ARD-Krimi

„Tatort“-Sommerpause: Zuschauer dürfen Wiederholungen wählen

Der „Tatort“ macht Sommerpause: Fans müssen 13 Wochen auf neue Krimis warten. Aber: Sie dürfen über die Wiederholungen mitbestimmen.

Das sind die beliebtesten Tatort-Kommissare

Seit elf Jahren ermittelt das Portal Meedia, welche Kommissare beim Publikum am besten ankommen.

Beschreibung anzeigen

München. Die Sommerpause des „Tatort“ im Ersten wird die zweitlängste in der Geschichte des Fernsehformats. Exakt 90 Tage werden in der ARD keine neuen Folgen ausgestrahlt werden. Eine längere Pause gab es für die Krimireihe, die dieses Jahr ihr 50. Jubiläum feiert, nur 2012. Damals dauerte sie 93 Tage.

Die längsten Sommerpausen der Tatort-Geschichte:

  • 2012: 13 Wochen
  • 2020: 13 Wochen
  • 2014: 12 Wochen
  • 2016: 11 Wochen
  • 2017: 10 Wochen
  • 2019: 9 Wochen

„Tatort“ aus München machte den Abschluss

Die vorerst letzte Erstausstrahlung war am vergangenen Sonntag im Ersten zu sehen. Die Münchner Tatort-Kommissare Batic und Leitmayr ermittelten in der Folge „Lass den Mond am Himmel stehn“.

Nun ist gut 13 Wochen Pause – bis zum 6. September. Neue Folgen des „Polizeiruf 110“ werden weiter ausgestrahlt. Und auch „Tatort“-Fans müssen nicht völlig verzweifeln.

ARD lässt Fans über „Tatort“-Wiederholungen mitbestimmen

Denn: Für die elf Sonntage vom 21. Juni bis 30. August, an denen auch in diesem Jahr Wiederholungen des „Tatorts“ geplant sind, hat sich die ARD im Jubiläumsjahr etwas besonders ausgedacht.

Zum 50. Geburtstag der Reihe veröffentlicht sie am 14. Juni unter „DasErste.de/tatort-voting“ eine Liste der „50 beim Publikum besonders erfolgreichen ,Tatort’-Krimis der letzten 25 Jahre“.

Die Zuschauer dürfen aus dieser Auswahl wöchentlich ihre Lieblingsfolge wählen. Das Ergebnis wird jeweils am Freitag vor dem Ausstrahlungstermin bekanntgegeben, erstmals also am 19. Juni. Am kommenden Sonntag ist dann der erste Wunsch-„Tatort“ ab 20.15 Uhr zu sehen.

Der allererste „Tatort: Taxi nach Leipzig“ wurde am 29. November 1970 ausgestrahlt. Er steht aber aufgrund der Einschränkung auf das letzte Vierteljahrhundert nicht zur Wahl. Eine Auswahl von Klassikern aus den gesamten 50 Jahren zeigt die ARD dafür ab dem 26. Juni jeden Freitag um 22:15 Uhr.

„Tatort“-Wiederholungen: Schimanski steht zur Wahl

Die Experten-Website „Tatort-Fundus“ hat ausgerechnet, dass die Wiederholungen am Sonntag in den vergangenen Jahren im Schnitt nur zwei Jahre alt waren. Liebhaber der Tatort-Klassiker rund um Horst Schimanski dürften sich also über das neue „Voting-Konzept“ freuen.

Die Sommerpause des „Tatort“ an sich ist indessen kein Klassiker. Wie der „Tatort-Fundus“ berichtet, hat sich die Pause mit Wiederholungen erst seit 1996 nach und nach etabliert. Seit 2003 nehme die Zahl der Wiederholungen im Sommer zu.

"Tatort": Das sind fünf spannende Fakten
Tatort - Das sind fünf spannende Fakten

Corona-Pandemie: Dreharbeiten zu neuen „Tatort“-Folgen abgebrochen

Nach der Sommerpause könnten die Probleme erst richtig losgehen. Das Coronavirus hält auch die TV-Branche in Atem. Seit Wochen wird wegen fehlender Genehmigungen nicht gedreht, das betrifft auch die „Tatort“-Filme.

Während die Dreharbeiten zu einem neuen Münster-„Tatort“ mit Jan Josef Liefers und Axel Prahl gar nicht erst begannen, musste die Polizei in Berlin bei Dreharbeiten zu einem neuen „Tatort“ mit Meret Becker einschreiten. Nach einer Ermahnung wurde der Dreh beendet. Auch die Dreharbeiten für den zweiteiligen Jubiläums-Krimi mit Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl wurden gestoppt.

Noch hat die ARD laut eigener Aussage genug neue Folgen auf Vorrat. Was passiert, wenn dieser aufgebraucht ist, lasse sich bisher nicht absehen, sagte Silvia Maric von der ARD-Pressestelle in München.