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ESC 2019: Niederlande gewinnen - Schlappe für Deutschland

Null Punkte holten "S!sters" in der ESC-Zuschauerwertung, am Ende blieb der drittletzte Platz. Der Sieger: die Niederlande.

ESC: Das muss man über die deutschen „S!sters“ wissen

Eurovision Song Contest 2019: Das muss man über die deutschen „S!sters“ wissen

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Tel Aviv/Berlin.  Der ESC 2019 ist vorbei. Gewinner des Eurovision Song Contest ist Duncan Laurence

aus den Niederlanden. Für die deutschen Teilnehmer von S!ster ging der Abend mit einer Schlappe zu Ende. Auch Lena-Meyer Landrut, die 2010 den ESC für Deutschland gewann, schaute beim Auftritt ganz genau hin. Bislang sagte sie nichts zur deutschen ESC-Teilnahme.

Das änderte sich am Samstag. In ihrer Instagram-Story sagte sie vor dem ESC, dass sie den beiden ganz viel Spaß wünsche. Sie markierte die S!ster-Sängerinnen in ihrer Story: „Hört mal, ihr zwei Hasen, ich wünsche euch ganz viel Spaß, ganz viel Glück, ganz Liebe“, sagte sie. „Vollgas.“

ESC 2019: Lenas Widmung bringt keine Punkte für S!sters

Es half alber nichts. Von den Zuschauern gab es für „S!sters“ keine Punkte. An der Spitze der ESC-Ergebnisse ging es denkbar knapp zu: Der niederländische Musiker gewann knapp vor Italien. Deutschland landete auf dem 24. Platz. Besonders tragisch: Von den Zuschauern gab es für „S!sters“ keine Punkte.

ESC 2019 Ergebnis: So sehen die ersten Plätze aus

1. Niederlande

2. Italien

3. Russland

4. Schweiz

5. Norwegen

Zunächst waren bei der Auszählung der Ergebnisse erstmal die Jurys dran, die insgesamt 50 Prozent am Endergebnis ausmachen. Dann folgten die Stimmen der Zuschauer zuhause. Insgesamt gab es Wertungen von 41 Ländern. Bereits nach den ersten Ländern schien sich zu bestätigen: Italien, Russland, Niederlande, Schweden und Mazedonien sind die großen Favoriten des Abends.

ESC 2019 in der Zusammenfassung: Madonna hätte Deutschland auch nicht retten können

ESC 2019: Madonna trifft die Töne nicht

Die Wartezeit wurde mit einem Kurz-Auftritt von Madonna versüßt. Mit einem äußerst auffälligen Outfit zeigte sie gleich mal, wer die Queen of Pop im Haus ist. Auf ihren Auftritt mussten sich ESC-Fans aber noch etwas gedulden. Bis dahin ist erstmal ein Mentalist dran, der aber nach einem Mini-Auftritt schon wieder verschwindet. Dafür bekam Vorjahresgewinnerin Netta Barzilai nochmal einen ehrenvollen Rahmen zum Abschluss des ESC 2019.

Und dann doch noch vor der Abstimmung kam Madonna erneut auf die Bühne, um ihr neues Album zu promoten. Aber sie startete erstmal mit einem richtigen Klassiker. Live - und mit dem ein oder anderen schiefen Ton - sang sie ihren Hit „Like A Prayer“.

Die Chancen von „S!ster“ wurden von den Buchmachern als äußerst gering eingeschätzt. Glaubte man ihrer Einschätzung, dann hatten andere Länder weitaus mehr Potenzial als Deutschland. Ob die Prognosen für sie und auch für etwa Serhat aus San Marino, dem italienischen Mahmood oder dem großen Favoriten aus den Niederlanden, Duncan Laurence, stimmen? Das musste man erstmal abwarten.

Der große ESC-Abend hatte mit Michaela aus Malta begonnen, dann folgte Jonida Maliqi aus Albanien. Hier konnten die Zuschauer gleich eine Seltenheit beobachten: Denn die albanische Sängerin sang auf Albanisch, was ziemlich selten geworden ist in den vergangenen Jahren. Auch die meisten der diesjährigen ESC-Künstler singen ihre Songs auf Englisch.

Nach dem tschechischen Auftritt – ebenfalls auf Englisch – von Lake Malawi mit seinem „Friend of a friend“ waren S!sters als Vierte dran. In der Halle gab es viel Applaus für die beiden Sängerinnen aus Deutschland. Ob das die Zuschauer auch so sehen, bleibt abzuwarten.

San Marinos ESC-Teilnehmer Serhat sorgt für Lacher

Mit San Marino, das nur wenige Startplätze nach Deutschland ran durften, kam ein echter ESC-Könner auf die Bühne. Serhat nahm bereits 2016 am ESC teil. Zudem ist er mit 54 Jahren der älteste Teilnehmer. Und er hat zumindest beim Unterhaltungswert überzeugt. Im Netz fragen sich die Leute aber eher, wem der Künstler so ähnlich aussieht. „Right Said Fred“ und „Pitpull“ ist häufiger in den Kommentaren zu lesen.

Eine Frage, die sich derzeit viel in den sozialen Netzwerken gestellt wird: Singen die Musiker Playback? Nein. Das ist laut ESC-Regeln verboten, was nicht für die Musik an sich geht. „Der Titel muss live mit Halbplayback vorgetragen werden“, heißt es in den Regeln.


ESC-Finale in Israel - Wer sind die Favoriten?

ESC-Favorit aus den Niederlanden überzeugt

Geht es nach den Buchmachern, kann es in diesem Jahr nur einen Sieger geben: Duncan Laurence. Der 25-Jährige vertritt die Niederlande mit der dramatischen Popballade „Arcade“. Und mit seiner feinfühligen Stimme und seinem Auftritt am Klavier hatte er sofort die Herzen auf seiner Seite. Er sang über den Verlust eines Menschen, den man liebt.

Aber auch an dem Applaus für den Gastgeber aus Israel kommt er nicht ran. Beim Auftritt von Kobi Marimi mit „Home“ feiert die ganze Halle. Ob sich Israel die ESC-Krone gleich zwei Mal in Folge schnappt?

Italien überzeugt mit Mahmood beim ESC

Viel Applaus gab es auch für den italiensichen Künstler. In seinem Lied „Soldi“ (dt. „Geld“) zeigt er, dass Musik wichtiger ist als Geld oder Politik ist, wie er auch im Vorfeld betont hatte. Seine Teilnahme löste in Italien Proteste in der Regierung um Innenminister Matteo Salvini im Vorfeld des ESC aus.

Denn Mahmood hat ägyptische Wurzeln und das passt nicht in die Vorstellungen der Regierung, die einen harten Kurs in der Einwanderungspolitik fährt. Beim ESC interessiert das aber nicht: Mahmood bekam für seine Nummer viel Zuspruch. Zurecht.

Frankreichs großer Favorit ist offen schwul

Schon fast traditionell hoch gehandelt wird Schweden. Sechs Mal konnten die Skandinavier den ESC bereits gewinnen – fast immer mit modernem Popsound und eingängigen Melodien. So klingt es auch beim diesjährigen Kandidaten John Lundvik.

Vor Italien ging für Frankreich Bilal Hassani an den Start. Der offen schwule Sänger könnte mit seinem Auftreten ein zweiter Conchita Wurst werden. Kein so schlechtes Omen: Schließlich gewann der österreichische Sänger den ESC schon. Weitere Anwärter auf den Sieg: Der Schweizer Luca Hänni, Gewinner bei „Deutschland sucht den Superstar“ 2012, hofft auf die Stimmen seiner jungen Fans.

Der 64. ESC: Wer tritt für Deutschland in Tel Aviv an?

Laurita Spinelli (26) und Carlotta Truman (19) kennen sich zwar erst seit wenigen Monaten, treten aber trotzdem unter dem Namen S!sters (Schwestern) auf. Bleibt zu hoffen, dass ihr Zusammenhalt stark genug ist.

Es bahnt sich nämlich ein weiteres ESC-Desaster für Deutschland an. Internationale Buchmacher sehen S!sters derzeit auf Platz 27. Das muss zwar nichts heißen, doch auch internationale Kritiker sind ziemlich verhalten, was die deutschen Chancen beim ESC angeht.

S!sters überzeugen nicht

„Der Song ist ziemlich flach und ehrlich gesagt ganz schön einschläfernd. Für mich ist das der letzte Platz“, schreibt zum Beispiel der britische Musiker Phil Colclough. Auch die Buchmacher halten von S!sters nicht gerade viel. Auf den aktuellen Listen der Buchmacher sehen sie die beiden Sängerinnen auf dem letzten Platz. Das sind die Erfolgsaussichten für die deutschen S!sters.

Ein anderer Deutscher wird hingegen fehlen: Ralph Siegel. Für den Komponisten des deutschen Siegertitels von 1982 wäre es die 26. Teilnahme gewesen. Er hatte Bosnien-Herzegowina angeboten, sich um alles zu kümmern. Der Balkanstaat entschied sich stattdessen, in diesem Jahr gar nicht teilzunehmen.

ESC-Halbfinale Nummer 1 – wer ist weitergekommen?

Beim aufwendig inszenierten ersten Halbfinale des ESC in Tel Aviv schaffte bislang als einziges deutsches Nachbarland die Tschechische Republik den Sprung ins Finale. Polen und Belgien hingegen schieden am Dienstagabend aus.

Außerdem schafften es die Länder Griechenland, Weißrussland, Serbien und Zypern ins Finale. Mit ihnen werden außerdem Estland, Australien, Island, San Marino und Slowenien wetteifern.

Montenegro, Finnland, Ungarn, Georgien und Portugal schafften es dagegen nicht ins Finale.


Wer war 2018 Gewinner des 63. Eurovision Song Contests?

Netta aus – wenig überraschend angesichts des Austragungsorts – Israel gewann den Eurovision Song Contest 2018. Die hatte mit einem abenteuerlichen Mix aus R’n’B, K-Pop und Elektro international begeistert – auch, weil ihr Song „Toy“ zwar nah an der Grenze zum musikalischen Chaos, aber eben auch extrem eingängig und zudem noch politisch ist. Denn: Im Text stellt sie sich gegen Männer, die sie aufgrund ihres Geschlechts zum „Spielzeug“ machen wollen. Dazu war sie auch optisch auffällig bunt.

Deutschland hat 2018 übrigens den vierten Platz erreicht – mit Michael Schulte.

ESC 2018: Das sagt Michael Schulte zu seinem vierten Platz
ESC 2018- Das sagt Michael Schulte zu seinem vierten Platz

Welche Paradiesvögel treten dieses Jahr beim ESC an?

Was wäre der ESC ohne wilde Kostüme und knallige Bühnenshows? Auch diesmal setzen viele Teilnehmer darauf, statt mit ihrer Musik mit ihrem Aussehen aufzufallen. Islands Vertreter Hatari zum Beispiel bietet eine feurige Sado-Maso-Show in Lack und Leder. Abgeschaut vermutlich bei der Skandalband Rammstein. Dazu gibt’s Kapitalismuskritik. Ihr Song heißt übersetzt „Hass wird siegen“ und setzt sich kritisch mit der Konsum-Gesellschaft auseinander.

Inhaltlich sanfter geht es bei Portugal zu. Der Beitrag von Conan Osíris erinnert mit seiner wilden Mischung aus Techno und asiatischen Klängen an die Vorjahressiegerin Netta. Auf der Bühne stehen dabei zwei Männer in weißen mit Federn besetzten Anzügen. Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zum ESC.

Wer sein Können nicht mehr unter Beweis stellen muss, ist ein Superstar. Madonna tritt beim ESC-Finale in Israel auf.

ESC 2019: Das sind die Quoten die Buchmacher

Die aktuellen Quoten der Buchmacher finden Sie unter diesem Link.