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„Bachelorette“: Vor den Homedates läuft ein Favorit davon

Ereignisreiche Wochen für die Berlinerin: Noch bevor Nadine die Familien der Männer kennenlernt, verlässt ein Mann freiwillig die Show.

Drei Dinge, die man über die "Bachelorette" wissen muss

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Berlin.  Wenn Tom Cruise RTL schauen würde, er wäre – jede Wette – begeistert von den „Bachelorette“-Bewerbern. Während der Schauspieler im Jahr 2005 noch wild auf der Couch von Talkmasterin Oprah Winfrey herumhüpfen musste, um seinen Gefühlen für Kollegin Katie Holmes Ausdruck zu verleihen, geht das Ganze heute völlig cool über die Bühne.

Ein bisschen Gefühlsduselei auf Korfu, ein wenig Schmachterei im Kinderzimmer? Nichts leichter als das für die verbliebenen sechs Kandidaten der Kuppel-Show. Gut so, schließlich will es Nadine auf den letzten Metern zum Traummann noch einmal ganz genau wissen. Wieso soll sich die 32-Jährige ausgerechnet für Filip entscheiden, einen Fitnesstrainer mit Vorliebe für Fleisch und Fusel? Oder etwa für Daniel, der bei ihrem Anblick schon Bauchkribbeln verspürt?

Alex ist „der Zelter vorm Herrn“

Aber der Reihe nach. Denn gleich drei Kandidaten verlassen die sechste von acht Sendungen am Mittwochabend – mehr oder weniger freiwillig. Beim letzten Gruppendate, angenehm auf einem Katamaran ausgerichtet, fließt der Champagner noch, als gäbe es kein Morgen – der auf einem Zeltplatz auf einer „einsamen“ Insel endet. Denn wer auf hoher See schunkeln, schaukeln und schmusen kann – und nebenbei Kreuzfahrtschiffen den blanken Hintern vorführt –, darf sich auch die Hände schmutzig machen.

Brian zeigt sich von dem Abenteuer ob seiner fehlenden Camping-Künste weniger angetan. Das Hantieren mit Zeltstange und Hering will einfach nicht funktionieren: „Jetzt habe ich gerade einen krassen Hänger.“ Es sei ihm verziehen. Wer bislang nur unter dem Sternenhimmel des heimischen Gartens in Bayern nächtigte, kann eben keinen Robinson Crusoe bieten. Kollege Filip leistet seelischen Beistand: „Wir haben andere Stärken – wir können eben gut aussehen.“

Wenigstens ein Mann gewinnt – einmal mehr – Nadines Aufmerksamkeit: „Alex hat es definitiv drauf, er ist der Zelter vorm Herrn.“ Dass er sich im Vier-Augen-Gespräch unweit des Lagerfeuers noch einmal versichert, dass die 32-Jährige auch wirklich Gefühle für ihn hege – kaum zu glauben. Aber 120 Minuten Sendezeit wollen gefüllt sein, im Sinne Nadines am besten mit aufrichtiger Zuneigung. Womit wir bei Chris wären.

Chris verlässt die Show

Nach einer langen Nacht im Zelt mit viel Zeit zum Überlegen findet der Automobilkaufmann die Bachelorette auf einmal nicht mehr ganz so dufte. Das kommt Nadine insofern recht, als dass sie angesichts der Dreamdates ohnehin zwei Männer nach Hause schicken muss: „Deswegen will ich von euch allen offen und ehrlich wissen, ob ihr bereit seid, diesen Schritt mit mir zu gehen? Denn wenn nicht, mögt ihr das bitte jetzt sagen.“

Schon erhebt Chris die Stimme. Gerade sprachen die beiden noch über eine Nackedei-Hochzeit am Strand, schon gesteht ihr der 28-Jährige, dass er „keine Gefühle“ für sie habe, eher „freundschaftlich“ denke. Er steigt aus.

Die anderen Herren dürfen – Nadine will sich schließlich sicher sein – daraufhin einen Lobgesang auf sie anstimmen. Na, was gefällt den Männern denn so an der Bachelorette? Alex: „Mit dir kann man über Gott und die Welt reden.“ Maxim: „Es ist das erste Mal nach sechs Jahren Single-Dasein , dass ich wieder echtes Interesse habe, eine Beziehung zu führen.“ Brian darf trotz der „Pferde-stehlen“-Darbietung die Koffer packen. Sein Abschiedsgruß: „Der, wo sie bekommt, hat wirklich Glück.“

Daniel bekommt Tipps von der Mutti

Noch bekommt sie keiner! Schließlich wollen die Familien noch ein Wörtchen mitreden, und so stehen die „Homedates“ auf dem Plan. Leider fallen die weniger spektakulär aus als erwartet. Bei Daniels Familie gibt’s Käsekuchen, wobei Mutti gleich einen „Brecher“ (Daniel) raushaut. Sie fragt Nadine – das Gespräch drehte sich gerade noch ums Wetter –, was sie denn so faszinierend fände an ihrem Sohnemann. Dass er gut küssen kann vielleicht?

Jedenfalls verziehen sich die Bachelorette und die Nummer eins ihrer vier Angebeteten auf eine Bank zwischen Weizen- und Roggenfeld. Nadine lässt ihn in Sachen Zärtlichkeit zappeln, was er „süß“ findet, Daniel aber auch zu denken gibt: „Wir müssen noch viel erleben, um von echten, starken Gefühlen zu sprechen.“ Muttis Tipp: „Da bleibscht dran!“

Würde so wohl auch Alex Familie unterstreichen, und selbst Filips Eltern – der Papa fein gemacht im Pauli-Shirt –, könnten sich mit der Wahl ihres Sohnes sehr gut anfreunden (Darauf einen Selbstgebrannten!). Nur Filips Schwester beäugt die Neue bei kroatischen Köstlichkeiten ganz genau: „Und wie alt bist du, Nadine?“ „32.“ „Und wie alt ist mein Bruder?“ Richtig, 24.

Nadines erster Kuss im Kinderzimmer

Stört den Jungspund aber wenig, er lädt die Bachelorette gleich auf sein Bett ein. Unter den Augen von Audrey Hepburn und denen eines weißen Tigers (interessanter Kunst-Geschmack) kommen sich die beiden näher. Nadines Fazit: „Endlich habe ich im Kinderzimmer geknutscht.“ Da hat sich die Teilnahme an der Show doch gleich bezahlt gemacht.

Maxim kriegt nach gekonnter Kinder-Betreuung – Nadine lernt seine Nichten kennen –, ebenfalls einen Kuss, überstürzt es aber einmal mehr. Schon im griechischen Pool konnte er sich kaum beherrschen, beim Homedate fängt das Model gleich mit vermeintlicher Erotik an: „Ich bin gerne Gentleman, aber nur außerhalb des Schlafzimmers.“ So, so.

Der plötzliche Elan scheint allerdings etwas zu spät zu kommen: In der „Nacht der Rosen“ geht Maxim leer aus. Alex, Filip und Daniel dürfen Nadine zu den Dreamdates nach Holland – also wohl in die Karibik – begleiten. Auf dass sie vor lauter Liebesglück allesamt ausrasten. Ruhig auch wie Tom Cruise.

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