Quizsendung

„Gefragt – Gejagt“-Promiausgabe: Bommes muss ans Limit gehen

Bei dem Vorabend-Quiz „Gefragt – Gejagt“ im Ersten stößt Alexander Bommes auf seine Bildungslücken. Sein Respekt gilt den Jägern.

Foto: imago stock&people / imago/Lars Berg

Essen.  In ihm schlägt ein Sportlerherz. Gerade hat Alexander Bommes, Ex-Profi-Handballer und seit 2012 Moderator des Vorabend-Quiz „Gefragt – Gejagt“, den mehr als dreistündigen Fragen-Marathon abgedreht, eine Promi-Spezialausgabe. Die ARD zeigt sie am Samstagabend auf einem Ehrenplatz um 20.15 Uhr. Ist Bommes nun außer Atem? Keine Spur.

„In der Gemeinschaft etwas auf die Beine zu stellen, ist für mich aktive Erholung“, sagt er am Telefon. Dabei muss es eine Meisterleistung gewesen sein, ganze 16 Promis zusammenzubringen. So verschiedene Naturelle wie Charakterdarstellerin Natalia Wörner, „Tatort“-Star und Entertainerin Meret Becker, Bodybuilder Ralf Möller oder Reality-TV-Sternchen Ross Antony stellten sich mehr als 500 Fragen und dem beneidenswerten Wissen der sogenannten Jäger.

„So unterschiedlich sie sind, sie haben alle das ,Gefragt – Gejagt‘-Gen“, so der 42-Jährige über seine prominenten Kandidaten. „Bei uns kann keiner sagen: Ich mach hier mal einen lockeren Promo-Termin. Bei uns musst du dich schon richtig auf die Sendung einlassen.“

Bommes Erfolgsrezept: sich selbst zurückzunehmen

Sein besonderer Respekt aber gilt den vier Jägern, wie dem Duisburger Sebastian Jacoby. „Das sind alles Leute, die Quizze als Sport betreiben. Gute Allgemeinbildung haben viele, aber diese Burschen sind im Wettkampfmodus.“

Ist er in sechs Jahren „Gefragt – Gejagt“ nicht auch viel schlauer geworden? „Leider nicht“, sagt der studierte Jurist. „Bedauerlicherweise merke ich in jeder Sendung, wie limitiert ich bin, trotz meiner okayen Schul- und Universitätsbildung.“ Immer nehme er sich vor, die Antworten der Sendung abends noch einmal einzupauken. Doch nach einem Aufzeichnungstag sei selbst er zu müde.

Der gebürtige Kieler hat ja auch noch genug anderes zu tun. Bommes ist Vater von zwei Kindern, von der Mutter, der Moderatorin Julia Westlake, lebt er getrennt. Außerdem moderiert er noch die ARD-„Sportschau“ und die NDR-Talkshow „Tietjen und Bommes“. Sein Erfolgsrezept: sich selbst zurückzunehmen. „Eine Talkshow war dann gut, wenn die Gäste miteinander reden und ich gar nicht viel fragen muss. Und ich bin mir bewusst, die ‚Sportschau‘ hätte dieselben Quoten, wenn die Spiele von keinem Moderator, sondern einem Schriftbild angekündigt würden.“

NDR-Chefin gab ihm die große Chance

Trotz Blitzkarriere – noch als er Volontär war, holte ihn die damalige NDR-Direktorin Maria von Welser vor die Kamera – lief auch in Bommes’ Leben nicht immer alles rund. „Ohne Details nennen zu wollen – auch ich habe schon verrückten Idealen nachgeeifert und manches Mal in Erinnerung an früher die Haare gerauft und mich gefragt: Was hast du da getan?“

Man könne dann bestürzt sein oder aber sich überlegen, was schiefgelaufen sei. „Dann kann man davon profitieren.“ Heute gehe er „etwas gnadenvoller“ mit sich um. „Ich mache mir weniger einen Kopf, was andere von mir denken. Wenn man so weit ist, hat man einen großen Teil geschafft.“

Sportlich auch seine Einstellung zu seiner Konkurrenz: RTL setzt die neue Show von Thomas Gottschalk gegen ihn an. „Ich habe davon gehört“, sagt er betont beiläufig, „ich freue mich über jede Sendung, an der die Zuschauer Spaß haben. Es ist genug für alle da.“

• Samstag, 18. August, 20.15 Uhr, ARD: „Gefragt – Gejagt“

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