und seine Affäre mit Marilyn Monroe

Doch hinter der glänzenden Fassade sah es ganz anders aus: Der unter chronischen Rückenschmerzen leidende Kriegsheld Kennedy hatte zahlreiche Affären, unter anderem mit der berühmtesten Blondine der Welt: Marilyn Monroe, die 1962 Selbstmord beging.

Außenpolitisch bewährte sich Kennedy in der Kubakrise, als die Welt vor einem Atomkrieg stand, innenpolitisch zeigten er und sein Bruder Bobby Kennedy, den er zum Justizminister gemacht hatte, Sympathien für die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King.

Natürlich spielt auch das Attentat im November 1963, bei dem John F. Kennedy in Dallas im offenen Wagen erschossen wurde, eine große Rolle in der sehenswerten Dokuserie. Ebenso wie das Attentat auf Bobby Kennedy 1968 – der Bruder des ermordeten Staatsmanns wollte selber Präsident werden und wurde in einem Hotel in Los Angeles erschossen.

Kennedy-Clan muss weitere Todesfälle verkraften

Bis heute bleibt der Kennedy-Clan nicht von schweren Schicksalsschlägen verschont. Bobby Kennedys Enkelin Saoirse Kennedy Hill starb 2019 an einer Überdosis. Im April diesen Jahres kamen Maeve Kennedy Townsend McKean und ihr 8-jähriger Sohn ums Leben. Nach einem Bootsunfall vor der Küste des US-Bundesstaats Maryland fanden Rettungskräfte die Leichen der Enkelin von Robert Kennedy und ihrem Sohn erst nach tagelanger Suche.

• Ab Sonntag, 12. Juli, 20.15 Uhr auf Phoenix: „Die Kennedy-Saga“