Rate-Show

Mit „Stadt, Land, Haus“ in fremder Leute Wohnungen schauen

Mal sehen, wie andere so leben: Das können Neugierige ab September bei der neuen ARD-Show „Stadt, Land, Haus – So wohnt Deutschland“.

Schlüsselübergabe: Moderatorin Mareile Höppner und die Kandidaten der Wohn-Show, Yasemin Korkmaz und Ina Städter (links) sowie Carmen Bartels und Thomas Widdua.

Schlüsselübergabe: Moderatorin Mareile Höppner und die Kandidaten der Wohn-Show, Yasemin Korkmaz und Ina Städter (links) sowie Carmen Bartels und Thomas Widdua.

Foto: ARD / RBB/Oliver Ziebe

Berlin.  Nichts ist spannender als der Blick in fremde Wohnungen. Wie leben andere Menschen? Was verrät die Einrichtung über die Personen, die dort leben? Diese Neugier lockt die Menschen regelmäßig vor den Bildschirm. Der Hype um Einrichtungsshows wie „Zuhause im Glück“ und „Einsatz in 4 Wänden“ ist zwar ein wenig abgeflaut, doch das Interesse am Blick in fremde Wohn- und Lebenswelten ist zeitlos – hofft die ARD.

Mit „Stadt, Land, Haus – So wohnt Deutschland“ versucht sich der Sender nun an einem neuen Format, das dieses Bedürfnis aufgreift. Die Sendung begleitet Menschen bei der Besichtigung fremder Immobilien. Dabei sollen sie den Wert des Objekts schätzen. Was zunächst nach einem Mix von „mieten, kaufen, wohnen“ mit „Bares für Rares“ klingt, soll eine Sendung zum Mitraten für die ganze Familie werden.

Mareile Höppner übernimmt die Moderation der Sendung, die vom RBB produziert und in der ARD ausgestrahlt wird. Die 41-Jährige steht seit 2008 als Moderatorin für das Boulevardmagazin „Brisant“, das vom MDR für das Erste produziert wird, vor der Kamera. Dafür pendelt sie regelmäßig zwischen Berlin und Leipzig. „Mein Leben findet mittlerweile im Koffer statt“, sagt sie.

Biedermeier und Geweihe

Höppner, selbst „ein totaler Wohnfan“, gefällt das Format, weil man viel über Menschen erfahre. Die Sendung sei ein skurriler Einblick ins deutsche Wohnen. Ihren persönlichen Einrichtungsstil beschreibt sie so: „Ich bin so bunt wie eine Großstadt, finde einen Desi­gnerstuhl super, habe aber durchaus auch altes Biedermeier zu Hause.“ So sammle sie verrückte Bilder von Antik-Flohmärkten und kombiniere sie mit ihrer Sammlung von Geweihen. „Ich bin natürlich keine Jägerin und keine fleischverrückte Tante, aber meine Oma hatte die so liebevoll dekoriert, und irgendwie sind die nun bei mir an die Wand geraten“, sagt sie.

Ausgefallen sagen die einen dazu, für die anderen ist es schon exzentrisch – aber genau um diese Mischung wird es in der Sendereihe gehen.

Pro Ausgabe besichtigen jeweils zwei Paare mehrere Immobilien in einer bestimmten Region Deutschlands. Die Kandidaten besichtigen Wohnobjekte mit besonderem Charakter: schöne Landvillen und Stadthäuser, ungewöhnliche Designobjekte, ausgebaute Höfe, Lofts, Hausboote oder Datschen. Damit es nicht nur beim Betrachten bleibt, können die Zuschauer das tun, was sie am liebsten tun: raten. Die Inflation der Rateshows kennt kein Ende – und so können Paare zum Beispiel 1000 Euro gewinnen, wenn sie wissen, aus welchem Baujahr die Villa stammt.

Ein festes Team aus Immobilien-, Antiquitäten- und Designexperten gibt den Zuschauerinnen und Zuschauern Einblicke in Bautrends und Wohnkultur.

20 Folgen sind in Planung

Vorbild der Sendung ist das britische Format „Guess this House“, bei dem ebenfalls zwei Teams Häuser und deren Inneres auf den jeweiligen Wert schätzen mussten. „Stadt, Land, Wohnen – So wohnt Deutschland“ läuft ab September. 20 Folgen sind geplant, die Montag bis Freitag jeweils ab 16.10 Uhr ausgestrahlt werden.

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