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Samuel Rösch gewinnt „The Voice of Germany“ – mit Abstand

Der Sieger von „The Voice“ steht fest. Samuel Rösch, Schützling von Michael Patrick Kelly, ließ die Konkurrenz weit hinter sich.

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Berlin.  Samuel Rösch ist der Sieger der achten Staffel von „The Voice of Germany“. Der Student siegte klar vor Benjamin Dolic, Jessica Schaffler und Atomus Isler. Seinem Coach Michael Patrick Kelly bescherte er damit gleich in dessen Premieren-Staffel den Sieg.

Der 24-Jährige bekam am Sonntagabend rund 55 Prozent der Zuschauerstimmen und bejubelte seinen Sieg. „So richtig verkraften werde ich das erst in den nächsten Wochen und Monaten“, sagte Rösch der Deutschen Presse-Agentur.

• Diese Talente standen im „The Voice“-Finale:

Samuel Rösch: Der 24-Jährige kommt aus Großrückerswalde bei Chemnitz und ist Student der evangelischen Religionspädagogik. Er sang im Finale zusammen mit Lukas Graham den Song „Love Someone“.

Sein Coach Michael Patrick Kelly, der das erste Mal dabei war, glaubte an seinen Schützling: „Sobald Samuel singt, ist das einfach nur ‚Wow‘, sein Gesang berührt mich tief.“ Zu Recht, wie sich herausstellen sollte.

Auffällig: Rösch war der einzige Finalist, der deutsche Lieder sang.

Eros Atomus Isler: Jede gute Castingshow braucht einen Mädchenschwarm. Das übernahm bei „The Voice“ diesmal der 18-jährige Eros aus Flensburg. Der Abiturient, der bereits in Italien, den USA und den Niederlanden lebte, spielt auf spezielle Art Gitarre. Er hält sein Instrument flach auf dem Schoß und zupft dabei die Saiten.

Im Finale trat das Team-Fanta-Mitglied mit Jess Glynne und dem Song „Thursday“ an. Für den Titel reichte es aber nicht.

Benjamin Dolic: Der 21 Jahre alte gebürtige Slowenier besitzt die wohl variantenreichste Stimme. Der Elektriker überzeugte im Halbfinale mit einer A-Cappella-Version des Elvis-Presley-Hits „Can’t Help Falling in Love“.

Im Finale versuchte er sein Glück mit „Ruin My Life“, das er gemeinsam mit Zara Larsson sang. Teamchefin Yvonne Catterfeld sagte über ihn: „Benjamin ist als Künstler, als Sänger und als Persönlichkeit sehr, sehr, sehr, sehr groß.“ Immerhin Platz zwei.

Jessica Schaffler: Sie war die einzige Frau in der Runde und gleichzeitig auch das Küken. Die Österreicherin ist gerade mal 17 Jahre alt. Die Nachwuchssängerin tritt im „Sweet Lolita Look“ auf, der aus Japan stammt und in knalligen Farben und vielen Rüschen daherkommt.

Sie sang im Finale mit Tom Odell „Half As Good As You“. Coach Mark Forster erwartete Großes von ihr: „Sie hat etwas, was nur ganz wenige Sänger haben: Dieses ganz Zarte, Zerbrechliche aber auch die Kraft einer großen Popsängerin.“ Damit habe sie eine der stärksten Stimmen bei „The Voice“ – und Platz drei mehr als verdient.

• Das waren die „The Voice“-Coaches:

In Staffel acht saßen diese Coaches auf den roten Sesseln:

  • Michael Patrick Kelly (40): Der Solokünstler ist das erste Mal Coach bei „The Voice“
  • Michi Beck (50) und Smudo (50): Sie sind bereits zum fünften Mal in Folge dabei
  • Yvonne Catterfeld (36): Sie ist zum dritten Mal Coach bei „The Voice“
  • Mark Forster (34): Hat bereits Erfahrungen bei „The Voice Kids“ gesammelt und sitzt nun zum zweiten Mal in der Runde

• So lief das „The Voice“-Finale:

Das „The Voice of Germany“-Finale war am 16. Dezember um 20.15 Uhr live in Sat.1 zu sehen.

Jedes der vier Talente sang insgesamt drei Songs: Einen Song solo, dann ein Lied mit einem der internationalen Stars und den letzten Song mit dem jeweiligen Coach. Die Zuschauer entschieden am Ende per Telefonvoting, wer „The Voice of Germany“ wird.

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• Diese internationalen Stars traten auf:

Nicht nur die Talente standen auf der „The Voice“-Bühne, auch bekannte Sängerinnen und Sänger waren bei „The Voice“ zu Gast. Das waren sie:

  • Herbert Grönemeyer
  • Lukas Graham
  • Tom Odell
  • Zara Larsson
  • Jess Glynne
  • Olly Murs

Welchen Song Herbert Grönemeyer performte, war vorher nicht bekannt. Auf seinem neuen Album singt der Bochumer auch auf Türkisch: In dem Song „Doppelherz / Iki Gönlüm“ geht es um die Sehnsüchte der Menschen.

• So war die achte „The Voice“-Staffel:

Wochenlang kämpften die Coaches um die besten Nachwuchsmusiker. Michael Patrick Kelly war das erste Mal dabei und ersetzte Samu Haber.

Es flossen Tränen bei Michi Beck als Mascha Winkels auftrat, Michael Patrick Kelly zoffte sich mit seinen Kollegen und die blinde Sängerin Bernarda Brunovic berührte alle mit ihrer Stimme.

Eine besondere Premiere lieferte die Hamburgerin Sinem Uraz ab: Sie sang auf Türkisch – und begeisterte die Jury. Das hatte sich vor ihr noch keiner getraut.

• Wir sahen die Fans die Staffel?

Das Interesse der Zuschauer war zumindest am „The Voice“-Finale so gering wie nie zuvor bei der Castingshow. Nur 2,54 Millionen Menschen (8,6 Prozent) interessierte die von Sat.1 übertragene Show. Im Vorjahr waren kurz vor Weihnachten noch 3,31 Millionen Zuschauer (11,1 Prozent) dabei, als Natia Todua gewann.

• Wie geht es nach „The Voice of Germany“ weiter?

Der nächste „The Voice“-Gewinner ist gefunden, Bühne frei für die ältere Generation: Einen Tag vor Heiligabend startet in Sat.1 das Senioren-Format „The Voice Senior“.

Sascha Vollmer und Alec Völkel von The BossHoss kehren für das neue Format in die Jury zurück, um mit Yvonne Catterfeld , Mark Forster und Sasha Gesangstalente im Alter von 60 Jahren aufwärts zu finden.

(jha)