US-Einwanderungspolitik

Mit diesem Cover reagiert „Time“ auf Trumps Grenzpolitik

Das Foto eines weinenden Mädchens an der US-Grenze zu Mexiko ging um die Welt. Nun griff die „Time“ das Bild für ihr neues Cover auf.

Ein zweijähriges Mädchen aus Honduras weint vor Angst, als ein Grenzpolizist seine Mutter an der US-Grenze zu Mexiko durchsucht und festnimmt.

Ein zweijähriges Mädchen aus Honduras weint vor Angst, als ein Grenzpolizist seine Mutter an der US-Grenze zu Mexiko durchsucht und festnimmt.

Foto: Getty Images / Getty Images News/Getty Images

Berlin.  „Welcome to America“ – „Willkommen in Amerika“. Auf rotem Untergrund steht dieser Satz in weißen Buchstaben auf dem neuen Cover des US-Magazins „Time“. Daneben steht Präsident Donald Trump und blickt von oben auf ein kleines, weinendes Mädchen herab.

Das Foto des zweijährigen Mädchens aus Honduras ging vor wenigen Tagen um die Welt. Es steht ikonisch für die Schärfe der US-Einwanderungspolitik . Das Original-Foto zeigt das weinende Kind, während seine Mutter von einem Grenzpolizisten durchsucht und festgenommen wird.

Tausende Kinder wurden in den vergangenen Monaten an der US-Grenze zu Mexiko von ihren Eltern getrennt , wenn diese als illegale Einwanderer im Gefängnis landeten.

Nach dem Streit um die Praxis knickte Trump inzwischen ein. Hart bleibt seine Politik dennoch. Per Dekret verfügte er am Mittwoch , Kinder von illegalen Einwanderern zwar nicht mehr von ihren Eltern zu trennen, sie aber künftig gemeinsam mit ihnen zu inhaftieren.

„Was für eine Art von Land sind wir eigentlich?“

Das „Time“-Magazin nimmt Trumps Kehrtwende und seine Einwanderungspolitik zum Anlass, in seiner Titelgeschichte zu fragen: „Was für eine Art von Land sind wir eigentlich?“

Das Magazin postete das Cover am Donnerstag auf Facebook und sorgte damit direkt für große Aufmerksamkeit. Innerhalb einer Stunde wurde der Beitrag mehr als 30.000-mal mit „Gefällt mir“ markiert. Der Post wurde mehr als 18.500-mal geteilt und fast 1500-mal kommentiert (Stand: 18.00 Uhr MESZ). (jkali)