Sendergemeinschaft

Warum die ARD am 1. Dezember ein neues Logo einführt

Das Logo der ARD erscheint ab dem 1. Dezember in neuem Design. Schriftart und Nummern-Logo sollen dann „eine neue Balance“ ausstrahlen.

Warum zahlen wir den Rundfunkbeitrag?

Immer wieder steht der Rundfunkbeitrag in der Kritik. Dabei ist er als ein Pfeiler unserer Demokratie gedacht. Wir zeigen, wofür wir den Beitrag eigentlich zahlen.

Beschreibung anzeigen

Berlin. Es ging viel um eine neue inhaltliche Ausrichtung und um die Verbesserung des Digitalangebots, als Sender-Chef Ulrich Wilhelm und Programmdirektor Volker Herres am Mittwoch in München über die Zukunft der ARD sprachen. Bis die anvisierten Anpassungen im Programm und in der ARD-Mediathek beim Zuschauer ankommen, dürfte noch einige Zeit vergehen. Eine Änderung allerdings wird schon bald für jeden zu sehen ein: Ab Dezember bekommt die Sendergemeinschaft ein neues Logo.

Die Veränderungen: Die Schriftart für den ARD-Schriftzug verliert ihre Serifen, die Eins im Kreis wird in Relation zum Schriftzug größer. Außerdem wird der Kreis die ARD-Eins nicht mehr vollständig umschließen.

Das „alte“ Logo wird seit 2003 von der ARD genutzt. Es löste die alte ARD-Eins ab, die 1984 erstmals im Bild der ARD-Sender erschien und ohne Schriftzug entworfen wurde.

Das neue Design solle eine stimmige Balance aus Wort- und Bildmarke herstellen, hieß es am Mittwoch in München. Damit solle eine eindeutige Marke geschaffen werden, die die gesamte Angebotspalette der ARD verkörpere.

ARD, ZDF und Deutschlandfunk wollen höheren Rundfunkbeitrag

In den vergangenen Monaten hatten die Chefs von ARD und ZDF vor allem immer wieder vor neuen Sparrunden gewarnt, nachdem die Höhe des Budgets der öffentlichen-rechtlichen Sender in die Kritik geraten war.

ZDF-Intendant Thomas Bellut etwa hatte betont, dass der Rundfunkbeitrag in Höhe von 17,50 Euro nicht dem Betrag entspreche, mit dem die Sender arbeiten. Weil diese eine Rücklage einsetzen dürften, betrage der Beitrag real bereits 18,35 Euro. Auch ARD-Chef Ulrich Wilhelm hatte vor weiteren Sparmaßnahmen gewarnt.

Im Juni sollen ARD, ZDF und Deutschlandradio nach Informationen des Evangelischen Pressedienstes (epd) bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) einen Mehrbedarf von drei Milliarden Euro angemeldet haben. Die Deutsche Presse-Agentur berichtete dann Mitte November, dass die KEF eine Anhebung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent ab dem Jahr 2021 vorschlage.

(br/epd/dpa)